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    AIDHAUSEN

    Soziale Dorfentwicklung: Gemeinschaftssinn ist das Ziel

    Übergabe des Leader-Förderbescheides an die Gemeinde Aidhausen: Im Bild (von links): LAG Vorsitzender, Landrat Wilhelm Schneider, Christiane Fesel (Leiterin des Bürgerbüros), LAG-Geschäftsführerin am Landratsamt Karin Gadamer, Susanne Wolfrum-Horn vom LAG-Management, Bürgermeister Dieter Möhring und Konstanze Goldbach, Leader-Assistentin vom Bad Neustädter Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Foto: Ulrich Kind

    Seit Anfang Juli hat die Gemeinde Aidhausen mit der Einrichtung eines Bürgerbüros im Rathaus für das Projekt „Soziale Dorfentwicklung Aidhausen“ eine neue Koordinationsstelle. Christiane Fesel wird an zwei Tagen in der Woche jeweils für drei Stunden die Betreuung und die Koordination im Rahmen des Projektes übernehmen.

    Das Projekt der Gemeinde Aidhausen zur Dorfentwicklung mit dem Anlaufpunkt Bürgerbüro war in den Arbeitskreisen zur Dorferneuerung auch in den Ortsteilen ein Wunsch der Bevölkerung, so Bürgermeister Dieter Möhring.

    Am Montag übergab Konstanze Goldbach, „Leader“-Assistentin vom Bad Neustädter Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten an Bürgermeister Möhring den Bescheid über eine Förderung für die nächsten drei Jahre in Höhe von 59 355 Euro.

    Zwischenbericht im Gemeinderat

    In der Sitzung des Gemeinderates hatte Christine Fesel ihren Zwischenbericht zu den Aufgaben abgegeben. Dabei sollen für den Aufbau eines Netzwerkes im Rahmen der sozialen Dorfentwicklung die Interessen bestehender Gruppen und Arbeitskreise zusammengeführt werden. Die Punkte Bürgeraktivierung, Senioren, Kinder und Jugend sowie die Vernetzung und die Öffentlichkeitsarbeit sind besonders wichtig. Das Bürgerbüro könnte auch der Ansprechpartner für die Anträge des bayrischen Pflegegeldes sein, ergänzte Bürgermeister Möhring.

    Demografischer Wandel

    Wie Landrat Wilhelm Schneider als Vorsitzender der LAG Haßberge in seinen Grußworten anmerkte, übernehme das Projekt „Soziale Dorfentwicklung“ in Aidhausen durch seinen Pilotcharakter eine Vorbildfunktion für die gesamte Region und darüber hinaus, sagte Schneider. „Gerade im Zeichen des demografischen Wandels in den Kommunen sei es umso wichtiger, die Bürger vor Ort zu vernetzen und zu unterstützen.“ Es sei wichtig, sich nicht auf ein Einzelprojekt zu konzentrieren, sondern die Vielzahl sozialer Aktivitäten ortsübergreifend zu vernetzen. Dazu laufen alle Fäden im Bürgerbüro zusammen. „Auf der Basis vorhandener Strukturen werden dabei neue Wege und Netzwerke entwickelt und aufgebaut. Deren nachhaltige Wirkung soll die Bürger motivieren die soziale Dorfentwicklung später eigenverantwortlich weiter zu tragen.“

    Generationsübergreifend

    Für Schneider könnten so generationsübergreifend unter anderem ehrenamtliche Helfer, Vereine, Kindergärten, Schulen und Senioreneinrichtungen, Hilfsorganisationen und Pflegedienste mit eingebunden werden. Ziel sei, einen Gemeinschaftssinn durch regelmäßigen Austausch und Treffen zu schaffen, um soziale Kontakte zu entwickeln, die über das Dorf hinaus gehen. Bei der Vielfalt der Aufgaben sei dies mit ehrenamtlichen Engagement alleine nur schwer möglich, so der Landrat.

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