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    RENTWEINSDORF / BURGPREPPACH

    Polizeikontrolle: Raser, defekte Container, gebrochene Felgen

    Nachdem es bereits bei Stichpunktkontrollen im Transportgewerbe mehrere Beanstandungen gegeben hatte, hat die Polizeiinspektion Ebern vergangene Woche laut eigener Mitteilung mehrere Kontrollen entlang der B 279 durchgeführt.

    Im Lauf eines Tages wurden in Ermershausen, Maroldsweisach und Rentweinsdorf Fahrer gezielt auf die Einhaltung der Gurtpflicht und des Handyverbots hin kontrolliert. Dabei mussten, neben mehreren anderen Verstößen, wegen nicht angelegter Sicherheitsgurte zehn Verwarngelder verhängt werden. Sieben weitere Fahrer wurden laut Polizei wegen Verstoßes gegen das Handyverbot angezeigt. Einer von diesen musste an Ort und Stelle bezahlen, da er keinen Wohnsitz in Deutschland hat. Offensichtlich scheint das zwischenzeitlich erhöhte Bußgeld von 100 Euro (zuzüglich Gebühren und Auslagen) die Auto- und Lasterfahrer von der Handybenutzung nicht nachhaltig abzuhalten, mutmaßt die Polizei.

    Von Nachmittag bis zum Abend haben Beamte der Verkehrspolizei Schweinfurt-Werneck in einer Ortschaft die Geschwindigkeit gemessen. Die Fahrer von 20 der 460 gemessenen Fahrzeuge erwartet ein Verwarngeld wegen Geschwindigkeitsüberschreitung. Drei weitere erhalten wegen höherer Überschreitung eine Bußgeldanzeige. Der traurige Rekordhalter fuhr mit Tempo 85 innerorts.

    Während der Mittagsstunden führten Beamte aus Ebern und von der Verkehrspolizei Bamberg an der Grenze zu Oberfranken, auf der B 279 bei Sendelbach, eine gemeinsame Kontrolle durch. Es dauerte nicht lange und die ersten Beanstandungen waren zu verzeichnen. So war ein Lasterfahrer aus dem Landkreis Schweinfurt unterwegs, ohne dass er je die erforderliche Fahrerlaubnis hatte. Gegen ihn und die Firma wird Anzeige erstattet.

    Bei einem Sattelzug aus dem Landkreis Haßberge wurden gebrochene Alufelgen am Sattelauflieger festgestellt. Für das leere Baustellenfahrzeug hieß es dann: „Ende der Fahrt – nur noch zur Werkstatt“. Zudem werden Fahrer und Halter angezeigt, berichtet die Polizei.

    Bremse funktioniert nicht

    Aber auch international fahrende Lastwagen wurden kontrolliert und beanstandet. So stellten die Beamten bei einem osteuropäischen Gespann fest, dass am Anhänger die Auflaufbremse des 3,5-Tonnen-Anhängers ohne Funktion war. Auch hier wurde die Weiterfahrt untersagt. Der Fahrer musste ein Bußgeld bezahlen und sich um die Reparatur kümmern, bevor er weiter durfte.

    Bei einem mazedonischen Fernlastzug, der mit zwei Fahrern besetzt war, wurden Ungereimtheiten bei den Daten des Fahrtschreibergeräts festgestellt. Dem zweiten Fahrer konnte anhand der Aufzeichnungen ein erheblicher Geschwindigkeitsverstoß (89 bei erlaubten 60 Stundenkilometern) nachgewiesen werden. Fahrer und Halter wurden angezeigt. Der Beifahrer musste sein Bußgeld vor Ort an die Polizei bezahlen.

    Bei einem oberfränkischen Gliederzug fielen die geladenen Containermulden wegen ihres erbärmlichen Erhaltungszustands auf. Die mit Schrott gefüllten Container waren stark deformiert, hatten Löcher und tragende Teile waren stark verrostet. Polizisten stellten fest, dass die Container keine gültigen Prüfplaketten der Berufsgenossenschaft hatten.

    Das war aber nicht der einzige Verstoß gegen geltende Unfallverhütungsvorschriften, berichtet die Polizei. Auch die Prüfung des hydraulischen Verladesystems für die Rollcontainer war abgelaufen. Ein Prüfbuch dazu konnte nicht nachgewiesen werden. Dementsprechend wird Bußgeldanzeige an die zuständige Berufsgenossenschaft erstattet. Von dort bekommen Fahrer und Firmenverantwortlicher einen Bußgeldbescheid.

    Einige kleinere Verstöße, die an Ort und Stelle mit Verwarnungsgeld geahndet wurden, rundeten die Liste der Beanstandungen ab.

    Mit Schwerverkehrskontrollen ging es am Freitagmorgen auf der B 303 weiter. Zur gemeinsamen Kontrolle im Gemeindebereich Burgpreppach trafen sich Beamte des Schwerverkehrstrupps der Verkehrspolizei Schweinfurt-Werneck, der Polizeiinspektionen Haßfurt und Ebern sowie des Einsatzzuges der Operativen Ergänzungsdienste Schweinfurt. Auch hier ließen die ersten Beanstandungen nicht lange auf sich warten, heißt es im Polizeibericht.

    Ungesicherte Ladung

    Ein Zwölf-Tonner aus dem Landkreis Schweinfurt fiel wegen nicht ordnungsgemäß gesicherter Ladung auf. Die unterschiedlichsten Ladungsstücke standen ungesichert auf der Ladefläche. Zudem fielen bei der Auswertung des Speditions-Verteiler-Fahrzeugs einige Ungereimtheiten bei der Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten auf. Fahrer und Firmenverantwortliche wurden angezeigt. Zudem wird der verantwortliche Verlader mit einer Bußgeldanzeige in die Pflicht genommen, so die Polizei.

    Ganz international wurde es bei der Kontrolle eines Sattelzuges. Die Zugmaschine stammte aus Polen, der Tank-Auflieger aus Belgien und der Fahrer aus Mazedonien. Auch hier gab es Beanstandungen gegen Lenk- und Ruhezeiten, was ebenfalls eine Anzeige zur Folge hat. Ein Geschwindigkeitsverstoß wird ebenfalls geahndet.

    Bei einem Baustellenlaster aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld bestand Klärungsbedarf. Beim Abgleich der Fahrgestellnummer des angehängten Tiefladers mit der ausgehändigten Zulassungsbescheinigung wurde keine Übereinstimmung festgestellt. Ein Blick aufs Kennzeichen klärte schnell warum: Der Fahrer hatte eine andere Zulassungsbescheinigung ausgehändigt. Allerdings entging den Polizisten beim Blick aufs Kennzeichen auch nicht, dass die Plakette für die Hauptuntersuchung noch aus dem Vorjahr stammte. Weiter durfte der Fahrer noch die Ladefläche des Tiefladers von losen Steinchen und Dreck reinigen. Eine Maßnahme die sicherlich von hinterherfahrenden Autofahrern gutgeheißen wurde.

    Weitere Lasterfahrer wurden beanstandet, weil Lenk- und Ruhezeiten nicht eingehalten wurden. Sowohl Auto- als auch Lasterfahrer müssen sich auf weitere Kontrollen einstellen, kündigt die Polizei an. Sie erhofft sich dadurch eine Steigerung der Sicherheit im Straßenverkehr.

    Bearbeitet von Alois Wohlfahrt

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