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    HOFHEIM

    Weiterhin viele Bauvorhaben in Hofheim

    Bürgermeister Wolfgang Borst stellte auf der Bürgerversammlung in Hofheim Bauvorhaben vor. Foto: Martin Schweiger

    Vieles wurde in Hofheim im vergangenen Jahr erreicht. Grund genug für Bürgermeister Wolfgang Borst, in der Bürgerversammlung am Donnerstag, ein positives Fazit zu ziehen, aber auch auf besorgniserregende Tendenzen, wie das Waldsterben, einzugehen.

    Mehrere Projekte konnten im vergangenen Jahr fertiggestellt werden, darunter das Kommunalbrauhaus in Rügheim, das Freibad in Hofheim mit dem Erste-Hilfe-Haus des Bademeisters, das Gemeinschaftshaus in Sulzbach, die Alte Schule in Lendershausen, die Erschließung der Wirtsleite in Eichelsdorf, die Haussanierung in der Landgerichtsstraße 14, die Breitbanderschließung für alle Stadtteile sowie die Sanierung der Hauptstraße in Hofheim.

    Pro-Kopf-Verschuldung gesunken

    Trotz der zahlreichen Investitionen sank die Pro-Kopf-Verschuldung auf 835 Euro und liegt damit knapp über dem bayerischen Schnitt von 798 Euro.

    Im Neubaugebiet in der Lendershäuser Straße laufen die Erschließungsarbeiten. Sie sollen bis Ende September abgeschlossen sein. Neun Bauplätze sind laut Borst schon verkauft. Die zwei restlichen Plätze werden demnächst an Interessenten vergeben.

    Bis Ende des Jahres sollen in der Lendershäuser Straße 42 Parkplätze entstehen, die mit Bäumen beschattet werden. Das Vorhaben kostet rund 800 000 Euro. 80 Prozent davon werden über die Städtebauförderung finanziert. Die Stadt trägt einen Eigenanteil von 20 Prozent.

    Nach der Hauptstraße werden auch die Landgerichtsstraße und die Grüne-Markt-Straße erneuert. Ab 1. September werden die Kanal-Inliner (Kunststoffschläuche) eingezogen und ausgehärtet. Ab 16. September – nach der Kirchweihwoche – beginnen die Kanalarbeiten. Es werden die Wasserleitungen erneuert und Glasfaserkabel verlegt,sowie die Hausanschlüsse in der Grüne-Markt-Straße fertiggestellt. Ab 1. November werden dieselben Arbeiten in der Landgerichtsstraße erledigt.

    Ab 1. Februar 2020 werden die Straße und Gehwege in der Landgerichtsstraße neu gemacht. Danach folgt die Grüne-Markt-Straße. Beide Straßen werden – wie die Hauptstraße – gepflastert und werden beide zu Einbahnstraßen, die Landgerichtsstraße bergauf, die Grüne-Markt-Straße bergab. Auf der Straßenseite des Café Finger werden mehrere Bäume, wie in der Hauptstraße, gepflanzt.

    In der Grüne-Markt-Straße sollen möglichst viele Stufen verschwinden, um eine größtmögliche Barrierefreiheit herzustellen. Für die Dauer der Bauarbeiten werden am Marktplatz Parkplätze mit weißer Farbe ausgewiesen, die danach wieder aufgelöst werden. Dauerhaft bleiben sollen jedoch die mit Silbernägeln markierten Parkplätze.

    Querungshilfe in der Ringstraße

    Eine Fußgänger-Querungshilfe in der Ringstraße auf Höhe der Firma Elektro-Geuppert zum Friedhof ist derzeit in Planung und soll Mitte 2020 fertiggestellt sein. Die Gesamtkosten in Höhe von 120 000 Euro werden ebenfalls mit 80 Prozent bezuschusst.

    In die ehemaligen Räume des Bauernverbands im Haus des Gastes zieht eine Facharztpraxis ein. Die Pläne stehen bereits, so Borst. Auch die Container-Erweiterung des Hofheimer Kindergartens mit zwölf Krippenplätzen soll bis Ende des Jahres stehen. Auch der Erweiterungsbau des Kindergartens Lendershausen sei genehmigt.

    Sorgen bereitet derzeit der Grundwasserspiegel, der momentan 3,5 Meter unter dem normalen Pegel liegt. Wenn der Wasser-Liefervertrag der Städte Haßfurt und Schweinfurt in zwei Jahren in Kraft tritt, werde auch Hofheim davon profitieren, sodass dann die Wasserversorgung gesichert sei.

    Die Kläranlage wird – wie berichtet – auf Faulung umgestellt. Die Kosten in Höhe von 1,3 Millionen Euro sollen sich durch die jährliche Einsparung von 85 000 bis 90 000 Euro amortisieren, sodass den Bürgern keine Kosten entstehen und auch der Wasserpreis gleich bleibe. Der Vorteil der Faulung ist eine Geruchsreduzierung. Es entsteht weniger Klärschlamm und gleichzeitig wird Strom produziert. Der Kernweg in Eichelsdorf von der Biogasanlage zur Straße nach Reckertshausen ist in Planung und wird die Ortsdurchfahrt von Eichelsdorf entlasten.

    Ein weiteres Projekt ist der Umbau des Klosterkellers in Eichelsdorf zum Gemeinschaftshaus. Die Kosten von 1,2 Millionen Euro werden zu 90 Prozent gefördert. Die Gastwirtschaft Kirchner sei als Caterer und Lieferant vorgesehen.

    Der Umbau der Alten Schule in Goßmannsdorf wird rund 1,4 Millionen Euro kosten und wird ebenfalls mit 90 Prozent gefördert. Die Folgekosten beider Häuser tragen laut Borst Dorfgemeinschafts-Vereine.

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