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    HOFHEIM

    Neue Ideen für den Klärschlamm

    Die Klärschlammentsorgung wird durch rechtliche Vorgaben immer problematischer und teurer. Daher ist in Hofheim angedacht, diese im kommunalen Verbund zu lösen. Die Planung sieht vor, dass ein gemeinsamer Zweckverband mit den interessierten Gemeinden gegründet wird. Dieser soll mit der Firma SüdWasser eine gemeinsame GmbH gründen, unter anderem zur Planung, Investition, Errichtung einer Trocknungsanlage an der Biogasanlage in Hofheim und zum Wärmeeinkauf.

    Der Bau der Trocknungsanlage soll zwischen 2,5 und drei Millionen Euro kosten. Sie soll mit der Wärme der Biogasanlage betrieben werden. Der Transport des Klärschlamms von der Kläranlage zur Trocknungsanlage liegt im Aufgabenbereich der Kommunen. Der getrocknete Klärschlamm soll dann im Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt verbrannt werden. Hierfür hat der Landkreis Haßberge ein Kontingent von etwa 2800 Tonnen pro Jahr reserviert. SüdWasser soll die Trocknungsanlage betreiben. Der Hofheimer Stadtrat erklärte in seiner Sitzung am Dienstag das Beitrittsinteresse der Stadt.

    Ausgelastete Kindergärten

    Die Kindergärten im Stadtgebiet sind stark ausgelastet. Derzeit besteht eine erhöhte Nachfrage im Krippenbereich. So wurde vorgeschlagen, dass die Stadt Hofheim eine Container-Anlage erwerben soll – als Übergangslösung für rund fünf Jahre. Die Container könnten neben der Kindertagesstätte St. Joseph in Hofheim aufgestellt und vom Kindergarten St. Joseph auch betrieben werden.

    Es ist vorgesehen, in den Containern eine Krippengruppe mit bis zu zwölf Kindern zu betreuen. Aktuell läuft eine Ausschreibung zum Erwerb einer Container-Anlage. Die Kosten für den Kauf und die Installation inklusive Einrichtung liegen bei etwa 150 000 Euro. Fördermittel gibt es nicht. Allerdings könnte die Container-Anlage später wieder verkauft oder anderen Kindertagesstätten zur Verfügung gestellt werden. Die Anlage zu mieten wäre wesentlich teurer. Der Stadtrat bevollmächtigte Bürgermeister Wolfgang Borst bei einer Gegenstimme zur Vergabe des Auftrags an den wirtschaftlichsten Anbieter. Die Anlage bestehe aus sieben Containern und habe sich bereits im Kindergarten Wonfurt bewährt, so Borst.

    Ein Leerstand weniger

    Laut Bürgermeister Borst hat die Firma ESN die ehemalige Rewe-Getränkehalle für Lagerzwecke gemietet. Der ehemalige Rewe-Markt wird wohl weiterhin leer stehen, da noch für zwei Jahre ein Mietvertrag besteht. In das ehemalige Büro des Bauernverbands im Haus des Gastes werde eine Arztpraxis einziehen.

    Stadtrat Hubert Bergmann regte an, den Gehsteig am Kreisel im Bereich des Fußwegs zu den beiden Einkaufsmärkten abzusenken, um Radfahrern das Befahren zu erleichtern. Borst versprach, das Thema mit Manfred Rott vom Straßenbauamt zu besprechen. Barbara Goschenhofer monierte, dass der Marktplatz zunehmend vermülle. Ein weiterer Abfallsammler soll eventuell für Abhilfe sorgen. Siegfried Burger regte die Einführung einer Aufwandsentschädigung für Wahlhelfer an, da immer weniger Bürger bereit seien, das Ehrenamt auszuführen. Günter Hümmer regte einen Behindertenparkplatz in der Nähe der Firma Traub in der Hauptstraße an. Borst sagte, dass am Donnerstag eine Begehung der Hauptstraße stattfinde und dann die endgültige Beschilderung festgelegt werde. Eine Tempo-20-Zone wurde abgelehnt, sodass in der Hauptstraße künftig Tempo 30 gelten wird.

    In Reckertshausen ist neben Obmann Reinhard Kuhn nur Viktor Michel als Feldgeschworener bestellt. Um die Mindestanzahl von vier zu erreichen, bestellte der Stadtrat Georg Metzger und Stephan Fischer als neue Siebener. (msch)

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