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    EBELSBACH

    Unbequeme Kunst moderner Frauen

    Monika Huther, die dieses Bild gemalt hat, gehört zu den ausstellenden Künstlerinnen beim „Tag der offenen Tür“ der Kult... Foto: Repro: Günther Geiling

    Ein großes Event steht der Kulturgemeinde Ebelsbach-Eltmann und der Kunstschule „Ars Vivendi“ in Ebelsbach ins Haus. Unter dem Motto „Kunst, Kultur & Musik“ gibt es in der Stettfelder Straße am Sonntag, 9. September, ab 15 Uhr einen „Tag der offenen Tür“ mit Arbeiten zahlreicher Kursteilnehmer, die unter dem Thema „Unbequem“ aus ihren Arbeiten zeigen. Dazu gibt es auch Live-Musik und Songs mit dem Trio „Dreyklang“ und der WomenArtistGroup „die Unbequemen“.

    Kern der Ausstellung sind Formen der Reflexion zur Bewegung in der Unbequemen-Kunst. Seit den Anfängen der Kunst ist es das Hauptanliegen der Menschheit, sich selbst zu begegnen. Das Spektrum erstreckt sich von Porträts bis hin zu Fixierungen und menschlicher Aktivität im Raum. Die Qualität der Bilder, die Kombination der Themen und das Konzept der Präsentation werden die Begegnungen mit den unbequemen Werken zu einem vielschichtigen Seherlebnis machen.

    Neu erfahren und entfalten

    „Bewegung – bequem oder unbequem – bedeutet für mich Energie. Für mich ist sie immer wieder eine Herausforderung, ein Ausprobieren, Lernen, Loslassen, um mich in meinen Werken immer wieder neu zu erfahren und zu entfalten“, betont Gabriele Schöpplein, Künstlerin und Organisatorin der Ausstellung. „Die Bewegung in Kunst und Kultur ermöglicht Menschen, sich zu verändern und Grenzen zu überschreiten. Menschen lieben Kunst. Die Kunst jedes einzelnen soll ohne Differenzierung wertgeschätzt werden, denn die Künstler haben alle die Freude an der Kreativität gemeinsam und drücken diese mithilfe verschiedenster künstlerischer Techniken aus.“

    Kunst lebe von Individualität, sei gleichermaßen verbindend und schaffe ein Gemeinschaftsgefühl. Bewegung finde in jedem Fall auch bei den Betrachtenden statt im Denken, im Sehen und im Empfinden. Ohne das Publikum seien die genannten Werke nicht vollständig. Erst das Tun mache das Kunstwerk zu dem, was es sein solle.

    „Professionelle Herangehensweise und absolutes Organisationstalent werden heute von einer Frau verlangt, die in unserer Gesellschaft bestehen will. Dabei scheinen viele Entscheidungen unbequem, die für den anderen aber durchaus bequem sein dürfen“, meint Gabriele Schöpplein zu dieser Ausstellung. Die Teilnehmer verstünden sich dabei als die „unbequeme Künstlergruppe“, da sie eben nicht nur schöne, oberflächlich schöne plakative Kunst schaffen, die man in jedem „Möbelgeschäft“ kaufen könne. Die Künstlerinnen sähen sich als moderne Frauen, die ihre Gefühlswelten durch ihre Kunst ausdrücken. Sie scheuten sich nicht, auch an ihre Abgründe zu stoßen und diese über ihre Bilder zu vermitteln. Die Auseinandersetzung mit der seelischen Befindlichkeit, die ihren Bildern zum Ausdruck kommt, sei bewusst gewollt, wobei der Betrachter durchaus auf den Begriff „unbequem“ stoßen kann oder auch soll.

    Kunstwerke und Musik

    In der Ausstellung seien Arbeiten der „Unbequemen“ Susanne Söder, Gabriele Schöpplein und Lydia Vorndran zu sehen, aber auch von Erika Gockler, Steffi Egglseder, Angelika Hertl, Monika Huther, Monika Kulla, Barbara Schott und von Maxima Schmeikal aus der Jugendkunstschule. Ebenso präsentieren die Bildhauer Florian Thully und Rudolf Schneidmadel Werke. Die Ausstellungsstücke der Künstlerinnen und Künstler kommen aus den Bereichen Fotografie, Malerei, Aquarelle, Zeichnungen mit Acryl- und Mischtechniken, Radierungen, Monotypien sowie der Material- und Objektkunst.

    Aber auch die Musik kommt nicht zu kurz. Das Trio „Dreyklang“ überrascht mit einer Reise durch die Musikgeschichte. Ihr Programm besteht aus Welthits, Balladen und Classic-Rocksongs. Dabei kommt auch die Vorliebe zur Improvisation zum Tragen, das Publikum wird auch spontan in so manchen Song mit einbezogen. Durch den dreistimmigen Satzgesang, die Begleitung durch Gitarre, Piano oder verschiedene Percussion-Instrumente werden die Songs in einem ganz neuen Klanggewand dargeboten. Auch die WomenArtistGroup „die Unbequemen“ tritt auf.

    Neues Vorstandsteam

    Die Kulturgemeinde Ebelsbach-Eltmann wird übrigens mit neuem Schwung an die Planungen von Veranstaltungen herangehen und hat dazu auch nach mehreren Anläufen den Vorstand umorganisiert. Vorsitzende ist weiterhin Gabriele Schöpplein, neue Stellvertreterin ist Elisabeth Wagenhäuser. Als Schriftführerin ist Hedwig Dojan aktiv, als Kassier Dr. Matthias Beck. Am „Tag des offenen Ateliers“ im Landkreis Haßberge am Sonntag, 30. September, wird die Ausstellung übrigens noch einmal von 14 bis 18 Uhr zu sehen sein.

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