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    HAßFURT

    Streiflicht: Warum müssen unschuldige Tiere sterben?

    Veränderung braucht Mut
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    In den letzten Wochen und Monaten kam es vermehrt vor, dass Menschen aus dem Landkreis Haßberge und aus umliegenden Regionen Warnungen ins Internet stellten: Warnungen vor vergifteten Hundeködern, die in einer bestimmten Gegend ausgelegt seien. „Hundebesitzer, passt auf! Meiner hat was davon gefressen und ist krank geworden.“

    Wenn man so etwas liest, kann man sich eigentlich nur fragen, was in den Köpfen mancher Menschen vorgeht. Sicher, das Verhalten mancher Hundebesitzer ist auch nicht immer vorbildlich. Wenn ein großer, schlecht erzogener Hund bellend auf einen Menschen zurennt, beruhigt es nur wenig, wenn Herrchen oder Frauchen aus 20 Metern Entfernung ruft: „Der tut nix, der will nur spielen!“ Auch dass so mancher Hundehalter die Häufchen, die sein Fiffi hinterlässt, einfach auf öffentlichen Wegen liegen lässt, ist an Rücksichtslosigkeit kaum zu überbieten. Trotzdem sind solche Negativbeispiele eher die Ausnahme als die Regel und die meisten Tierfreunde sind doch recht bemüht, richtig mit ihren kleinen oder auch nicht so kleinen Lieblingen umzugehen.

    Und selbst wenn sich jemand zu Recht über das Verhalten mancher Hunde und Hundehalter ärgert, kann Selbstjustiz in keinem Fall die richtige Antwort sein – schon gar nicht, wenn am Ende ein Lebewesen sterben kann. Zumal sich die Aktionen ja wahllos gegen alle Tiere richten und nicht einmal gezielt gegen einen „Übeltäter“. Für Tierhalter ist ein Haustier mehr als nur eine „Sache“, sein Tod oft ein herber Verlust. Nicht zu vergessen ist auch die Gefahr, die durch solche Aktionen für spielende Kinder ausgehen kann. Aber so weit scheinen wohl die Gedanken mancher Menschen nicht zu reichen.

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