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    OBERTHERES

    Warum Chormusik in Obertheres ein großes Publikum begeistert

    Zum zweiten Mal lud Gesangverein Frohsinn 1889 Obertheres am Sonntag am Schafhof zu seiner Veranstaltung „Kunst trifft Musik“ ein. Das Fest, das das Kunsthandwerk, Chorgesang und Musik vereinte, war ein voller Erfolg. Auch die „Bäsaraisser“ aus Königsberg spielten dort auf. Foto: Ulrike Langer

    Zu einem großen Erfolg wurde Veranstaltung „Kunst trifft Musik“, die der Gesangverein Frohsinn 1889 Obertheres am Sonntag am Schafhof zum zweiten Mal ausrichtete. Hunderte von Besuchern nutzten bei schönem Wetter die Gelegenheit, den Kunsthandwerkermarkt in und vor der Festscheune zu besuchen, den verschiedenen Musikgruppen zuzuhören, kulinarische Köstlichkeiten zu genießen und dem Chorgesang im Frankensaal des Landgasthofs Schafhof zu lauschen.

    „Unsere Intention war, zwei Angebote zu vereinen: den Kunsthandwerkermarkt und den Auftritt verschiedener Chöre. Denn reine Liederabende ziehen immer weniger Zuhörer an“, teilte die Vorsitzende des Vereins, Christine Hahn, im Vorfeld mit. „Wir hoffen daher, dass Besucher des Marktes, die vielleicht nie zu einem Chorkonzert gehen würden, neugierig werden und sich doch den einen oder anderen Chorgesang anhören. Und feststellen, dass Chormusik gar nicht mehr altbacken sein muss.“

    Humorvoll und mitreißend

    Dieses Konzept ging auf: Bei den schwungvollen, teils humorvollen und mitreißenden Vorträgen der Chöre waren die Sitzplätze im Frankensaal stets sehr gut besetzt. Und manchmal standen die Zuhörer zudem am Rande, um sich keinen Ton entgehen zu lassen. Den Auftakt machte der Chor „Therissimo“ des 130-jährigen Gesangvereins Obertheres unter der Leitung von Bernhard Oberländer, der von Klaus Feldner am Klavier begleitet wurde. Die Sängerinnen und Sänger boten eine große Bandbreite, vom Ragtime „Entertainer“ über den Schlager „Ich war noch niemals in New York“ bis hin zu dem Lied „Hakuna Matata“ aus dem Musical „König der Löwen“ und dem Earth Song von Michael Jackson. Mit einem Augenzwinkern präsentierten sie auch das Lied „Der perfekte Chor“ und einige Frauen stimmten das bekannte humoristische Lied „In jeder Frau steckt ein Stück Hefe“ an. Den schwungvollen, harmonisch reinen und differenziert gestalteten Vortrag belohnten die Zuhörer mit begeistertem Beifall.

    Vollmundiger Klang

    Aber auch der altersmäßig gut gemischte Chor des Männergesangvereins 1865 Concordia Altershausen/ Sechsthal mit seinem Dirigenten Roland Kraft, der durch einen vollmundigen Klang überzeugte, erhielt für sein klassisches Liedgut sehr viel Applaus. Dass der Name des 1862 ins Leben gerufenen Chors „Feinklang“ aus Forst am Grub (Lkrs. Coburg) Programm ist, davon konnte sich das Auditorium anschließend überzeugen. Unter der Leitung von Markus Häßler zeigten die Sängerinnen und Sänger, dass sie nicht nur Spaß am gemeinsamen Singen haben, sondern auch über einen feinen, ausgewogenen und sehr homogenen Klang verfügen. Ganz anderes Liedgut boten die „Free Gospel Singers“ aus Zeil mit ihrem Leiter Detlef Winkelmann. Gefühlvoll und mit viel Leidenschaft trug der 2009 gegründete Chor Gospels vor, darunter „Nobody knows“, „Good news“ oder „Heaven is a wonderful place“. Zum Abschluss gab der Projektchor des Gesangvereins Eintracht 1900 Wonfurt mit seiner Dirigentin Waltraud Hellwig und Sonja Lechner am Klavier seine akustische Visitenkarte ab und wurde mit viel Beifall verabschiedet.

    Während die Chöre in Landgasthof Schafhof ihre Lieder präsentierten, gab es draußen Kunsthandwerk zu kaufen. Foto: Ulrike Langer

    Den ganzen Tag über konnten die Gäste an den 24 Marktständen Schmuck, Näh-, Strick- und Häkelarbeiten, Dekoartikel aus Beton, Eisen, Stahl und Holz, Honig, Kerzen, Schnäpse und Liköre, Seifen, Hutzeln, Grußkarten und vieles mehr erwerben. Die Musikgruppen „warümned – die Blaskapelln“ aus Gädheim, die „Bäsaraisser“ aus Königsberg, „Mütze und Schal“, „MeeQ“ aus Obertheres sowie der Musikverein Obertheres unterhielten derweil die Gäste, die vor der Scheune ausreichend Sitzplätze fanden.

    Chormusik begeistert

    Für Christine Hahn haben sich die langwierige und intensive Vorbereitungsarbeit sowie die Ausrichtung und Bewirtung der Gäste gelohnt. „Der Erfolg der Veranstaltung hat uns zum zweiten Mal überzeugt, dass es die Mühe wert ist. Die Marktatmosphäre war Dank der Straßenmusiker und der mit viel Liebe gestalteten Marktstände sehr stimmungsvoll. Unsere Intention, die Chormusik einem breiten Publikum nahe zu bringen, ist geglückt. Der stets überfüllte Saal, hat die Chorsänger begeistert und gezeigt, wie viel Interesse abwechslungsreiches Chorprogramm in der Bevölkerung wecken kann“, sagte die Vorsitzende.

     

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