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    MAROLDSWEISACH

    Schulhaus-Sanierung könnte bis zu drei Millionen Euro kosten

    Wenn die Mittelschule Maroldsweisach energetisch saniert wird fallen, laut Planer, bis zu drei Millionen Euro Kosten an. Foto: Helmut Will

    Mit einer möglichen energetischen Sanierung der Schule befasste sich der Schulverbandsrat auf seiner Sitzung. Die Kosten würden sich nach bisheriger Schätzung des Planungsbüros Hahn aus Untertheres auf 2,5 bis drei Millionen Euro belaufen.

    „Wir haben hier ein Haus, welches schon einige Jahre auf dem Buckel hat“, sagte der Vorsitzende und Maroldsweisachs Bürgermeister Wolfram Thein. Dank Hausmeister Günther Krettek würden viele kleinere Schäden behoben. „Das ist allerdings kein Dauerzustand und ich meine, wir brauchen ein Sanierungskonzept, um überhaupt einmal überblicken zu können, was getan werden muss“, so Wolfram Thein.

    Benjamin Knottek vom Ingenieurbüro Hahn zeigte den möglichen „Sanierungsfahrplan“ für die Mittelschule Maroldsweisach auf. „Dazu gehören Erneuerung der Fenster, die Dachsanierung, Dämmung der Außenwände, Erneuerung der Lüftungsanlage in Turnhalle und den Umkleideräumen, Umstellung auf LED-Licht und die Erneuerung der Heizung mit Umstellung auf erneuerbare Energien“. Unter dem Strich nannte Knottek geschätzte Kosten in Höhe von 2,5 bis drei Millionen Euro. Die Ausführungen des Planers ergänzte Andre Grüner vom Bauamt der Marktgemeinde. „Wir bekommen 80 Prozent Zuschuss auf die Honorarkosten für die Vorstellung des Konzepts“, sagte Grüner.

    Im Detail ging Planer Knottek auf alles ein, was er an der Mittelschule als erneuerungsbedürftig oder verbesserungswürdig sieht. Schwachstellen sind bei Heizung, Dämmung, Lüftungsanlage, den großen Fenster- und Glasfronten und in der Turnhalle vorhanden. Das Heizungsnetz sei nicht effizient, es trete teilweise Wasser in das Gebäude ein, einiges an Beton sei sanierungsbedürftig, die Aula selbst werde nicht richtig warm und auch die Lüftung in der Turnhalle lasse zu wünschen übrig, weil die Luft nur „umgewälzt“ werde. Auch die Lüftungssituation in den Klassenzimmern müsse verbessert werden um den Kohlendioxid-Gehalt zu mindern.

    Das Obergeschoss darf derzeit aus Brandschutzgründen nicht genutzt werden und man sollte sich bei einer Sanierung überlegen, ob man das überhaupt brauche.

    Kämmerer Arno Welz erläuterte die Haushaltssatzung für das Jahr 2019. Nach seinen Worten beträgt der Gesamthaushalt 653 600 Euro. Zum Schulverband gehören die Gemeinden Maroldsweisach, Ermershausen und Pfarrweisach. Nach seinen Worten hat die Umlage im vergangenen Jahr 384 800 Euro betragen. Die Umlage pro Schüler beträgt 1617 Euro, 278 Schüler sind es derzeit insgesamt. „Das heißt, dass die Umlage pro Schüler um 262 Euro erhöht werden musste“, so Arno Welz. Nach seinen Worten sind die Schülerzahlen mit 365 im Jahr 2007 auf 284 im Jahr 2018 gefallen. „Der Schulverband ist schuldenfrei, eine Darlehensaufnahme ist für 2019 nicht vorgesehen“, schloss Welz.

    Angeschafft wird auf Antrag von Sebastian Hofmann, Leiter der Mittelschule, ein Wasserspeicher. Die Anschaffungskosten für den Wasserspender würde der Elternbeirat übernehmen. Damit war das Gremium einverstanden. Verbandsrätin Heidi Müller-Gärnter würde so einen Wasserspender auch gerne für die Grundschule haben. Dazu meinte Bürgermeister Ralf Nowak aus Pfarrweisach, dass man das überlegen könne, wenn sich der Wasserspender in der Mittelschule bewähre.

    Im Hinblick auf eine mögliche Sanierung der Mittelschule, sprach Thein an, ob nicht die Mittelschule und die Grundschule an das Nahwärmenetz Maroldsweisach anschließen sollten. Verbandsrat Günter Pfeiffer, Bürgermeister in Ermershausen, soll alles abklären. (hwi)

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