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    HOFHEIM

    Warum Hofheims Kindergarten einen Anbau braucht

    Sie freuten sich über die neuen Kindergartenräume in Hofheim (von links): Kindergartenleiterin Carola-Caupert-Müller, Marion Woywode von der Kirchenstiftung, Gruppenleiterin Franziska Krempel, Erzieherin Julian Seufert und Bürgermeister Wolfgang Borst. Foto: Martin Schweiger

    Das Jahr 2017 bescherte der Stadt Hofheim einen reichen Kindersegen. Mehr als 20 Kinder wurden in diesem Jahr mehr geboren als in den Jahren zuvor und danach.

    Der Segen war für die Stadt Hofheim jedoch auch gleichzeitig eine Herausforderung. Neue Krippen- und Kindergartenplätze galt es zu schaffen. Doch ein An- oder Neubau in massiver Steinbauweise schied aus zwei Gründen aus: Erstens hätte die Genehmigungs- und Bauzeit zu viel Zeit in Anspruch genommen. Zweitens war absehbar, dass der Bau nach rund fünf Jahren wieder leerstehen würde, da sich die Geburtenrate wieder „normalisiert“ hatte.

    Daher entschied sich der Stadtrat für eine Übergangslösung aus fertigen Containern mit Bad, WC, Küchen- und Essbereich, Spiel- und Aufenthaltsraum sowie einem Ruheraum für die Krippenkinder. Der Anbau entstand neben dem bestehenden Kindergarten St. Joseph in der Johannisstraße.

    Wiederverwertbare Container

    Die Baukosten betrugen rund 120 000 Euro, die die Stadt Hofheim alleine aufbringen muss, sagte Bürgermeister Wolfgang Borst bei der offiziellen Inbetriebnahme der neuen Räume am Freitag. Nach Ablauf der Nutzungszeit können die Container verkauft werden oder im Kindergarten Lendershausen eingesetzt werden, der renoviert werden soll.

    Mit Gruppenleiterin Franziska Krempel und Juliane Seufert stellte der Träger zwei neue Erzieherinnen ein. Derzeit findet eine Gruppe von sieben Kindern Platz in den neuen Räumen. Bis zum Sommer wächst die Zahl auf 13 Kinder. Zur Zeit besuchen 79 Kinder den Hofheimer Kindergarten St. Joseph, bis zum Sommer werden es dann 98 sein. Die Kinder kommen aus Hofheim und den Stadtteilen ohne eigenen Kindergarten – Goßmannsdorf und Lendershausen haben noch eigene Kindergärten.

    Insgesamt arbeiten derzeit 17 Angestellte im Hofheimer Kindergarten, die Mehrzahl davon in Teilzeit. Träger der Einrichtung ist die Katholische Kirchenstiftung, die rund 15 000 Euro an Einrichtungsgegenständen investiert hat. Mitarbeiter des Bauhofs halfen durch das Legen der Fundamente, bei Außenarbeiten oder der Inbetriebnahme des Baus.

    Kindergartenleiterin Carola Caupert-Müller dankte den fleißigen Helfern und sprach ihnen ihren besonderen Dank aus. (msch)

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