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    EBERN

    Reflexe und Schulprobleme waren Thema in Ebern

    Lilian Dietz. Foto: Jens Fertinger

    Hatte die Sonderschullehrerin Lilian Dietz vor vier Jahren beim BLLV-Nachmittag „Grundschule und Kindergarten Hand in Hand“ zum Thema „Sprachstörungen im pädagogischen Alltag“ referiert, so stand jetzt das Thema „Schulisches Lernen eingeschränkt durch sensomotorische Reifeverzögerungen“ auf dem Programm. Dabei ging es im Wesentlichen um Abweichungen in der frühkindlichen Bewegungsentwicklung als mögliche Ursachen für Lernauffälligkeiten im Vorschul- und Grundschulalter.

    Dietz begann ihren Vortrag mit einer Zusammenfassung der Bedeutung frühkindlicher Reflexe und Reaktionen in der motorischen Entwicklung. Die Reflexe sind bei der Geburt voll ausgeprägt, helfen dem Kind bei diesem weitreichenden Geschehen und ermöglichen das Überleben unter den ungewohnten Voraussetzungen.

    Die Referentin listete die frühkindlichen Reflexe auf, nannte Ursachen für mögliche Abweichungen im neuromotorischen Aufrichtungsprozess und nannte Erkennungsmöglichkeiten bezüglich eventueller Auffälligkeiten im pädagogischen Alltag.

    Für die rund zwei Dutzend Teilnehmerinnen war es nicht immer einfach, der Menge an Informationen zu folgen. Lilian Dietz gelang es aber, ihre Ausführungen durch praktische Darstellungen so zu untermauern, dass manche theoretische Erläuterung rasch einsichtig wurde.

    Die Teilnehmerinnen lernten im anschließenden praktischen Teil etliche Förderansätze im pädagogischen Alltag für Kinder mit möglichen Restreaktionen kennen, die sie in Kindergarten und Schule durchführen und sie in der Diagnostik unterstützen können. (jf)

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