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    KREIS HAßBERGE

    Rotes Kreuz ehrt Blutspender

    Für 25- und 50-maliges Blutspenden ehrte das Bayerische Rote Kreuz diese Frauen und Männer. Im Namen des Roten Kreuzes sprachen Simone Gilley (links), Ingrid Böllner (rechts) und Stefan Funck (Zweiter von rechts) ihre Anerkennung aus. Foto: Michael Will, BRK

    Für das Rote Kreuz steht fest: „Blutspender sind Lebensretter. Das ist nicht nur so daher gesagt, es entspricht den Tatsachen.“ Deshalb war Stefan Funck, Kreisbereitschaftsleiter des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) im Landkreis Haßberge, voll des Lobes, als kürzlich Frauen und Männer für 25- und 50-maliges Blutspenden geehrt wurden. Das berichtet das BRK in einer Pressemitteilung.

    Die langjährigen Blutspender aus der Stadt Haßfurt sowie den Gemeinden Knetzgau, Gädheim, Theres und Wonfurt waren zu der Ehrung eingeladen. Sie sind nach Funcks Worten „Mitglieder in einer der größten Bürgerinitiative Bayerns“: dem Blutspendedienst.

    Keine Selbstverständlichkeit

    Sich freiwillig für die Gesellschaft und seine Mitmenschen einzusetzen, sei keine Selbstverständlichkeit. Blutspenden sei eine lebenswichtige und unbezahlbare Aufgabe, um Leben von Mitmenschen zu retten.

    Jeder könne schnell in die Situation kommen, Spenderblut zu benötigen. „Dennoch sind es zu wenige, die dafür auch einen persönlichen Beitrag leisten“, sagte Funck. Die zu Ehrenden würden hier eine löbliche Ausnahme bilden, sie seien Helden des Alltags und Vorbild für andere. „Sie geben einen Teil von sich, um anderen zu helfen.“ Mit dieser guten Tat dürften die Geehrten ruhig ein wenig angeben: „Erzählen Sie in Ihrem Umfeld, wie Sie zum Blutspenden kamen und motivieren Sie so möglichst viele Menschen, auch Blut zu spenden.“ Das sei echter Dienst am Nächsten.

    Mit einer kleinen Feierstunde wolle das Rote Kreuz für dieses Engagement deshalb Dank sagen und seine Hochachtung zum Ausdruck bringen. Jedem Einzelnen gebühre aber der Dank aller Mitbürger. „Ihr Einsatz ist unbezahlbar.“

    Seinen Dank sprach der Kreisbereitschaftsleiter ebenso allen ehrenamtlichen Helfern des Roten Kreuzes aus, die sich bei den Blutspendeterminen engagieren. Ohne sie seien die Spendetermine im bekannten Format nicht möglich.

    Ein kleiner Pikser rettet Leben

    Mit einem „kleinen Pikser, der Leben rettet“, erwiesen die Blutspender ihren Mitbürgern einen großen Dienst, sagte Stadtrat Jürgen Baum, der seitens der Stadt Haßfurt Anerkennung an die Blutspender aussprach.

    Täglich werden laut der Pressemitteilung des BRK in Bayern rund 2000 Blutkonserven benötigt. Insgesamt würden bayernweit lediglich drei Prozent der Einwohner Blut spenden, der Landkreis Haßberge liege mit sechs Prozent deutlich über dem Durchschnitt. Die Ehrung nahm Baum zum Anlass, auch selbst nachzudenken: „Ich muss ehrlich gestehen, ich habe noch nie Blut gespendet. Ich werde demnächst aber mal zu einem Termin kommen.“

    Die Blutspender in den Haßbergen sind nach Worten von Ingrid Böllner, Leiterin der Servicestelle Ehrenamt und Beauftragte für das Blutspenden beim BRK-Kreisverband Haßberge, ganz besonders engagiert. Inzwischen seit 38 Jahren in Folge liegt der Landkreis, umgerechnet auf die Einwohnerzahl, beim Blutspendeaufkommen an der Spitze im Freistaat.

    Die Ehrungen führte Kreisbereitschaftsleiter Stefan Funck gemeinsam mit Ingrid Böllner und ihrer Kollegin Simone Gilley sowie den jeweiligen Vertretern der Stadt oder Gemeinde durch. (pes)

    Ehrungen für langjährige Blutspender

    Haßfurt: Marco Sennefelder (25-maliges Blutspenden), Christoph Thaumüller (25), Markus Wolf (25), Helga Fuchs (Sailershausen, 50).

    Knetzgau: Jan Hellmuth (25), Gerhard Buhlheller (Hainert, 25), Christine Anna Dirschbacher (50).

    Gädheim: Heike Warmuth (50) und Peter Kraus (50).

    Wonfurt: Herbert Wirth (Dampfach, 25), Felix Thein (Steinsfeld, 25), Corina Dietrich (25), Wolfgang Voit (50).

    Theres: Die drei zu Ehrenden waren terminlich verhindert.

    Bearbeitet von Peter Schmieder

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