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    KREIS HAßBERGE

    Schon vor dem ersten Schultag begann der Ernst des Lebens

    13 Lehramtsanwärter traten am Montag ihre Arbeit an den Grund- und Mittelschulen im Landkreis Haßberge an. Das Bild zeigt (in der ersten Reihe von links): Miriam Abert, Silke Dittrich, Nathalie Weiser, Milena Neudek, Evelyn Schirmer, Lena Schmuck und Maria-Magdalena Seeber sowie (in der zweiten Reihe von links) Philipp Werb, Bastian Rößner, Julia Bayer, Sina Ritter, Judith Saftenberger, Nina Schneidawind und (in der hinteren Reihe von links) Personalratsvorsitzenden Matthias Weinberger, stellvertretender Landrat Michael Ziegler, Schulrätin Susanne Vodde, Seminarrektorin Nicole Maag, Schulamtsdirektorin Claudia Schmidt und Seminarrektorin Pia Rückert. Foto: Ulrike Langer

    Einen Tag, bevor die Schüler im Landkreis ihren ersten Schultag erlebten, wurden 13 Lehramtsanwärter von Schulamtsdirektorin Claudia Schmidt im Landratsamt Haßberge vereidigt. Unter ihnen befinden sich auch erstmals zwei Förderlehrerinnen. Sie alle werden für zwei Jahre an den Grund- und Mittelschulen eingesetzt.

    Claudia Schmidt, Schulrätin Susanne Vodde, die Seminarrektorinnen Pia Rückert und Nicole Maag, Personalratsvorsitzender Matthias Weinberger und stellvertretender Landrat Michael Ziegler hießen die Lehramtsanwärter willkommen. Schmidt gratulierte ihnen zum Bestehen der ersten Lehramtsprüfung und versprach, mit ihnen den zweiten wichtigen Schritt in den Vorbereitungsdienst als Anwärter zu gehen. „Wir haben Sie mit Spannung erwartet und freuen uns, Sie als unseren pädagogischen Nachwuchs der Öffentlichkeit vorstellen zu dürfen“, sagte sie.

    Kraft Urkunde und Amtseid würden sie zu Lehramtsanwärtern ernannt und in das Beamtenverhältnis auf Widerruf übernommen und dürften acht Wochenstunden in eigener Verantwortung halten.

    Ihr Beruf erfordere ein hohes Maß an Verantwortung. „Denn für die Kinder reifen Sie zu einer wichtigen Bezugsperson, ja sogar zum Vorbild heran, und den Eltern stehen Sie als wichtiger Ansprechpartner gegenüber. Der Staat, also unsere Gesellschaft, darf daher von Ihnen professionelles Unterrichten und Erziehen erwarten“, so die Schulamtsdirektorin. Sie alle würden schon zu Beginn ihrer Tätigkeit vielfältige Erfahrungen gewinnen: Kinder würden sie und ihre Grenzziehung austesten, verhaltensauffällige Schüler sie fordern, Eltern ihnen auch kritisch begegnen. Und doch hätten sie einen der schönsten Berufe gewählt. „Berufliche Zufriedenheit werden Sie aus vielen bereichernden Momenten und Begegnungen ziehen, in denen Sie verspüren, dass Kinder erfolgreich lernen, sich entwickeln und in der Schule wohlfühlen sowie den Weg hinaus ins Leben wagen“, so Claudia Schmidt. Ihnen werde auch bald die Notwendigkeit ständiger Veränderungsbereitschaft, Anpassungsfähigkeit an neue Entwicklungen und vor allem die Bedeutung von Fortbildung und kollegialem Gespräch deutlich bewusst werden.

    „Ich möchte Sie ermuntern, Ihre Ideen, die Sie aus Ihrer universitären Ausbildung mitbringen, in die Praxis einzuführen und auszuprobieren. Reißen Sie nur nicht alle Bäume aus, um mit Henry Kissinger zu sprechen, nur um zu sehen, ob Wurzeln daran sind. Es ist eben immer das rechte Maß, das es zu beachten gilt“, erklärte Claudia Schmidt.

    In den Seminaren würden sie ihren Vorbereitungsdienst mit dem Ziel einer theoretisch fundierten schulpraktischen Ausbildung leisten und durch die Seminarleiter gut begleitet werden. Ein guter Lehrer sollte einladen, Mut machen und inspirieren können. Dies sei allerdings nur möglich, wenn der Lehrer seine Schüler mag und wenn er von seinen Lehrinhalten, seinen Fächern begeistert ist. Als letztlich entscheidend für den Erfolg erachte sie eine Schulatmosphäre, in der Achtsamkeit, Verständnis und Unterstützung vorherrschen. „Der Weg muss weggehen vom Bewerten hin zur Wertschätzung. Junge Menschen sind von Natur aus aufgeschlossen. Wir Lehrer dürfen sie nur nicht wieder zuschließen“, so Claudia Schmidt.

    Schulamtsdirektorin Claudia Schmidt vereidigte: Julia Bayer (Grundschule Maroldsweisach), Milena Neudek (GS Ebern), Sina Ritter (GS Ebelsbach), Judith Saftenberger (GS Knetzgau), Evelyn Schirmer (GS Zeil-Sand), Nina Schneidawind (GS Theres), Maria-Magdalena Seeber (GS Königsberg), Nathalie Weiser (GS Zeil-Sand), Lena Schmuck (GS Ebern), Miriam Abert (Mittelschule Hofheim), Silke Dittrich (MS Zeil-Sand), Bastian Rößner (MS Haßfurt) und Philipp Werb (MS Maroldsweisach).

    Bearbeitet von Ulrike Langer

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