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    HOFHEIM

    Warum die Hofheimer Kläranlage einen Faulturm bekommt

    In der Hofheimer Kläranlage soll ein Faulturm gebaut werden. Das hat viele Vorteile, wie in der Stadtratssitzung erläutert wurde. Foto: M. Schweiger

    Die Hofheimer Kläranlage wird auf Faulung umgestellt. Außerdem wird die Kläranlage Rügheim an die Kläranlage in Hofheim durch Rohrleitungen angeschlossen. Zudem soll das Abwasser von Lendershausen künftig direkt nach Hofheim geleitet und nicht mehr nach Rügheim gepumpt werden. Die Gesamtkosten (nach Abzug der Förderung) für die Stadt belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro, die auf die Verbraucher umgelegt werden. Dies beschloss der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag.

    Außerdem soll geprüft werden, ob die Kläranlage in Eichelsdorf an das Pumpwerk in Manau und damit an die Kläranlage Hofheim angeschlossen werden soll. Die Größe der Klärbecken in Hofheim ist für einen Anschluss Rügheims sowie eventuell Eichelsdorfs ausreichend, sagte ein Mitarbeiter der Südwasser AG während der Sitzung. Gebaut wird ein sechs Meter hoher Faulturm und ein kleines Gebäude, in dem die Technik untergebracht ist. Die vorhandene Schaltanlage wird samt der Steuerung erneuert, da für die alte Schaltanlage keine Ersatzteile mehr verfügbar sind. Der Vorteil der Faulung besteht darin, dass sich der Klärschlamm um 30 bis 40 Prozent reduziert. Zudem ist der Schlamm besser entwässert, wodurch sich die Kosten für die Verbrennung reduzieren. Außerdem verringert sich der Energiebedarf. Jährlich werden 208 000 Kilowattstunden Strom und damit 105 000 Euro, sowie 100 Tonnen Kohlendioxid eingespart. 70 Prozent der Kosten übernimmt der Staat.

    Die Kläranlage in Rügheim ist eine belüftete Teichkläranlage, mit der die künftigen Anforderungen nicht mehr eingehalten werden können. Durch den Neubau zweier Pumpwerke kann das Abwasser der Ortsteile Rügheim, Ostheim und Goßmannsdorf zur Kläranlage Hofheim gepumpt werden. Ein weiteres Pumpwerk pumpt das Abwasser von Lendershausen über eine neue Leitung direkt nach Hofheim. Somit muss dieses Abwasser nicht zweimal gepumpt werden, was Energiekosten einspart. Der Durchmesser der Abwasserrohre beträgt zwischen 125 und 150 Millimeter.

    In der Goßmannsdorfer Straße plant ein privater Investor den Bau von zwei dreistöckigen Mehrfamilienhäusern mit jeweils neun Wohnungen zwischen dem Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr und dem Autohaus. Der Stadtrat beschloss daher einstimmig eine Änderung des Bebauungsplans „Am Sännig“.

    Die Freiwillige Feuerwehr hat Norbert Stühler zum Kommandanten sowie Manuel Warmuth zum stellvertretenden Kommandanten gewählt. Sie wurden vom Stadtrat einstimmig in ihrem Amt bestätigt.

    Bei einer Untersuchung des Sauerbrunnens in Lendershausen wurde das Wasser in beiden Schächten als Heilwasser eingestuft. Man müsse untersuchen, ob man das Wasser in Brunnen fassen und den Ort als Naherholungsgebiet touristisch vermarkten könne, sagte Bürgermeister Wolfgang Borst.

    Am 9. Oktober wird der „Flächensparpreis“ der Bayerischen Staatsregierung an die Gemeinde-Allianz Hofheimer Land verliehen für die vorbildliche Nutzung von Baulücken und das Leerstandsmanagement.

    Die Gemeinde-Allianz Hofheimer Land darf Bayern außerdem bei der Bewerbung zum Europäischen Dorferneuerungspreis 2020 in Österreich vertreten.

    Im Hofheimer Friedhof soll ein Platz von drei mal fünf Metern für die Bestattung von Muslimen eingerichtet werden. (msch)

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