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    KÖNIGSBERG

    Neues Pflaster für Königsberger Altstadt „wird nicht billig“

    Dass das Problem holpriges Pflaster gelöst werden kann, zeigt das Beispiel Tretgasse in Königsberg, wo durch einen Seitenstreifen das Kopfsteinpflaster „entstolpert“ wurde. Foto: Gerold Snater

    Vielen Königsberger ist die Begehbarkeit des Kopfsteinpflasters in der Altstadt ein Dorn im Auge. Besonders für ältere Menschen ist das Begehen schwierig. Selbst eine Fortbewegung mit einem Rollator, ist an manchen Stellen nicht einfach. Einen Antrag hatte nun Stadtrat Frank Slawik gestellt, dass das Thema im Ratsgremium behandelt wird.

    In Sachen Verbesserung der Begehbarkeit des Altstadtpflasters durch den Einbau einer Gehspur für Rollstühle und Rollator, hatte sich auch Bürgermeister Claus Bittenbrünn schon stark gemacht und führte erste Vorgespräche mit der unteren Denkmalpflege, dem Denkmalpflegeamt in Schloss Seehof und Anfang Juli mit der Regierung von Unterfranken.

    Städtebauliches Vorhaben

    Dabei habe sich herauskristallisiert, dass die Erschließung durch ein umfassendes Wegenetz am besten durch ein städtebauliches Vorhaben geplant werden sollte, um auch entsprechende Zuschüsse zu erhalten, denn, so Bittenbrünn: „Das Ganze wird nicht billig“. Allerdings bedürfe es einer umfassenden Planung und die Umsetzung als mehrjähriges Projekt. Es gehe dabei um Finanzmittel, über welche die Stadt in den letzten Jahren nicht verfügen konnte.

    Für eine Anmeldung bei der Städtebauförderung sind neben einem denkmalschutzrechtlichen Antrag mit einer detaillierten Beschreibung des Projekts, auch belastbare Kostenberechnungen durch ein Planungsbüro erforderlich. Das bedeutet, dass für eine Planung vom Stadtrat sowohl ein Planungsauftrag an ein erfahrenes und bewährtes Büro vergeben werden müsste. Außerdem müsste für die Prüfung der Darstellbarkeit in den nächsten Haushaltsjahren zumindest eine grobe Kostenschätzung erstellt werden. In der Aussprache im Rat wurde die Dringlichkeit des Vorhabens auch angesichts der zunehmenden Anzahl älterer Menschen hervorgehoben.

    Dem Gremium wurde zum Abschluss der Vorschlag unterbreitet, dass die Verwaltung der Stadt bei Gemeinden mit historischem Pflaster nach Planungsbüros fragt, die dort zur Zufriedenheit der Kommune, der Bürger und der Denkmalpflege, die Herstellung von Gehwegen mit ebenen Materialien in einem Kopfsteinpflasterbereich hergestellt haben. Diesem Vorschlag stimmte der Stadtrat zu.

    Neue Kommandanten der Feuerwehr Hellingen

    Ein weiteres Thema im Stadtrat: Durch das Gremium wurde mit Stefan Musik der neu gewählte Kommandant und mit Andreas Hölzer der neue zweite Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hellingen bestätigt. Bürgermeister Bittenbrünn bedankte sich beim ausgeschiedenen Kommandanten Rudolf Gutjahr und seinem Stellvertreter Willi Hölzer, die das Amt 41 Jahre innehatten.

    Bekannt gegeben wurde auf der Sitzung, dass auf Antrag der Stadt eine Erhöhung des Zuschusses für das Vorhaben „Dorfplatz mit Pergola“ im Stadtteil Holzhausen auf maximal 451 000 Euro durch das Amt für ländliche Entwicklung bewilligt wurde.

    Nicht nur die „Pfarrgasse“ in Königsberg ist vor allem für ältere Leute nur sehr schwer begehbar. Eine Gehspur wäre nicht nur in dieser Straße sehr wichtig. Foto: Gerold Snater

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