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    HASSBERGKREIS

    "Nirgendwo geht es Menschen besser"

    Die neugewählte CSU-Kreisvorstandschaft mit Staatssekretärin Dorothee Bär und (hintere Reihe von links) Landrat Wilhelm Schneider, Michael Ziegler, Birgit Finzel, Sebastian Schilling, Wolfgang Borst, Günter Huppmann, Alexander Bergmann und CSU-Kreisvorsitzendem Steffen Vogel. Foto: Günther Geiling

    „Mein großes Ziel ist es die Ortsverbände und unsere Arbeitsgemeinschaften weiter zu stärken und als CSU-Kreisverband die stärkste Basis im Landkreis zu sein. Dazu wollen wir auch unsere Funktionsträger und Kandidaten schulen, um bei der Kommunalwahl im Jahr 2020 wieder viele Gemeinde- und Stadträte sowie Bürgermeister zu stellen.“ Dies betonte MdL Steffen Vogel, der bei der Kreisdelegiertenversammlung in der Sporthalle von Burgpreppach mit 100 Prozent der gültigen Stimmen eindrucksvoll in seinem Amt als CSU-Kreisvorsitzender bestätigt wurde.

    CSU-Kreisvorsitzender Steffen Vogel betonte eingangs, dass man den Ort Burgpreppach extra gewählt habe, weil man auch gerne in die Randbereiche gehe und hier zudem auch ein Zeichen für die hervorragende Arbeit vor Ort setzen wollte. Er ging auf die Mitgliederentwicklung ein mit 148 Neueintritten seit 2015. Bei den 1794 Mitgliedern habe der CSU-Kreisverband Haßberge einen Frauenanteil von 20 Prozent. In den 46 Ortsverbänden sei allerdings der Anteil der über 80-Jährigen höher als der unter 30-Jährigen. Dennoch habe man 390 JU-Mitglieder in zehn Ortsverbänden und bei den Frauen seien es 298 Mitglieder in sieben Ortsverbänden. Am dynamischsten sei derzeit aber die Senioren-Union, die ihre Mitgliederzahl von 100 auf 171 gesteigert habe.

    In seinem Arbeitsbericht ging er auf die zahlreichen Sitzungen und Veranstaltungen ein, zu denen man auch namhafte Landes- und Bundespolitiker zu Gast hatte. Auch auf die drei Bürgermeisterwahlen kam er zu sprechen, wo man in Theres und Hofheim sehr gut abgeschnitten habe. Seinen aufrichtigen Dank richtete er an Staatssekretärin Dorothee Bär, die für die Probleme der Region und des Landkreises stets ansprechbar sei. Ebenso zollte er Landrat Wilhelm Schneider seine Anerkennung für seine große Verantwortung in stürmischen Zeiten, wo er als Beispiel die medizinische Versorgung erwähnte. Natürlich beackere man als Kreisverband auch zahlreiche politische Themen wie die ärztliche Versorgung mit den Haßbergkliniken und der Geburtsabteilung oder den Steigerwald und vieles andere mehr. Auf diese Fragen wolle man Antworten finden. Als Ziel für die nächste Landtagswahl nannte er die absolute Mehrheit, um weiter die Verantwortung in Bayern zu haben. „Nirgendwo geht es den Menschen besser als bei uns.“

    Von einer harten Woche in Berlin sprach Staatssekretärin Dorothee Bär. Dabei zeigte sie sich noch tief beeindruckt von dem schrecklichen Busunglück bei Münchberg und den Gesprächen an der Unfallstelle. Die Folgen seien schockierend, aber auch die Behinderungen durch Gaffer und bei der Rettungsgasse machten sie fassungslos.

    Anschließend kritisierte sie, dass die Homo-Ehe für den Wahlkampf missbraucht worden sei und es der SPD nur darum gegangen sei, der Bundeskanzlerin eins auszuwischen. Auch die Union wolle keine Diskriminierung, aber die Mütter und Väter des Grundgesetzes hätten die Familie unter den besonderen Schutz des Staates gestellt und Gleichberechtigung heiße noch lange nicht Gleichmacherei. „Zu allen anderen Gewissensentscheidungen wie den § 218, die Diskussion um Stammzellen oder Sterbebegleitung hatten wir Monate Zeit, dies in unseren Gremien zu diskutieren. Diesmal war nur von Dienstag bis Freitag Zeit und der Bundestag hat das Thema gar in 37 Minuten abgehandelt“, betonte die CSU-Bundespolitikerin.

    Natürlich streifte sie auch das Wahlprogramm „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“. Damit hätten die Unionsparteien mit einem der besten Regierungsprogramme den Wahlkampf ganz offiziell eröffnet. MdB Dorothee Bär erinnerte daran, dass man mit über 5 Mio Arbeitslosen die Regierung übernommen habe und diese Zahl inzwischen halbieren konnte. Nun steuere man auf die Vollbeschäftigung hin. Nach zwölf Jahren der Regierungsarbeit wolle der Bürger die Katze auch nicht im Sack kaufen und bei Bundeskanzlerin Angela Merkel wisse er, was er habe.

    Wenn man in die Bundesländer schaue, wisse man auch, von wem sie geführt würden. Nordrhein-Westfalen sei so zum Beispiel das Stauland Nummer eins. Dabei habe man die Investitionsmittel für Verkehrsmaßnahmen in vier Jahren um 40 Prozent auf 14 Mrd Euro erhöht, aber oft finde man kein Baurecht in solchen Ländern vor. Auch bei der Inneren Sicherheit sei Bayern ein Vorbild, weswegen die Sicherheitskonferenz immer geordnet in München stattfinde. Auch in der Bildungspolitik verhalte es sich nicht anders.

    Froh zeigte sich die CSU-Parlamentarierin über die Änderung des Finanzausgleichs, der Bayern um immerhin 1,3 Mrd entlaste. Auch den Breitbandausbau habe man mit der größten Dynamik in Europa vorangebracht und mindestens 50 Mbit/s seien heute in 75 Prozent der Haushalte und Unternehmen verfügbar. Das nächste Ziel sei der Glasfaserausbau bis 2025. Weiter erwähnte sie die Aufstockung der Sicherheitskräfte um 15 000 Stellen oder die Unterstützung der jungen Familien, auch mit der Förderung von Wohneigentum. Ebenso wolle man die Bürger durch Steuervergünstigungen entlasten.

    Landrat Wilhelm Schneider versicherte den Delegierten, dass die beiden CSU-Parlamentarier in München und Berlin starken Einfluss besäßen und auch ihn und den Landkreis sehr stark unterstützten. „Beim Ausbau der Digitalisierung träumt ein Land wie Hessen von einem solchen Zustand, wie wir ihn haben.“ Die Beschlüsse zur Entwicklung der Haßbergkliniken seien niemandem leichtgefallen. Nun müssten sie aber weiterhin sinnvoll und mit Augenmaß umgesetzt werden, natürlich mit weiteren Strukturveränderungen wie Personalanpassungen oder Optimierung im OP-Bereich und in der Logistik.

    Bei den anschließenden Neuwahlen wurde MdL Steffen Vogel mit 158 Stimmen einmütig in seinem Amt als CSU-Kreisvorsitzender bestätigt. Dies galt auch für seine vier Stellvertreter Landrat Wilhelm Schneider (159), Michael Ziegler (146), MdB Dorothee Bär (141) und Wolfgang Borst (141). Als Schatzmeister wurden Günter Huppmann und Alexander Bergmann sowie als Schriftführer Sebastian Schilling und Birgit Finzel gewählt.

    Als Beisitzer in den Kreisvorstand wurden berufen: Gerhard Zösch, Sand; Hermann Niediek, Burgpreppach; Holger Baunacher, Wonfurt; Georg Hiernickel, Haßfurt; Isabell Rott, Untertheres; Michael Brehm, Zeil; Eva-Maria Schmitt, Neubrunn; Thomas Sechser, Dankenfeld; Reinhold Giebfried, Ostheim; Hedwig Kraft, Ebelsbach; Melanie Gräbner, Maroldsweisach; Cynthia Derra, Breitbrunn; Alexander Leicht, Rauhenebrach und Sebastian Ott, Ebern.

    Delegierte zum Landesparteitag wurden: Steffen Vogel, Theres; Gerhard Zösch, Sand; Dorothee Bär, Ebelsbach; Wilhelm Schneider, Maroldsweisach; Michael Ziegler, Eltmann; Wolfgang Borst, Hofheim; Dr. Albert Meyer, Haßfurt; Günther Geiling, Breitbrunn; Günter Huppmann, Jesserndorf und Stefanie Hümpfner, Königsberg.

    Delegierte in den Bezirksparteitag wurden: Gerhard Zösch, Dorothee Bär, Steffen Vogel, Wilhelm Schneider, Michael Ziegler, Wolfgang Borst, Günther Geiling, Sebastian Schilling, Dr. Albert Meyer, Dr. Alexander Ambros, Hermann Niediek, Günter Huppmann, Birgit Finzel, Michael Brehm, Stefanie Hümpfner, Siegmund Kerker, Wolfgang Kunzmann, Reinhold Giebfried und Georg Hiernickel.

    Gastgeber Bürgermeister Hermann Niediek sowie die beiden CSU-Ehrenkreisvorsitzenden Siegmund Kerker und Dr. Albert Meyer (von links) bei ihrer Stimmabgabe. Foto: Günther Geiling

    Von unserem Mitarbeiter Günther Geiling

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