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    EBERN

    Rückert kehrt nach Ebern zurück

    Das Rückert-Ensemble gastiert von Freitag, 22., bis Sonntag, 24. September, in Ebern. Peter Rosenberg (hinten, 2.v.r.) leitet dieses Ensemble, in dem auch sein Sohn Johannes (links daneben) zusammen mit italienischen Musikerinnen und Musikern mitspielt. Foto: Kathrin Rosenberg

    Seit mehr als 150 Jahren schon ist Friedrich Rückert tot. Doch in Ebern klingen die vielen Veranstaltungen, die im vergangenen Jahr zum „Rückert-Jahr“ auf die Beine gestellt wurden, nun höchst qualitativ und sprichwörtlich nach. Vom 22. bis 24. September finden die „Musiktage Ebern 2017“ statt, die vom „Rückert-Ensemble“ bestritten und von Peter Rosenberg, dem ehemaligen Konzertmeister der Bamberger Symphoniker, geleitet werden. Die Konzerttage bilden den Auftakt eines neuen Musikangebotes, das in Zukunft fest im Veranstaltungskalender der Stadt verankert werden sollen.

    Der Musiker und Violinist Peter Rosenberg wurde im Jahr 1950 in Rumänien geboren. Aufgewachsen ist er in Klausenburg. Über Tel Aviv wanderte Rosenberg 1972 mit seiner Familie nach Deutschland aus. Musik studierte er in Detmold, Essen und Berlin. Von 1982 bis 2015 war er als erster Konzertmeister bei den Bamberger Symphonikern aktiv. Viele Projekte und Wünsche haben sich während seiner Tätigkeit als Orchestermusiker im Hinterkopf angesammelt, die er nun in die Tat umsetzen kann. Die „Musiktage“ in Ebern sind eines der ersten Projekte.

    Vom 22. bis 24. September wird das „Rückert-Ensemble“, das sich am Urlaubsort von Rosenberg in Südtirol formiert hat, auf der Bühne stehen. Dem Ensemble gehören hauptsächlich junge Musiker an, die in und rund um Bozen tätig sind.

    Friedrich Rückert, Dichter und Sprachwissenschaftler, ist für Peter Rosenberg ein „Universalgenie“. Rückert ist der meist vertonte deutsche Dichter, „qualitativ und quantitativ“ betont Peter Rosenberg. Die Gedichte seien an sich schon sehr musikalisch und unglaublich ergiebig für Komponisten. „Die Sprache ist fließend zur Musik“, empfindet Peter Rosenberg. Gustav Mahlers Vertonungen der Kindertotenlieder stehen in diesem Jahr, umringt von weiteren Meisterwerken aus der Kammermusik, auf dem Programm. „Rückert ist dann unser roter, weiterführender Faden“, meint Peter Rosenberg mit Blick auf die Zukunft der Musikreihe, die keine Eintagsfliege werden soll. Von der Pfarrgemeinde der Stadtpfarrkirche St. Laurentius, in deren „imposanter Kirche“ mit zentraler Lage die Konzerte stattfinden werden, gab es ein großes Entgegenkommen. „Auch die Infrastruktur passt in der Kirche“, sagt Peter Rosenberg. In jedem Konzert gibt es übrigens eine Pause, in der eine Verköstigung, je nach Wetterlage, rund um die Kirche oder im Ossarium geplant ist.

    Karten gibt es unter anderem in der Geschäftsstelle des Haßfurter Tagblatts, Brückenstraße 14 in Haßfurt (Tel. 09521/17 14) und in der Tourist Information Ebern, Tel. 09531/14 07.

    Musiktage Ebern 2017

    Der Beethoven-Abend

    Freitag, 22. September, Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19.30 Uhr: Auf dem Programm stehen das Streichquartett C-dur op. 29, ein laut Peter Rosenberg relativ selten gespieltes Werk, und das Septett Es-dur op. 20, das mit Bläsern zusammen zwar symphonisch gedacht ist, aber trotzdem noch als Kammermusik gilt. Beide Werke stammen aus der Feder von Ludwig van Beethoven.

    Der Rückert-Abend

    Samstag, 23. September, Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19.30 Uhr: Gustav Mahlers Kindertotenlieder, nach Gedichten von Friedrich Rückert in einer Bearbeitung für Bariton und Streichquartett, werden umrahmt von Anton Bruckners Adagio für Streichquartett und dem Streichquintett B-dur op. 87 von Felix Mendelssohn Bartholdy.

    Der Mozart-Nachmittag

    Sonntag, 24. September, Einlass 16.00 Uhr, Beginn 17.00 Uhr: Mit Wolfgang Amadeus Mozart schließt Peter Rosenberg zusammen mit dem „Rückert Ensemble“ den Auftakt der neuen Eberner Musikreihe: Das Streichquartett in g-moll K.V. 516 und das Klarinettenquartett A-dur K.V. 581 stehen an diesem Nachmittag auf dem Programm.

    Von unserer Mitarbeiterin Johanna Eckert

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