• aktualisiert:

    ZEIL

    Warum die Jubilarin es nicht glauben konnte

    Zum 90. Geburtstag von Aurelia Strätz gratulierte unter anderem Thomas Stadelmann, der Bürgermeister der Stadt Zeil. Foto: Christiane Reuther

    „90 Jahre, ich kann es gar nicht glauben“, resümierte Aurelia Strätz im Freundeskreis an ihrem Ehrentag. Am Freitag feierte die Seniorin aus Zeil ihren 90. Geburtstag. Viele Gratulanten gaben sich die Klinke in die Hand, um das Geburtstagskind hochleben zu lassen. Auch stellvertretender Landrat Michael Ziegler und Zeils Bürgermeister Thomas Stadelmann gratulierten der Jubilarin zu ihrem Ehrentag.

    Trotz manch bitterer Erfahrung blickt die Jubilarin, die in Zeil nur unter „Reli“ bekannt ist, dankbar und zufrieden auf ihr Lebenswerk zurück. Aurelia Strätz, geborene Schönweitz, ist gebürtig aus Milbes im Kreis Bärn im Sudetenland. Als Heimatvertriebene kam sie im Alter von 17 Jahren mit ihren Eltern und Geschwistern zunächst nach Ebelsbach und später nach Zeil. Bis zu ihrer Hochzeit am 24. Oktober 1953 arbeitete die 90-Jährige als Haushaltshilfe. Mit ihrem Ehemann Rudolf, dessen Rufname „Rudi“ lautet, konnte sie im vergangenen Herbst das seltene Ehejubiläum der Eisernen Hochzeit feiern. Dem jungen Paar wurden einst eine Tochter und zwei Söhne geschenkt. Die Tochter ist vor einigen Jahren verstorben.

    Die Jubilarin und ihr Ehemann erfreuen sich mittlerweile an sieben Enkeln, vier Urenkeln und zwei Ururenkelkindern. Aurelia Strätz hat sich stets um die Familie gekümmert, die sie als ihren Lebensmittelpunkt bezeichnet. Gearbeitet hat sie bei den Zeiler Firmen Telefunken, Erba und Milewski, wobei sie bei Milewski bis zum Eintritt ins Rentenalter beschäftigt war.

    Die Arbeit im Garten, das Vergnügen bei diversen Tanzveranstaltungen in jungen Jahren, wo sich auch vor über 65 Jahren das künftige Eheglück beim Göller in Zeil anbahnte, sowie das Radfahren mit dem Ehepartner haben die Jubilarin offensichtlich jung und geistig fit gehalten.

    Urlaubsfahrten nach Ungarn, Italien und Tschechien haben die Eheleute Strätz so lange es möglich war, gerne unternommen. Aus diesen Fahrten hat die Jubilarin immer viel Energie getankt, wie sie sagte und offensichtlich als Jungbrunnen bis ins hohe Alter aufbewahrt.

    Als fleißige Kirchgängerin besucht Aurelia Strätz mit ihrem Ehemann Rudi vor allem in den Sommermonaten gerne das von ihr sehr verehrte Zeiler Käppele. (cr)

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!