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    HOFHEIM

    Nach der Baustelle ist vor den Baustellen

    Es war ja versprochen: eine Baustellenparty für die geplagten und geduldigen Anwohner, Geschäftsinhaber und Kunden der Hofheimer Hauptstraße. Die ging am Dienstagabend über die Bühne. Und das Urteil eines der „Leidgeprüften“: Positiv war's, sagt der Geschäftsinhaber, der mit Namen nicht genannt sein will. Und dass er's auch wirklich ernst meint, fügt er hinzu: „Fortsetzung erwünscht. Weil's einfach auch ein schönes Flair war“.

    Dass es eine Wiederauflage geben wird, ist durchaus möglich, denn auch die Bauarbeiten in der Innenstadt werden weitergehen, wie Hofheims Bürgermeister Wolfgang Borst den Party-Besuchern erläuterte. Er blickte auch noch einmal auf die vergangenen Monate zurück.

    Viele Diskussionen

    Zum Beginn der Bauarbeiten habe es natürlich viele Diskussionen gegeben, „aber sobald die ersten fertigen Flächen sichtbar wurden, gab es sehr viele positive Reaktionen aus der Bevölkerung“. Dennoch: Auch wenn zwei „excellente Firmen“ mit der Umsetzung der Planung beauftragt waren, die versucht hätten, dass die Belastungen für die Anwohner so gering wie möglich waren, hätten sich vielfältige Beeinträchtigungen nicht vermeiden lassen. Darum sei die Baustellenparty ein kleines Dankeschön an die Geduld der Betroffenen.

    Und das Ende der Bauarbeiten in der Hauptstraße naht – gar schneller als der Zeitplan dies vorsah. Rund zwei Wochen ist man derzeit vor der ursprünglichen Planung, Borst rechnet damit, dass die Straße im November fertig wird. Aber nach der Baustelle ist vor den Baustellen, denn: im kommenden Jahr ist die Sanierung der Landgerichtsstraße vorgesehen, 2020 ist dann die Grüne Marktstraße an der Reihe.

    Kommt Einbahnstraße?

    Dort werden ebenfalls breitere Gehwege eingebaut. Begegnungsverkehr werde dann nur schlecht möglich sein und so ist derzeit geplant, die Straße zur Einbahnstraße werden zu lassen, so Borst auf Anfrage der Redaktion.

    Nicht nur im Zeitrahmen liegt das Bauvorhaben Hauptstraße, sondern auch im Kostenrahmen, so Borst weiter. Er ging zudem auf finanzielle Belastungen für die Anrainer ein. Für die Kanal- und Wassersanierung werde es keine Verbesserungsbescheide geben, die Finanzierung erfolge über den allgemeinen Haushalt. Außerdem: Der Ausbau mit Glasfaser werde vom Freistaat im Rahmen des Hochgeschwindigkeitsausbaus finanziert. Zudem: Straße und Gehflächen würden zu 60 Prozent von der Städtebauförderung bezuschusst und die Anliegerbeiträge von knapp 300 000 Euro übernehme der Freistaat Bayern.

    In diesem Zusammenhang dankte Borst dem anwesenden Landtagsabgeordneten Steffen Vogel, „der sich massiv für die Stadt eingesetzt hat“. Und dessen Einsatz stehe vor einer neuen Herausforderung, beim Hallenbad, wie Borst ankündigte. Eine Generalsanierung werde nötig, die koste rund fünf bis sechs Millionen Euro.

    Hallenbad-Generalsanierung

    Zwar ist das Bad ein kreiseigenes Hallenbad, allerdings werden die Kosten für die Sanierung nach dem Anteil der Nutzung aufgeteilt. Und da sei allein der Schulverband Hofheim mit rund 60 Prozent der Nutzung dabei.

    Hinzu käme die Nutzung durch die Vereine und das öffentliche Schwimmen. Warum Bürgermeister Borst auf möglichst hohe Förderung hofft: „Rund vier Millionen Euro würden die Stadt ohne Unterstützung treffen“.

    Borst ging auch auf die Situation am ehemaligen Krankenhaus und damit verbunden die ambulante Versorgung durch Fachärzte ein. Man arbeite daran, dass im kommenden Jahr ein Frauenarzt nach Hofheim komme, berichtete er unter anderem.

    Sommerliches Flair

    Hatte der Geschäftsmann besonders das Flair des Baustellenfestes gelobt, so stand er damit gewiss nicht allein. Bis tief in die Nacht hinein wurde gefeiert.

    Und dazu hatten nicht nur die beiden Musiker vom „Jam-Duo“ Josi & Micha Hits und Stimmungsmusik beigesteuert, sondern auch erneut die sommerlichen über 20 Grad am späten Abend.

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