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    BURGPREPPACH

    Warum das Burgpreppacher Nostalgiemuseum umziehen muss

    Wenn die Bauarbeiten im April beginnen sollen, muss das im Rathaus beheimatete Nostalgiemuseum ausziehen. Ein Ausweichquartier ist mit der hinter dem Rathaus liegenden leerstehenden Gaststätte gefunden. Foto: Stefanie Brantner

    Zur jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats Burgpreppach am Mittwoch war auch Architekt Sebastian Pollach eingeladen. Er stellte dem Gremium die Pläne zum Umbau des Rathauses vor.

    Im April kommenden Jahres soll Baubeginn sein, derzeit würden die Gewerke bereits ausgeschrieben, so der Architekt. Geplant ist, eine Hackschnitzelheizung einzubauen. Außerdem soll das Gebäude nicht zuletzt durch den Einbau eines Aufzuges barrierefrei werden – zumindest bis zum ersten Obergeschoss. Das zweite Obergeschoss, in dem sich lediglich Lagerräume befinden, ist weiter nur über einen Treppenaufgang zu erreichen.

    Im Erdgeschoss befinden sich laut Planung neben einem großen Bürgersaal ein Technik-, ein Putz- und ein Wickelraum mit behindertengerechtem WC. Außerdem ist hier eine kleine Küche vorgesehen. Im ersten Obergeschoss sind ein weiterer Bürgersaal, ein Bürgerbüro und Toilettenräume eingeplant.

    Um mit den Bauarbeiten beginnen zu können, muss das im Rathaus beheimatete Nostalgiemuseum ausziehen. Bürgermeister Hermann Niediek ist es gelungen, mit der hinter dem Rathaus liegenden und derzeit leerstehenden Gaststätte ein Ausweichquartier zu finden. Dort können nicht alle Exponate ausgestellt werden, so Niediek. In der ehemaligen Schule in Sulzbach soll daher ein Lager für die weiteren Exponate entstehen.

    Qualifizierte Fachkraft soll helfen

    Bevor aber hier Hand angelegt werde, müsse die Eigentumsfrage mit dem Museumsleiter Heinz Braunreuther geklärt sein, sagte Gemeinderat Helmut Schwappach. Das Gemeindeoberhaupt versicherte, dass mit Braunreuther im Vorfeld geklärt werde, dass mit dem Umzug alle Gegenstände in Gemeindebesitz übergehen. Allerdings gehe es nur um die Exponate, die in Burgpreppach untergebracht sind. Braunreuther unterhält noch andernorts diverse Lager. Die Kosten für das Unterfangen werden auf etwa 20 000 Euro geschätzt. Die meiste Arbeit entfalle auf den Bauhof, allerdings gemeinsam mit einer qualifizierten Fachkraft, die die Exponate ordnet und sortiert. Der Bezirk habe sich bereit erklärt den Museumsumzug zu fördern, so das Gemeindeoberhaupt.

    Für die diversen Dorferneuerungsmaßnahmen in Burgpreppach, Ibind und Hohnhausen wurde im Vorfeld eine Teilnehmergemeinschaft gegründet. Sie führt die Maßnahmen aus. Die für die entsprechende Planung anfallenden Kosten werden von der Gemeinde gefördert. Einschließlich der Grünplanungskosten beträgt die Beteiligung der Gemeinde rund 115 000 Euro.

    Zu informativen Zwecken war Matthias Hirschmüller, Allianzmanager Hofheimer Land, Gast in der Gemeinderatssitzung. Es ging um die Schaffung eines Lagerplatzes für wiederverwertbare Baustoffe. Damit möchte man den Bürgern den Rückbau und die Aktivierung von bestehender Bausubstanz erleichtern, sagte Hirschmüller. Der Plan sieht vor, dass sich alle Allianzgemeinden an dem Projekt beteiligen. Man rechne mit Kosten von rund 200 000 Euro bei einem fünfjährigen Betrieb der Anlage. Hier seien die Personalkosten, Betriebskosten und Investitionskosten enthalten. Einzig die Pacht oder der Kauf des entsprechenden Grundstücks ist hier nicht enthalten. Zwar habe man in Burgpreppach ein wahrscheinlich geeignetes Grundstück gefunden, welches die Vorteile birgt, in Gemeindebesitz und gut erreichbar zu sein – noch ungeklärt sei allerdings die Betreiberfrage und die Frage, was es den Anlieferer am Ende kostet, Material dort abzuliefern.

    Gemeinderat ist dafür

    Den vorgeschlagenen Öffnungszeiten von etwa vier Stunden wöchentlich erteilte Gemeinderat Michael Krug eine Absage. Die Öffnungszeiten reichten bei weitem nicht, so Krug. Längere Öffnungszeiten bedeuten höhere Betriebskosten, betonte er. Darauf könne man sich jetzt schon einstellen, sollte das Ansinnen gelingen. Für die Einrichtung eines solchen Platzes sprachen sich alle Gemeinderatsmitglieder aus. Auch bezüglich des ins Auge gefassten Grundstücks gab es keine Einwände. Der Grund, rund 7000 Quadratmeter rechts von der Bundesstraße aus Richtung Hofheim, scheint den Räten durchaus geeignet. Einen Beschluss gab es dazu jedoch vorerst noch nicht.

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