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    WESTHEIM

    Posaunenchor Westheim/Eschenau feiert seinen 70. Geburtstag

    Mit einem beeindruckenden Konzert, hauptsächlich gestaltet vom kleinen Bezirkschor aus dem Dekanat Rügheim unter Jürgen Koch, feierte der Posaunenchor Westheim/Eschenau am Samstagabend das 70-jährige Bestehen. Foto: Christiane Reuther

    Der Posaunenchor Westheim/Eschenau spielt seit 70 Jahren zum Lob Gottes. Am Samstagabend fand aus diesem Anlass in der Jacobi Kirche in Westheim ein Jubiläumskonzert statt. Neben den Bläsern des Jubiläumschores unter der Leitung von Horst Zitterbart spielte der kleine Bezirkschor aus dem Dekanat Rügheim unter Jürgen Koch. Die Orgel brachte der 14-jährige Ivo Schwinn aus Königsberg mit ansprechenden Zwischenspielen zum Erklingen. Nach einem abwechslungsreich gestalteten Programm dankten die Zuhörer am Ende des Konzerts mit lang anhaltendem Applaus.

    Drei Gründungsmitglieder dabei

    Pfarrerin Doris Otminghaus freute sich eingangs, dass sich mit Oberkirchenrat i. R. Gotthart Preiser, der die Moderation übernahm, sowie mit Rudolf Weber und Alfred Pfister drei Gründungsmitglieder eingefunden hatten. Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus zeigte sich im Namen der politischen Gemeinde stolz auf den Posaunenchor. Laut dem Bürgermeister sei es der Musik zu verdanken, dass Menschlichkeit und Toleranz immer wieder die Oberhand gewinnen würden.

    Oberkirchenrat Preiser, einst als 18-Jähriger ein Gründungsmitglied, ließ Erinnerungen an die Anfangszeit des Posaunenchores in den armen Jahren der Nachkriegszeit lebendig werden. Elf junge Burschen aus Eschenau und Westheim hatten sich damals von Lehrer Hofmann anlernen lassen. „Bereitwillige junge Leute waren da, aber noch keine Instrumente“, sagte Preiser. Er selbst sei mit dem Fahrrad nach Bamberg gefahren, um sich für 80 Mark eine gebrauchte Trompete zu kaufen. Am Ostersonntag 1949 fand dann der erste Auftritt in der Eschenauer Kirche statt. Zwar wurde das erste Lied „Willkommen Held im Streite“ umgeschmissen. Es habe der Gemeinde aber auch gleichzeitig gezeigt, dass das Blasen nicht so leicht sei. Die Chorleitung lag nach dem Wegzug von Lehrer Hofmann in den Händen von Preiser. Nach dessen Umzug nach Haßfurt übernahm Theo Hase die Leitung. Es folgten Ludwig Hauck, Heinrich Maul, der 22 Jahre lang den Chor leitete, dann Horst Hauck. Seit einigen Jahren leitet Horst Zitterbart den Jubiläumschor.

    70 Jahre Posaunenchor, damit sind laut Preiser sehr viele Proben und Auftritte verbunden, wie etwa die Umrahmung von Festgottesdiensten. Aber auch gesellige Anlässe wie Ausflüge und Posaunentreffen fanden in diesen Jahren statt. An die 900 Posaunenchöre mit 18 000 Bläserinnen und Bläsern, die es in Bayern gibt, würden helfen, Gott zu loben und ihn in festlicher Stimmung zu ehren. Die Posaunenbläser bezeichnete Preiser wie einen Rettungsdienst beim Aufräumen zertrümmerter Freude, wie es etwa im Lied „Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt, damit ich wieder auflebe“, zum Ausdruck gebracht wurde.

    Horst Zitterbart (links), Leiter des Posaunenchors bedankte sich bei den Gründungsmitgliedern (von links) Alfred Pfister, Oberkirchenrat i. R. Gotthart Preiser und Rudolf Weber mit einem Präsent.

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