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    OTTENDORF

    Otmar Gräf spielt seit 70 Jahren an der Kirchenorgel

    Mit großer Freude durfte Pfarrer Christian Lutz die besondere Auszeichnung im Namen von Bischof Franz Jung an Otmar Gräf überreichen. Foto: Elke Englert

    Musik ist mit Freude verbunden, dies besonders bei Otmar Gräf. Seit 70 Jahren beherrscht der 86-Jährige das Spielen an der Kirchenorgel. Dafür wurde er während eines Gottesdienstes am Sonntag von Pfarrer Christian Lutz im Namen von Bischof Franz Jung mit der Ehrennadel und der dementsprechenden Urkunde des Bistums Würzburg ausgezeichnet.

    Nach seiner Schulentlassung im Jahr 1947 besuchte Otmar Gräf ein Jahr die Kirchenmusikschule mit Internat in Münnerstadt. Zuvor erhielt er einige Monate Klavierunterricht bei Pfarrer Josef Mai in Obertheres. Durch Beschluss der Kirchenverwaltung Ottendorf übernahm der damals 16-jährige Musiker 1949 den Organistendienst. Zudem gründete er 1948 die Jugendgruppe des Bundes katholischer Jugend, denn Singen ist seine zweite Leidenschaft. Ihren ersten gesanglichen Auftritt hatte diese im gleichen Jahr an der Mariengrotte in Gädheim.

    Von 1949 bis 1952 übernahm er die Frauensinggruppe. Otmar Gräf gilt auch als Gründungsmitglied des Gesangvereins „Liederkranz“ (1950), heute die „Lindensänger“ Ottendorf. Zudem war er von 1969 bis 2000 dortiger Chorleiter und dazu zehn Jahre lang Dirigent des Gesangvereins Augsfeld. Sein Engagement ging so weit, dass er ab 1978 für zehn Jahre die Leitung der „Schola“ Gädheim/Ottendorf übernahm.

    Für Gesang und Orgelspiel nahm er sich immer Zeit, obwohl er einen landwirtschaftlichen Betrieb führte, den er mittlerweile an Sohn Claus übergeben hat.

    Ein Höhepunkt in seiner Organistengeschichte war am 4. Februar 1990 die Einweihung der neuen Kirchenorgel in der St. Jodokus-Kirche von Ottendorf durch Ordinariatsrat Jürgen Lenzen aus dem Bistum Würzburg. Gräf hatte die große Ehre die neue Orgel zu spielen.

    Nach der Verleihung der St. Bruno-Medaille, überreicht durch Pfarrer Rainer Kunkel im Namen von Bischof Friedhelm Kunkel im Mai 2005, folgte nun die Ehrung für 70-jährige Tätigkeit Organist unter den Augen der Gottesdienstbesucher, die „ihren Otmar“ mit großem Beifall gratulierten.

    Und für diesen ist es auch eine große Freude, dass sein Enkelsohn Georg in seine Fußstapfen tritt und ihn an der Orgel des öfteren vertreten kann. (ee)

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