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    Augsfeld

    Sportler hoffen auf Förderung

    Jahreshauptversammlungen seien in der Regel monotone Rituale. Im 130. Jahr TV Augsfeld entschloss sich der Vorstand neue Wege auszuprobieren. Man legte die Versammlung auf Sonntag, 10 Uhr, und verband sie mit einem Glas Sekt, um auf Verein, Jubiläum und das Neue Jahr anzustoßen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

    Die Berichte des Vorstands waren überwiegend erfreulich. Die wenigen Veranstaltungen wie Kinderfasching, gemeinsamer Rosenmontagsball, Johannisfeuer und Theateraufführung mit der Stettfelder Bühne, leisteten ihren Beitrag zur Gesamtsituation des TV, der seine Schulden auf einen Schlag verringern konnte, wodurch jahrelange Zahlungen wegfallen würden und eine deutliche Zinsersparnis zu Buche schlage.

    Der Sportbetrieb mit Rehasport, Kursangeboten, Regelstunden für alle Altersklassen werde gerne angenommen. Der Sportvorsitzenden Sandra Hofmann machte nur die Beteiligung der Männer an der angebotenen Gymnastik Sorgen, weil offensichtlich Männer nur schwer dazu zu bewegen seien, sich sportlich zu betätigen.

    Kostenintensive  Weiterbildung

    Dass der TV Augsfeld mit seinem Reha-Sportangebot zwischen Würzburg und Bamberg fast eine Alleinstellung habe und Zuspruch erhalte, wurde begeistert notiert. Auch, dass sich die zuständigen Übungsleiter permanent auf dieser Schiene kostenintensiv weiterbildeten, um immer die neuesten Herausforderungen zu meistern.

    Von Kommune und Landkreis sei dieses recht einmalige medizinisch begründete Therapieangebot vor allem für Kinder, leider ( noch ) nicht registriert und gewürdigt worden, zumal die vom Verein dafür aufgebrachten Mittel deutlich höher liegen als beim Normalsport.

    Neue Angebote an die Jugend und die reifere Jugend seien geplant, erste Schnupperstunden zu neuen Sportarten bereits erfolgreich angelaufen. Geprüft werde, ob der erfolgreiche Lauf10 in Verbindung mit dem BR und BLSV dieses Jahr wieder organisiert werden könne.

    Bau- und Sanierungsarbeiten

    Was dem Verein Sorgen mache, seien die anstehenden Umstellungs-, Bau- und Sanierungsarbeiten. Der größten Brocken werde dabei für die dringende Dachsanierung angesetzt. Der Geräteraum müsse dringend vergrößert werden, weil durch den Sport mit Kindern viele neue Geräte notwendig seien.

    Eine Überdachung des alten Eingangsbereichs sei geplant. Die Umstellung der gesamten Beleuchtung auf LED sei wegen des Nichterreichens der Förderuntergrenzen nicht förderbar, so dass der Verein die möglichen 40 Prozent Unterstützung nicht erhalte. Der TV wartet auf die Unterstützung durch den Kreisverband des BLSV, der sich beim Sportgespräch in Ebelsbach um Ansprache mehrerer Vereine kümmern will, da Vereine die Förderuntergrenze auch gemeinsam überschreiten könnten.

    Hohe finanzielle Eigenleistung

    Man hatte 2019 auf die Ankündigung gewartet, dass der Freistaat die Mittel der Sportförderung prozentual deutlich erhöhen werde. Statt der im Raum stehenden Höchstförderung von 55 Prozent gebe es Haßfurt aber nur 25 Prozent, was selbst bei derzeit großzügigen Bezuschussung in der Stadt, dem Verein mindestens 60 Prozent finanzieller Eigenleistung abverlange, was vom TV alleine nicht zu stemmen sei.

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    Bearbeitet von Stefan Pompetzki

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