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    STETTFELD

    Stettfeld Haushalt 2019: Es wird ein durstiges Jahr werden

    Da das Straßenbauamt die sanierte Hauptstraße vermessen wird, beschloss der Stettfelder Gemeinderat in diesem Zug, eine Vermessung der Gehwege und der Grundstücksgrenzen vom Ortsteingang bis zum Saumarkt mit durchzuführen. Foto: Christian Ziegler

    Der Haushalt und die Erhöhung des Kassenkreditrahmens standen im Mittelpunkt der Beratungen des Stettfelder Gemeinderats in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause. Der Verwaltungshaushalt fällt mit einem Volumen von 2 203 289 Euro erneut hoch aus, liegt aber 56 722 Euro unter dem des Vorjahres. Der Vermögenshaushalt wurde auf 1 304 609 Euro festgesetzt. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde lag zum Ende des Haushaltsjahres 2018 bei 1042 Euro, 179 Euro weniger als im Vorjahr, was einer Gesamtschuldenlast von 1 220 182 Euro entspricht.

    Weniger erfreulich für die Gemeinde ist die um über 25 Prozent, massiv gestiegene Kreisumlage, die mit 527 000 Euro zu Buche schlagen wird. Auch die VG-Umlage wird um über 17 Prozent auf 165 000 Euro steigen. Die Schlüsselzuweisung wird für das aktuelle Haushaltsjahr sinken und wird nur noch mit 403 000 Euro geplant. Der Grund hierfür liegt im sehr hohen Gewerbesteuersoll des Jahres 2017, das sich nun auf die Umlagekraft 2019 auswirkt.

    Die Mindestzuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt in Höhe der Tilgung (derzeit 144 500 Euro) wird in diesem Jahr nicht erreicht. „Es wird ein durstiges Jahr werden“, war sich Bürgermeister Alfons Hartlieb sicher.

    Größter Punkt der Ausgaben wird auch in diesem Jahr die Kanal- und Wassersanierung sein. Die Gesamtkosten für Wasserleitung, Kanal- und Straßenbau belaufen sich auf 5,4 Millionen Euro. Auf das Haushaltsjahr 2019 entfallen davon 1 414 631,62 Euro. Dem stehen Einnahmen in Höhe von 1 005 000 Euro gegenüber. Der Rat beschloss die Haushaltssatzung sowie den Finanz-, Investitions- und Stellenplan jeweils einstimmig.

    Wie mehrfach berichtet, wird es für die derzeit durchgeführten Baumaßnahmen hohe Förderungen durch den Freistaat geben. Allerdings gibt es hier eine zeitliche Differenz zwischen den notwendigen Auszahlungen und dem Eingang der Zuschüsse. Um diese Zeit zu überbrücken, muss die Gemeinde ihren Kassenkreditrahmen erhöhen. In der Haushaltssatzung 2018 wurde er auf 150 000 Euro festgelegt, im Licht der aktuellen Entwicklungen ist eine Erhöhung auf 350 000 Euro nötig. Die Rechnungsprüfungsstelle des Landratsamts hatte dem Antrag aufgrund der besonderen Umstände und da die Erhöhung im gesetzlichen Rahmen liegt stattgegeben. Der Beschluss des Gemeinderats über die Erhöhung fiel einstimmig.

    Bauantrag für einen Funkmast

    Die Deutsche Funkturm GmbH hatte einen Antrag auf Errichtung eines knapp 40 Meter hohen Sendemasts im Bereich „Frohnwiese“, etwa auf Höhe der Unterführung der Bahnlinie am Radweg Richtung Ebelsbach, gestellt. Eine ähnliche Maßnahme war bereits vor zehn Jahren genehmigt worden, dann aber eingeschlafen. Damals war gefordert worden, den Sendemast mindestens 400 Meter von der Wohnbebauung entfernt aufzustellen, dieser Abstand wird auch mit dem neuen Plan eingehalten. Der Antrag wurde mit 11 zu 1 Stimme genehmigt.

    Das Straßenbauamt lässt im Zug der Sanierung der Hauptstraße eine Vermessung der Fahrbahnkanten durchführen. Da für die meisten Grundstücke in der Gemeinde keine genauen Grenzverläufe vorliegen, könnte dies nun zumindest für die Hauptstraße, von der Ortseinfahrt bis zum Saumarkt, mit erledigt werden. Für die vollständige Vermessung von Gehwegen und Grundstücksgrenzen würden Kosten von 7333 Euro auf die Gemeinde zukommen. Den Rest der Kosten,14 766 Euro, würde das Straßenbauamt tragen. Da bei einer späteren Vermessung die Gemeinde die Kosten komplett tragen müsste, waren sich die Räte einig, die Vermessung in Auftrag zu geben.

    Da die Lebenshilfe nun die Räumlichkeiten im Gemeindehaus bezieht, findet die Bürgermeistersprechstunde am Donnerstag ab sofort im Rathaus statt.

    _ Foto: Grafik

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