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    AIDHAUSEN

    Trauer um Manfred Mees: Besonnen und immer hilfsbereit

    Manfred Mees. Foto: Klopf

    Sich für die Gemeinschaft einzusetzen, für Menschen da zu sein, das war für Manfred Mees nicht nur eine Selbstverständlichkeit, es war für ihn Herzensangelegenheit. „Er war einfach immer da, wenn man ihn gebraucht hat. Seine ruhige und besonnene Art wird mir immer in Erinnerung bleiben“ – wie Dekan Jürgen Blechschmidt werden viele Menschen im Haßbergkreis gedacht haben, als sie vom Tod von Manfred Mees aus Aidhausen erfuhren. Am Donnerstag ist Mees im Alter von 83 Jahren gestorben.

    Gottvertrauen

    Rasten, sich einfach zurücklehnen, das war nicht das, womit er sein Leben ausfüllen wollte. Bis weit jenseits des 80. Geburtstags erlebten ihn viele als Helfer und auch als Organisator. Wie in den Jahrzehnten zuvor. Woher er stets die Kraft nahm, in so vielen Bereichen aktiv zu sein? Das verdeutlich vielleicht am ehesten der Bibel-Vers, den seine Angehörigen in der Traueranzeige ihm gewidmet haben, der auch sein Konfirmationsspruch war: „Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus“. Gottvertrauen, bestimmte sein Wirken, diesen Eindruck gewannen viele, die ihn kannten.

    Außenhandelskaufmann

    In Frankfurt am Main wurde Manfred Mees am Karfreitag 1935 geboren. Sein Vater, Schneidermeister Heinrich Mees, stammte aus Aidhausen und betrieb in der Mainmetropole ein großes Modegeschäft. Seine Mutter Ina stammte aus Frankfurt. Nachdem das Geschäft 1943 ausgebombt worden war, zog die Familie nach Aidhausen. Nach dem Krieg ging es zurück nach Frankfurt. Mees besuchte die Realschule und lernte Speditionskaufmann. Neben der Arbeit bildete er sich fort, erwarb an der Akademie für Welthandel das Diplom zum Außenhandelskaufmann.

    1957 weilte er zur Beerdigung seiner Großmutter Susanne Mees in Aidhausen und traf dort Ingrid, die Schwester seines Schulfreundes Herbert Kaiser. Am 10. April 1960 gaben sich Ingrid Kaiser und Manfred Mees das Ja-Wort. Das Paar zog nach Frankfurt. 1961 kam Tochter Birgit zur Welt, 1964 Sohn Jürgen, der vor wenigen Jahren im Alter von 51 Jahren verstarb. 1966 zog die Familie nach Aidhausen. 1969 wurde Tochter Christiane geboren.

    Verantwortungsbewusstsein

    Bis zu seiner Pensionierung 1993 war Mees bei FAG in Schweinfurt als Leiter der Abteilung Verkehrswesen und Fakturierung tätig. In seiner Tätigkeit führten ihn Reisen durch Europa, in die USA und nach Indien.

    Menschlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und großes Interesse an Menschen – das seien Triebfedern seines Lebens, sagte Mees einmal im Gespräch mit der Redaktion. Und diese Triebfedern führten zu einer außergewöhnlich langen Liste an Tätigkeiten – in unterschiedlichsten Bereichen: Beim TSV Aidhausen war Trainer und Vorstandsmitglied, drei Jahrzehnte war er Mitglied des Gemeinderats, davon sechs Jahre als dritter und zwölf Jahre als zweiter Bürgermeister. Ebenfalls 30 Jahre war er im Kirchenvorstand, 20 Jahre im Dekanatsausschuss, acht Jahre Präsident der Dekanatssynode, ab 1976 Synodale, elf Jahre Vorsitzender des Gesangvereins Sängerlust, Mitbegründer des Diakonischen Werkes Haßberge und langjähriges Vorstands- und Ausschussmitglied, Hilfsschöffe und Ausbilder bei der Industrie- und Handelskammer.

    Als Kirchenlektor hielt er ab 1996 Gottesdienste in vielen Gemeinden des Landkreises. Mees initiierte vor 30 Jahren das Adventssingen und engagierte sich dafür auch noch im vergangenen Jahr. Er wurde mit der kommunalen Verdienstmedaille Bayerns und dem Kronenkreuz in Gold der Diakonie ausgezeichnet.

    Manfred Mees hinterlässt seine Frau Ingrid und seine Töchter mit ihren Familien.

    Beisetzung in Aidhausen

    Die Beisetzung von Manfred Mees ist am Montag, 20. August, um 14 Uhr auf dem Friedhof in Aidhausen.

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