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    KREIS HAßBERGE

    Thomas Habermann zieht direkt in den Bezirkstag ein

    Bei den vorläufigen Ergebnissen der Bezirkswahlen haben die Stimmkreise Bad Kissingen und Haßberge/Rhön-Grabfeld ihr schwarzes Gesicht behalten. Die CSU verzeichnet hier klare Mehrheiten.

    Im Stimmkreis Haßberge/Rhön-Grabfeld entfallen auf die CSU bei den Erststimmen 39,29 Prozent, die SPD liegt mit 13,77 Prozent über dem Landtagsergebnis, die Grünen sind mit 13,15 Prozent weit darunter. Die Freien Wähler entsprechen mit 11,50 Prozent ungefähr dem Ergebnis der Landtagswahl, ebenso die AfD, die 9,97 Prozent erreicht hat.

    Bei den Zweitstimmen erreicht die CSU sogar 44,73 Prozent, die Freien Wähler sind mit 11,98 Prozent zweitstärkste Kraft im Stimmkreis, gefolgt von den Grünen mit 11,97 Prozent, der AfD mit 10,03 Prozent und der SPD mit 7,98 Prozent. Landrat Thomas Habermann hat mit fast 40 Prozent (39,29) mit Abstand die meisten Stimmen geholt, Bernhard Ruß (SPD) folgt mit 13,77 Prozent, Klara May (Grüne) mit 13,15 Prozent und Birgit Bayer (Freie Wähler) mit 11,50 Prozent.

    Die anderen Kandidaten konnten nur einstellige Anteile gewinnen, hier führt Alfred Schmitt (AfD) mit 9,97 Prozent. Die FDP reiht sich in die „sonstigen Parteien“ ein, sie konnte in den Stimmbezirken zwischen 1,2 und höchstens 5,69 Prozent erreichen. Wie die insgesamt 19 Sitze im Bezirkstag verteilt werden, muss abgewartet werden, die Sitzverteilung lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

    Im Stimmkreis Bad Kissingen zeigen die vorläufigen Ergebnisse bei der Bezirkswahl, dass die CSU dort nach wie vor eine ihrer „schwarzen“ Regionen hat. Bei den Erststimmen erhielt die Partei 43,95 Prozent, fast gleichauf dahinter liegen mit jeweils etwas über zehn Prozent Grüne, AfD, Freie Wähler und SPD. Bei den Zweitstimmen zeichnen sich größere Unterschiede ab. Mit 48,9 Prozent liegt die CSU weit an der Spitze, zweitstärkste Kraft sind die Grünen mit 11,5 Prozent, gefolgt von der AfD mit 10,19 Prozent, den Freien Wählern mit 9,81 Prozent und der SPD mit unterdurchschnittlichen 7,14 Prozent. Karin Renner (CSU) liegt mit 43,95 Prozent weit an der Spitze und wird damit ihr Bezirksmandat behalten. Die anderen Kandidaten Irina Hönig (Grüne), Patrick Geßner (AfD), Dominik Sitter (Freie Wähler) und Tobias Schneider schafften jeweils rund zehn Prozent.

    „Die CSU muss grüner werden und eine bessere Frauenpolitik betreiben“
    Thomas Habermann, Bezirksrat

    Landrat Thomas Habermann hat mit diesen Ergebnissen bei Landtags- und Bezirkswahlen gerechnet, wie er in einem Gespräch bestätigte. In der letzten Woche vor den Wahlen habe sich ein Aufwärtstrend gezeigt, deshalb waren die Ergebnisse für die CSU doch nicht so schlecht wie die Prognosen voraussagten. Von den Verlusten der CSU hätten vor allem die Grünen profitiert, so Habermann. „Ich sage schon seit zwei Jahren, die CSU muss grüner werden und eine bessere Frauenpolitik betreiben.“ In den Stimmkreisen Bad Kissingen und Haßberge/Rhön-Grabfeld habe die CSU ein überragendes Ergebnis eingefahren. Das führt Habermann auf die Kandidaten vor Ort zurück, die gut aufgestellt sind. Dem Landrat ist aufgefallen, dass bei den Wahlen diesmal wenig gesplittet wurde. Wer die Erststimme einer Partei gegeben hat, tat dies auch bei der Zweitstimme, es sei denn, bestimmte Leute vor Ort sollten unterstützt werden wie Bernhard Ruß (SPD), Klara May (Grüne) und Birgit Bayer (Freie Wähler). Er ist mit den Ergebnissen sehr zufrieden und freut sich über die Direktmandate, die an die CSU gingen. Es bleibe spannend, so der Landrat, denn die Endergebnisse werden zeigen, wer von den Listenkandidaten einen Sitz erhält. Für ihn persönlich ist das bei diesem eindeutigen Ergebnis keine Frage. Sein Dank gilt allen Wählern, die sich in beiden Stimmkreisen für die Kontinuität entschieden haben.

    Die konstituierende Sitzung des Bezirkstags findet in Würzburg am 6. November statt. Die Wahlbeteiligung im Stimmkreis Haßberge/Rhön-Grabfeld lag bei der Bezirkswahl bei 72,86 Prozent. Von 116 059 Stimmberechtigten gingen 84 561 zur Wahl. Es wurden 820 ungültige Erststimmen und 1718 ungültige Zweitstimmen abgegeben.

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