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    Königsberg

    Simone Engelmann scheidet aus

    Mit einer Laudatio, einem Frühlingsgruß, einem Gutschein für einen Rosenstock und einer Eintrittskarte für die Landesgartenschau Ingolstadt bedankte sich der neue Vorsitzende des OGV Königsberg bei seiner Amtsvorgängerin Simone Engelmann.
    Mit einer Laudatio, einem Frühlingsgruß, einem Gutschein für einen Rosenstock und einer Eintrittskarte für die Landesgartenschau Ingolstadt bedankte sich der neue Vorsitzende des OGV Königsberg bei seiner Amtsvorgängerin Simone Engelmann. Foto: Gerold Snater

    Ein Punkt der Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Königsberg waren die Neuwahlen des Vorstandes, aus der Martin Lang als neuer Vorsitzender hervorging. Ein weiterer Punkt war die Verabschiedung von Simone Engelmann, die nicht mehr für das Amt der Vorsitzenden kandidierte und auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausschied.

    Dass man in Königsberg im Sommer an vielen Stellen herrlichste Rosenbüsche bewundern kann, ist auch mit ihr Verdienst. Sie war es auch, die die alljährlich auf dem Schloßberg stattfindende Garten- und Rosenmesse ins Leben rief. Königsberg hat sich seit rund 20 Jahren zu einem bekannten Rosenstädtchen entwickelt. Bei ihrem Rücktritt vom Vorsitz des Obst-und Gartenbauvereins Königsberg bedankte sich Simone Engelmann bei allen rosenbegeisterten Bürgern und dem aktiven Vorstandsteam für die Unterstützung bei der Verwirklichung ihrer Rosenträume.

    Die gebürtige Königsbergerin wurde schon seit ihrer Kindheit vom Anblick schöner Gärten beeinflusst, denn Mutter Winnie Schmidt war Obst- und Gartenbauvorsitzende und passionierte Pflanzenliebhaberin. Nach dem Hauskauf kam das Thema Garten konkret ins Leben von Simone Engelmann. Die Einsicht, dass ohne Plan eine Gartenanlage eher selten gelingt, führte zum intensiven Pflanzenstudium und ein Gartenplan wurde gezeichnet.

    Ehemann Konrad kaufte die erste englische Rose für den Privatgarten. Der intensive Duft, das schöne Wachstum und die romantischen Farben der neuen Züchtungen konnten das vormalige Bild von dornigen, knallfarbigen, duftlosen Rosen ausradieren. 1998 beteiligte sich die Familie Engelmann am "Tag der offenen Gartentür", die der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege ausrichtete. Die Besucher lobten den Garten mit den vielen blühenden Rosen, fragten um Rat und seitdem ist Engelmann als Gartenberaterin tätig.

    Der Garten der Familie Engelmann.
    Der Garten der Familie Engelmann. Foto: Gerold Snater

    Da ihr aufgefallen war, dass auch einige Häuser in der Altstadt von Königsberg mit Rosenstöcken geschmückt sind und sich in den Innenhöfen kleine Gartenparadiese verbargen, kam ihr 1999 die Idee zum ersten "Tag der Rosen" mit einem Rahmenprogramm in Königsberg. Diese Veranstaltung organisierte sie für den Obst- und Gartenbauverein Königsberg und erreichte, dass an diesem Tag rund zehn Innenhöfe für die Öffentlichkeit geöffnet waren.

    Die Begeisterung der Besucher machte Mut zur Verwirklichung ihrer neuen Idee einer Rosen- und Gartenmesse auf dem Schloßberg. Im Jahr 2000 öffneten dann schon mehr als 20 Gärten mit malerischen Innenhöfen ihre Türen und an der Burg präsentierten sich erstmalig rund 40 Aussteller mit einem umfangreichen Rahmenprogramm.

    Es gab aber auch Kritik an der Veranstaltung, da diese nur mit Eintrittsgeldern zu finanzieren war. Nach drei harten Aufbaujahren mit viel Gegenwind wurde der unternehmerische Mut belohnt. Die Rosenmesse war in aller Munde, Besucher strömten aus einem weiten Umkreis herbei und verbrachten ein rosiges Wochenende in Königsberg.

    2007 wurde die Rosenmesse von Stefanie Kober übernommen und sie führt dies seitdem mit vielen Ideen und Engagement weiter.

    Viele unterschiedliche herrliche Rosenbüsche blühen im Sommer in der Rosenstadt Königsberg.
    Viele unterschiedliche herrliche Rosenbüsche blühen im Sommer in der Rosenstadt Königsberg. Foto: Gerold Snater

    Die Bürger von Königsberg unterstützen die Idee zur Rosenstadt aktiv. „Es macht mir solche Freude, wenn mich Leute auf der Straße ansprechen, dass sie schon wieder neue Rosen gepflanzt haben. Gestern erst hat mir ein Mann von 100 gepflanzten Rosenstöcken in seinem Garten geschwärmt“, erzählt Simone Engelmann. 

    Auf der Website „gartenparadiese-hassberge.com“ wird das Rosenstädtchen und der Privatgarten der Familie Engelmann beworben. Für das offizielle Prädikat "Rosenstadt" braucht es allerdings noch die Unterstützung des Bürgermeisters und der Stadträte. 

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