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    RÜGHEIM

    Was eine Pflanzbörse für die ganze Familie sympathisch macht

    Kaum etwas für Garten, Terrasse und Balkon – was es nicht gab. Ergänzt wurde das Angebot der Händler noch durch selbst gemachte Marmeladen, Säfte, Salben und dergleichen. Dekorationsstücke und Pflanzen, dabei viele Raritäten in einer Auswahl, wie man sie selten findet. Die Pflanzenbörse Rügheim hat ihrem guten Ruf, inzwischen weit über die Landkreisgrenzen hinaus, wieder alle Ehre gemacht. Foto: Rudi Brantner

    Viele – auf jeden Fall die frühen – Gäste, hatten sich sicherlich für den Besuch der Rügheimer Pflanzenbörse in mehrere Kleidungsschichten gehüllt. Es war unangenehm kühl und ein Blick himmelwärts ließ Regen befürchten. So hatten nicht wenige Besucher den Knirps in der Tasche. Bereits zu Mittag sollten aber die äußersten Schichten des Zwiebellooks im Auto oder in der Tasche verschwunden sein. Die Sonne schickte nämlich den rund 80 Markttreibenden und den unzähligen Besuchern ihre wärmenden Strahlen. Das gab der ohnehin schon gut besuchten Pflanzenbörse nochmals weiteren Zulauf und sorgte dafür, dass das selbst gemachte Bauernhofeis auch noch den verdienten Absatz fand. Es war offenkundig sehr lecker, wovon die lange Schlange vor dem Verkaufswagen zeugte.

    Die Dorfgemeinschaft hatte sich aber auch in diesem Jahr wieder mächtig ins Zeug gelegt, um den Besuchern etwas zu bieten. Viele Anwohner hatten ihre Höfe, Garagen und Scheunen geöffnet und boten die unterschiedlichsten Flohmarktartikel feil. Natürlich kamen auch die Liebhaber der Gaumenfreuden nicht zu kurz und sicherlich blieb bei so manchem Besucher an diesem Sonntag die eigene Küche kalt. Der Platz zwischen Schüttbau und Kirche war wieder in einen gemütlichen Biergarten verwandelt worden und zeitweise war hier kaum mehr ein Plätzchen zu finden. Besonders gut angenommen wurde aber auch die Kaffee- und Kuchenausgabe. Hundert Torten und Kuchen hatte man im Angebot. Am späten Nachmittag war der Kuchen schon fast zur Gänze verspeist.

    Zufriedene Gesichter gab es bei diesem Andrang natürlich auch bei den Händlern. Die Besucher schauten nicht nur, sondern sie kauften auch. So manche Pflanze, manches Schmuckstück war rasch vergriffen. Selbstgemachtes aus Küche und Werkstatt hatte Hochkonjunktur. Wer keinen so weiten Weg hatte, holte nochmals Nachschub. Kaum etwas für Garten, Terrasse und Balkon, was es nicht gab. Ergänzt wurde das Angebot der Händler noch durch selbst gemachte Marmeladen, Säfte, Salben und dergleichen. Dekorationsstücke und Pflanzen, dabei viele Raritäten in einer Auswahl, wie man sie selten findet. Beratung und Kostproben gab es obendrein.

    Und das Angebot wurde genutzt. Fast jeder Besucher machte sich bepackt mit Pflanzen und diversen handgefertigten Schmuckstücken auf den Heimweg. So mancher vielleicht sogar auf einem frisch erstandenen Drahtesel – denn sogar die fanden sich am Sonntag im Angebot.

    So mancher Vertreter des starken Geschlechts schickte allerdings lieber seine Angetraute ins Gewimmel und stationierte sich erst einmal am neuen Kommunbrauhaus, wo das selbst gebraute Rügheimer Bier reißenden Absatz fand. Sicherlich wird man einigen von ihnen am 20. Juli, wenn das Brauhausfest stattfindet, wieder hier begegnen. Die Damen schleppten die erstandenen Schätze herbei und die Männer philosophierten bei einer Halben Bier und strahlten mit der Sonne um die Wette. Was für ein gelungener Sonntagsausflug für die ganze Familie. Selbstredend kamen auch die Kinder nicht zu kurz. Kinderschminken und vor allem die Möglichkeit, Rügheim vom Pferderücken aus zu erkunden, ließen keine Langeweile aufkommen. Die Pflanzenbörse Rügheim hat ihrem guten Ruf, inzwischen weit über die Landkreisgrenzen hinaus, wieder alle Ehre gemacht.

     

    Rund 80 Anbieter waren bei der Pflanzenbörse. Foto: Rudi Brantner
    Nicht nur Pflanzen waren im Angebot. Foto: Rudi Brantner
    Auch Drahtesel in allen Variationen und Größen gab es bei der Rügheimer Pflanzenbörse zu erstehen. Foto: Rudi Brantner
    So mancher Mann schickte allerdings lieber seine Angetraute ins Gewimmel und stationierte sich erst einmal am neuen Kommunbrauhaus, wo das selbst gebraute Rügheimer Bier reißenden Absatz fand. Foto: Rudi Brantner

     

    bra

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