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    Warum Thereser Schüler den Informatik-Bieber lieben

    Die Thereser Schüler sind an der Spitze bei Deutschlands größtem Informatikwettbewerb mit mehr als 401 000 Teilnehmern. Theres ragt mit 73 Teilnehmern heraus und erhielt Preise für die Schule und die Teilnehmer. Foto: Bettina Pfeuffer

    Wer ist im sozialen Netzwerk „Teenigram“ ein Superstar? Kann man aus den komprimierten Aufzeichnungen einer Überwachungskamera Rückschlüsse auf die beobachteten Ereignisse ziehen? Auf welchem Weg verlassen die geschnittenen Hölzer das Sägewerk? Und wie sortiert man mit wenig Umräumen einen neuen Teller in der Spülmaschine ein? Beim Informatik-Biber setzen sich Schüler mit altersgerechten informatischen Fragestellungen auseinander, spielerisch und wie selbstverständlich. Hier wird Interesse für Informatik geweckt, ohne dass Kinder, Jugendliche oder Lehrkräfte Vorkenntnisse haben müssen.

    Der Online-Wettbewerb war noch nie so erfolgreich wie in diesem Jahr, teilt die Johann-Peter-Wagner Grundschule Theres mit. Rund 401 000 Schüler machten mit. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um mehr als 28 000 Teilnehmer (sieben Prozent). In der Primarstufe (Jahrgangsstufen 3 und 4) liegt die Steigerung sogar bei knapp 34 Prozent, hier nahmen knapp 12 000 Kinder teil. Der Mädchenanteil beim Informatik-Biber 2019 liegt mit 177 370 Teilnehmerinnen bei rund 45 Prozent und leicht höher als letztes Jahr.

    Die Schüler der Johann-Peter-Wagner Grundschule Theres waren eifrig dabei und stellten sich den unterschiedlichsten Aufgaben. Über 70 Schüler nahmen vom 4. bis 15. November an dem mit mehr als 401 000 Teilnehmenden größten Informatikwettbewerb Deutschlands teil. Damit zählt die Thereser Grundschule zu den 28 Schulen mit der höchsten Teilnahmequote aller rund 2308 mitwirkenden Bildungseinrichtungen. Dafür wird sie vom Veranstalter, den Bundesweiten Informatikwettbewerben (BWINF), mit einem Preisgeld ausgezeichnet.

    „Der Wettbewerb hat das Ziel, junge Menschen für Informatik zu begeistern. Mit der überwältigenden Teilnehmerquote wurde dieses Ziel an der Johann-Peter-Wagner Grundschule mehr als erfüllt“, wird BWINF-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Pohl zitiert. „Wir sind stolz darauf, beim Thema Informatik zu den engagiertesten Schulen im Bundesgebiet zu zählen“, freute sich Schulleiterin Ulrike Binder-Vondran.

    Der Informatik-Biber weckt nicht nur das Interesse am Fach, sondern ist für viele Schüler auch der erste Schritt in der Auseinandersetzung mit Informatik. „Der Wettbewerb verlangt keine Vorkenntnisse, sondern ist allein mit logischem und strukturellem Denken zu bewältigen,“ so der BWINF-Geschäftsführer. „Dieses digitale Denken wird immer wichtiger für eine aktive Beteiligung an der digitalen Gesellschaft.“ Als Breitenwettbewerb angelegt, ermöglicht der Biber zum einen die Teilnahme vieler Schüler, zum anderen können so Lehrkräfte, Eltern und Kinder Begabungen selbst erkennen. „Talente können entdeckt und früh gefördert werden,“ betont Pohl das Ziel des Wettbewerbs. (wos)

    Bearbeitet von Wolfgang Sandler

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