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    Haßfurt

    Warum sich die Oberhohenrieder nicht ernst genommen fühlen

    Auf der Grünfläche zwischen der Trafostation und dem Betonwerk Kann (im Hintergrund) plant das Haßfurter Stadtwerk eine Erdgas-Tankstelle. Foto: Jochen Reitwiesner

    Ortssprecherin Heike Appel machte ihrem Ärger deutlich Luft, dass die von der Bevölkerung gewünschte Querungshilfe auf Höhe der Firma Langguth in Oberhohenried überhaupt kein Thema zu sein scheint und sie bei ihren Nachfragen immer wieder vertröstet werde: "Wir Oberhohenrieder fühlen uns nicht erst genommen!" Günther Werner sicherte zu, sich baldmöglichst mit dem Staatlichen Bauamt auseinanderzusetzen.

    Gegen die aus seiner Sicht "einseitige Darstellung" wehrte sich Bürgermeister Günther Werner in Sachen „Schlettach II“. Seit rund 20 Jahren sei im dortigen Bereich ein Gewerbegebiet geplant, "wir machen uns jetzt nur an die Umsetzung“, verdeutlichte er. „Wir wollen unsere Unternehmen gerne vor Ort halten." Er hätte das Thema gerne noch vor der Sommerpause im Stadtrat behandelt, es habe jedoch noch ein Gutachten gefehlt. Eventuell werde es dazu im August eine Sondersitzung geben, um den Bebauungsplan möglicherweise im Herbst schon verabschieden zu können.

    Der Radweg nach Kleinsteinach kommt doch

    Vor rund anderthalb Jahren wollte der Stadtrat einen Radweg zwischen Haßfurt und Kleinsteinach nicht weiterverfolgen, da ihm die Kosten im Verhältnis zum Nutzen zu hoch waren. Da sich die Zuschuss-Bedingungen im Laufe der Zeit geändert haben, landete das Thema erneut auf dem Ratstisch, allerdings "nur" für die Strecke zwischen Mechenried und Uchenhofen. Die kostet in der Summe rund 1,2 Millionen Euro, Haßfurt müsste davon tatsächlich gut 170 000 Euro schultern. Damit konnte sich das Gremium bei einer Gegenstimme anfreunden und stellt die Mittel für das kommende Jahr bereit.

    Die Erdgas-Tankstelle des Stadtwerks Haßfurt, derzeit in einer Garage vor dem Verwaltungsgebäude in der Augsfelder Straße untergebracht, wird neu gebaut – und zwar wenige Hundert Meter weiter in Richtung Augsfeld. Sie ist künftig auf der bisherigen  Grünfläche an der Kreuzung Am Hainach/Seestraße - zwischen den Trafo-Station und dem Gelände der Firma Kann -  zu finden. Der Stadtrat brachte die Änderung des dort gültigen Bebauungsplanes  einstimmig auf den Weg.

    Grünes Licht gab das Ratsgremium dem Projektfonds für das Städtebauförderungsgebiet "Innenstadt". Damit sollen private Initiativen, die Schwung oder Mehrwert in die Altstadt bringen, unterstützt werden. Jeder privat investierte Euro wird durch die Städtebauförderung verdoppelt, die Stadt muss davon 40 Cent übernehmen.

    Für die Schulkinder wird es langsam eng

    Den alljährlichen formellen Beschluss für die Bedarfsplanung nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz fasste der Stadtrat einstimmig.  Laut der von der Verwaltung ausgearbeiteten Beschlussvorlage sind genug  Betreuungsplätze für Kinder bis sechs Jahre vorhanden, die Nachfrage bei den Schulkindern steigt. Die Stadt plant aktuell, die Mittagsbetreuung in der Grundschule im Nassachtal zu erweitern, und denkt über Veränderungen an der Außenstelle im Anstaltsgässchen nach.

    Einstimmig sprachen sich alle Fraktionen dafür aus, dass sich Haßfurt als
    "Fairtrade-Stadt"  bewerben soll. Der einhellige Tenor war, dass das gut zur Kampagne "Smart Green City" passen würde, vorausgesetzt, die Mindestkriterien werden nicht nur alibimäßig erfüllt. Der Aktionskreis Haßfurt Aktiv sei ebenfalls bereit, das zu unterstützen, berichtete WG-Stadtrat Hachem Farmand.

    In Wülflingen wartet die Bevölkerung auf den Spielplatz an der Wässernach, berichtete Berthold Albert (WG). Laut Bürgermeister Günther Werner wird der in Angriff genommen, sobald die Baustelle verschwunden ist. Allerdings sei hier das Amt für Ländliche Entwicklung federführend.

    Baugebiet Osterfeld III: Bald geht's los

    Wann es mit dem Baugebiet "Osterfeld III" vorwärts geht, wollte Norbert Geier (CSU) wissen. Im August, so Günther Werner, beginne die Vermessung, die Baufirma habe ihre Zusage spätestens für Mitte September gegeben.

    Nach den städtischen Zielen von Großveranstaltungen erkundigte sich Stephan Schneider (SPD). Konkret hatte er das "Unterfränkische Volksmusikfest" am Sonntag nach der Einkaufsnacht im Visier. Grundsätzlich wolle man damit den Bekanntheitsgrad Haßfurts steigern , so Günther Werner. Das sei, aber nur bedingt gelungen, der Besuch sei trotz intensiver Bemühungen aller Beteiligten hinter den Erwartungen geblieben. Allerdings habe sich der Aufwand für die Stadt in Grenzen gehalten.

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