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    WONFURT

    Rat ebnet den Weg für Ansiedlung

    Zur Genehmigung weitergeleitet wurde in der Sitzung des Wonfurter Gemeinderats am Dienstag der Bauantrag eines Unternehmens, das sich im erweiterten Gewerbegebiet in Wonfurt ansiedeln möchte. Aus dem recycelten Kunststoff der Firma Loacker Recycling GmbH wird das Unternehmen Produkte für die Verkehrstechnik herstellen. Wie bereits berichtet, hält die Gemeinde den Namen der Firma auf deren Wunsch derzeit noch geheim. Ende September/Anfang Oktober sollen in einer Pressemitteilung alle Fakten dargelegt werden.

    Da alle Festsetzungen des Bebauungsplanes eingehalten werden, soll das Vorhaben im Genehmigungsfreistellungsverfahren behandelt werden. Allerdings macht die Gemeinde Wonfurt verschiedene Auflagen bezüglich des Oberflächen- und Schmutzwassers. Auch muss bei der Entladung von Schüttgütern darauf geachtet werden, dass dies bei geschlossenen Toren stattfindet. Sollte wider Erwarten eine untragbare Staubbelastung entstehen, empfiehlt die Gemeinde, eine Absaugvorrichtung zu installieren. „Es ist erfreulich, dass das Recyclingmaterial nicht mehr durch ganz Deutschland gefahren werden muss, sondern vor Ort wiederverwendet wird“, merkte Baunacher an und gab bekannt, dass die Erschließungskosten zur Erweiterung des Gewerbegebiets mit 324 000 Euro veranschlagt seien.

    Die Gemeinde Wonfurt verzichtet zunächst auf die turnusgemäße Neukalkulation der Müllgebühren. Dies beschloss der Gemeinderat in der Sitzung. Wie Bürgermeister Holger Baunacher erklärte, hätten die Müllgebühren für den Zeitraum 2019 bis 2021 neu kalkuliert werden müssen. Allerdings kalkuliere der Landkreis seine Gebühren zum 1. Januar 2019 neu. Da tendenziell mit einer Erhöhung der Landkreiskosten zu rechnen sei, müsste diese bei der Gemeinde einkalkuliert werden. Um eine verlässliche Kalkulation seitens der Gemeinde Wonfurt für den kommenden Zeitraum vornehmen zu können, sollte der bisherige Kalkulationszeitraum um ein Jahr bis 2019 verlängert werden. Dem schloss sich das Gremium einstimmig an.

    Ausgleichsflächen

    Baunacher teilte mit, dass aufgrund der drei Änderungen des Flächennutzungsplans der Gemeinde auch Ausgleichsflächen benötigt würden. Da in Dampfach und Steinsfeld demnächst mehrere Pachtverträge für kleinere Flächen von 3000 bis 4000 Quadratmetern ausliefen, sollte die Gemeinde diese Flächen ökologisch aufwerten und dem Ökokonto gutschreiben lassen. Er werde die entsprechenden Flächen aussuchen und dem Gemeinderat in der nächsten Sitzung vorstellen.

    Finanzspritze für Bauherren

    In der Allianz Main & Haßberge tut sich einiges. Aktuell sollen alle Mitgliedsgemeinden über ein fünfjähriges Förderprogramm für Investitionen zur Nutzung vorhandener Bausubstanz beschließen. Es regelt, unter welchen Bedingungen die Mitgliedskommunen Haßfurt, Königsberg, Theres, Wonfurt und Gädheim Zuschüsse bei Investitionen zur Erhaltung und Nutzung vorhandener Bausubstanz oder zur Schaffung neuer Bausubstanz in den Ortskernen gewähren. Weiterhin gibt es Beratungsgutscheine für Personen, die mit dem Gedanken spielen, ein älteres, leer stehendes Gebäude zu sanieren oder durch Umbau, Anbau oder Teilabriss attraktiver zu gestalten, oder für Personen, die über die Bebauung einer Baulücke nachdenken. Ziel ist es, leer stehende Gebäude zu revitalisieren. Allerdings bestimmt jede Kommune die Förderfähigkeit und die Maximalförderung eigenständig. So wird die Gemeinde Wonfurt den Kauf eines Gebäudes nicht fördern. Förderfähig sind aber zum einen die Bausubstanz, die einer neuen Wohn- und/oder Gewerbenutzung zugeführt wird, und zum anderen der Abbruch eines Gebäudes. Der Bauherr muss mindestens 35 000 Euro investieren und kann höchstens 10 000 Euro Förderung erhalten. Pro Kind erhöht sich der Förderbetrag um zehn Prozent, höchstens jedoch um 30 Prozent bei drei Kindern. Damit zeigten sich die Gemeinderäte einverstanden. Bürgermeister Holger Baunacher bedauerte jedoch, dass die Stadt Haßfurt ihr eigenes Förderprogramm fortführen werde. Er erklärte außerdem, dass sich das Förderprogramm zunächst auf die Altorte beschränke, später jedoch eventuell auch auf Siedlungsgebiete mit Gebäuden aus den 1950er und 1960er Jahren ausgedehnt werden könnte. Das neue Förderprogramm wird am 1. Januar 2019 in Kraft treten. Anträge können aber schon jetzt gestellt werden.

    Noch in diesem Jahr werden die Container für den Jugendraum in Wonfurt aufgestellt und die drei Stellplätze für Altglas- und Weißblechcontainer in allen drei Ortsteilen verlegt.

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