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    HAßFURT

    Standpunkt: Unterschätzt nicht die Jugend!

    Ob es richtig ist, dass Schüler während der Unterrichtszeit auf die Straße gehen, wurde in den vergangenen Wochen heiß diskutiert – ebenso die Frage, ob die Schulen im Fall der Klima-Demonstranten auf Strafen für Schulschwänzer verzichten sollten. Beide Seiten haben mehr oder weniger sinnvolle Argumente vorgebracht. Von einem Gedanken sollten wir uns aber verabschieden: Dass ein Großteil der Demo-Teilnehmer nur die Schule schwänzen will und sich überhaupt nicht für den Klimaschutz interessiert – oder dass die jungen Menschen die komplexen Zusammenhänge gar nicht verstehen.

    Reporter der verschiedensten Medien haben über die Demos berichtet, e benso wie jetzt über den Aktionstag der unterfränkischen Realschulen . Wir haben mit Demonstranten gesprochen, mit Schülersprechern, mit Aktivisten; und immer wieder zeigt sich, dass die Jugendlichen gut informiert sind, clever und sachlich argumentieren und damit weit entfernt sind von dem Bild, das manche Kritiker gerne von ihnen zeichnen.

    Seien es die Schüler, die selbst bei Regen jeden Freitag auf dem Haßfurter Marktplatz stehen, sei es Josefine Feiler, die die Würzburger Demos organisiert oder seien es die drei Schülersprecher der Haßfurter Realschule: Sie alle haben Ahnung von den Dingen, für die sie stehen. Sie haben sich eingearbeitet und treten vernünftiger auf als so mancher Erwachsener. Kurzum: Es wäre ein schwerer Fehler, die Jugendlichen zu unterschätzen und ihre Proteste abzutun. Diese jungen Menschen sind schon viel weiter, als viele von uns denken.

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