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    LICHTENSTEIN

    Was die Bürger in Lichtenstein derzeit bewegt

    Bei der Podiumsdiskussion in der Alten Schule in Lichtenstein freute sich der Vorsitzende des gastgebenden CSU-Ortsverbandes, Markus Oppelt (stehend), über den guten Besuch. Landtagsabgeordneter Steffen Vogel und Landrat Wilhelm Schneider standen den Bürgern Rede und Antwort. Auch aus den umliegenden Gemeinden nahmen interessierte Bürger teil.
    Bei der Podiumsdiskussion in der Alten Schule in Lichtenstein freute sich der Vorsitzende des gastgebenden CSU-Ortsverbandes, Markus Oppelt (stehend), über den guten Besuch. Landtagsabgeordneter Steffen Vogel und Landrat Wilhelm Schneider standen den Bürgern Rede und Antwort. Auch aus den umliegenden Gemeinden nahmen interessierte Bürger teil. Foto: Simon Albrecht

    Behördliche Auflagen für Vereine, „der Biber“, die geplante Stromtrasse, Breitbandausbau und die Straßenausbaubeitragssatzung waren die beherrschenden Themen bei der Podiumsdiskussion am Montagabend in der Alten Schule in Lichtenstein. Dazu hatte der CSU-Ortsverband Pfarrweisach eingeladen.

    Als Redner begrüßte Markus Oppelt, Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes, den Landtagsabgeordneten Steffen Vogel und Landrat Wilhelm Schneider (CSU). Beide standen den Bürgern Rede und Antwort. Auch aus den umliegenden Gemeinden wie Maroldsweisach oder Untermerzbach waren einige Gemeinderäte und Bürger gekommen.

    Landrat Schneider hob zu Beginn ein örtliches Dauerthema hervor: die marode Verbindungsstraße von Lichtenstein nach Buch. Für 2,25 Millionen Euro werde das 1,5 Kilometer lange Stück als Vollausbau saniert, gab er bekannt. Die Arbeiten sollen in den Jahren 2020 und 2021 über die Bühne gehen.

    Unmut über Bestimmungen

    Das Pfarrweisacher Gemeinderatsmitglied Christoph Göttel, seines Zeichens Bademeister im Schwimmbad Kraisdorf, sieht es als „unverhältnismäßig“ an, dass die Mitglieder der Badeaufsicht für ein kleines Schwimmbad wie das in Kraisdorf das Rettungsschwimmerabzeichen in Silber ablegen müssten. Steffen Vogel sagte dazu, der Druck komme von der Wasserwacht – sie stelle die Anforderungen, nicht das Land Bayern. Durch die hohen Anforderungen und die nötigen Schulungen, die im Auftrag der Wasserwacht liefen, sei das auch für die Wasserwacht finanziell rentabel.

    Göttel monierte weiter die vielen Auflagen für Vereine, wenn diese ein Fest abhalten. „Hygiene und die Sicherheit werden hier extrem gepushed“, stellte Göttel fest. Für das Abstellen von Securities und die Anzahl der Sicherheitskräfte sei allein die Verwaltungsgemeinschaft oder die Gemeinde zuständig, sagte Vogel. „Lasst euch da nichts einreden von anderen“, forderte er die Vereinsvertreter auf. Und bei der Hygiene sei das Gesundheitsamt am Landratsamt zuständig. Landrat Schneider meinte, es habe auf diesem Gebiet schon „einige Glättungen“ zugunsten der Vereine gegeben.

    Herbert Och aus Rabelsdorf, früherer Gemeinderat von Pfarrweisach, sprach die geplante Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße von Pfarrweisach nach Römmelsdorf zur B 303 an. Ob die Kosten vom Landkreis übernommen werden könnten, weil der Landkreis die Straße an die Gemeinde abgegeben habe, wollte Och wissen. Doch Schneider winkte ab: Das sei nicht möglich, jetziger Eigentümer sei die Gemeinde Pfarrweisach – allerdings müsse hier über eine hohe finanzielle Förderung verhandelt werden. „Die Gemeinde sollte hier nicht aufgeben“, sagte er mit einem Wink zu CSU-Gemeinderat Markus Oppelt und dem anwesenden Bürgermeister Ralf Nowak (ULB).

    Allenthalben grüßt der Biber: Gunda Dirauf aus Kraisdorf hält das Tier mittlerweile für eine Plage. Ihr Wohnhaus und die Mühle liegen an der Baunach. Dort komme es immer wieder zu Verstopfungen im Rechen der technischen Anlage. Kurze und lange Hölzer müssten immer wieder aufwendig mit der Hand aus dem Rechen genommen werden. Landrat Schneider empfahl, sich mit Biber-Berater Wolfgang Lappe in Ebern abzustimmen. Er sei im Auftrag des Landratsamtes der richtige Ansprechpartner in dieser Sache.

    Telekom ist der Ansprechpartner

    Zum Thema Breitbandausbau merkten Schneider und Vogel an, die Gemeinde müsse mit der Telekom verhandeln, nicht mit den Sub-Unternehmen. Auch falls es Probleme mit diesen wegen des Ausführens der Arbeiten gebe, gelte in jedem Fall: Ansprechpartner ist die Telekom. (sal)

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