• aktualisiert:

    Haßfurt

    Neue Streitschlichter für das Schulzentrum: ein Erfolgsmodell

    Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurden 23 neue Streitschlichter am Schulzentrum Haßfurt im Beisein von Vertretern aus Politik, Schule und Kirchen für das laufende Schuljahr eingeführt. Foto: Christiane Reuther

    "Setzt Euer neues Wissen bewusst ein und sorgt für ein friedvolles Miteinander hier am Schulzentrum", motivierte Haßfurts Bürgermeister Günther Werner 23 neue Streitschlichter für ihr Ehrenamt. Am Montagabend überreichte Werner, der gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender des Schulzweckverbands und Vorsitzender des Fördervereins der Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule ist, während einer Feierstunde in den Räumen der Albrecht-Dürer Mittelschule in Haßfurt den Jugendlichen eine Urkunde.

    Mit den neuen Streitschlichtern aus den siebten Klassen der Mittelschule, Realschule und Gymnasium sind es  insgesamt 100 Streitschlichter, die am Schulzentrum in Haßfurt in den Pausen erhitzte Gemüter beruhigen.

    Das Projekt der Streitschlichter wurde im Schuljahr 2001/2002 ins Leben gerufen und hat sich seitdem als schulartübergreifendes Erfolgsmodell bewährt, wie Haßfurts Bürgermeister den anwesenden Gästen, darunter Familienangehörigen und Vertretern der Schulen und Kirchen, erklärte.

    Durch das Streitschlichter-Projekt würden laut Werner die Schulen einen wichtigen Beitrag für alltagstaugliches Lernen und Wissen leisten. Deshalb sei die Investition von 3500 Euro eine sinnvolle Sache, die der Zweckverband Schulzentrum und die jeweiligen Elternbeiräte jährlich für die Ausbildung der Streitschlichter tätigen.  

    Dank an die Unterstützer

    Einen besonderen Dank sprach Werner den Schulen und mitwirkenden Lehrkräften aus: Claudia Sandner von der Albrecht-Dürer-Mittelschule, Simon Nowak und Stefan Zeller von der Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule, Anke Kallhardt und Evi Poxleitner vom Regiomontanus-Gymnasium und Angelika Reinhart von der offenen Ganztagesschule "living room".

    Oberstudiendirektorin Maria Eirich zollte den neuen Streitschlichtern im Namen der Schulleitungen ihren Respekt. Für die Leiterin des Regiomontanus Gymnasiums sei es ein Glücksgriff, dass sich die Streitschlichter aus allen drei Schularten für ein besseres Miteinander einsetzen, um den Schulalltag harmonisch zu gestalten.

    Intensive Ausbildung

    Eine intensive Ausbildung hat die Jugendlichen auf ihr Ehrenamt vorbereitet. Dabei war ein Impro-Theater ein besonderes Highlight. In Rollenspielen lernten die Streitschlichter mit Konflikten umzugehen. Dies demonstrierten die Jugendlichen anhand von exemplarischen Beispielen.

    Mit dem Bau einer Mauer aus Pappkartons demonstrierten die Streitschlichter unterschiedliche Konflikte, die im Schulalltag auftreten können. Foto: Christiane Reuther

    Dass Konflikte unterschiedlichster Natur sein können, unterstrich die Errichtung einer Konfliktmauer aus Pappkartons, auf der unter anderem geschrieben stand: "Ich werde gemobbt", "Mein Nachbar schreibt immer von mir ab" und "Ältere Schüler beleidigen mich".

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!