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    KREIS HAßBERGE

    Wer kennt den heimischen Wald besser als der Förster?

    Die Bayerischen Staatsforsten schicken den Waldbesucher mit dem neuen Magazin „Wald erleben“ auf eine Entdeckungsreise durch die Wälder Bayerns. Auch im Steigerwald gibt es viel zu entdecken, zum Beispiel die „Spuren von Herman de Vries, Künstler mit Weltruf aus Eschenau. Das Bild zeigt (von vorne links nach hinten rechts): Hermann de Vries (Künstler – Spuren im Steigerwald), Susanne de Vries (Ehefrau), Barbara Ernwein (Leiterin Baumwipfelpfad Steigerwald), Ulrich Mergner (Forstbetriebsleiter Ebrach), Ellen Schindler (veranstaltet Wanderungen – Spuren im Steigerwald) und Ellen Koller (Revierleiterin Oberschwappach). Foto: Veronika Thiel

    Die schönsten Aussichten, die lauschigsten Plätze und sonnendurchflutete Lichtungen: Wer sollte unsere bayerischen Wälder besser kennen als unsere Förster? Und genau die haben nun ein schön illustriertes und reich bebildertes Magazin herausgegeben, das nichts weniger ist als ein Erlebnisführer zu den Schönheiten vor unserer Haustür, teilt die Forstverwaltung Ebrach mit.

    Das neue Magazin „Wald erleben“ der Bayerischen Staatsforsten zeigt dem Leser zwar nicht, wo Fuchs und Hase sich „Gute Nacht“ sagen, aber sonst ist praktisch alles enthalten, was man sich als Ausflügler oder Naturfreund wünscht: Die schönsten Wanderwege, eine kleine Anleitung zum Schwammerlsuchen, ein paar Gymnastikübungen speziell für den Wald bis hin zur Vogelkunde sind enthalten, heißt es weiter in der Verlautbarung.

    Mit Liebe zum Detail, Illustrationen und vielen Informationen rund um die Wälder in Bayern möchten die Bayerischen Staatsforsten den Blickwinkel für den nächsten Waldspaziergang erweitern und auch Anregungen geben, was rund um den Wald geboten ist.

    Mit dem Erlebnismagazin „Wald erleben“ werde jeder Waldbesuch zu einer Entdeckungsreise. Von Pilzen und Insekten am Waldboden bis hinauf zu den Baumkronen haben die Bayerischen Staatsforsten nach eigener Aussage versucht, ihren „Alleskönner Wald“ in 20 Kapiteln zu porträtieren.

    Der Steigerwald ist in diesem Magazin prominent vertreten. Auf den Seiten 102 bis 104 gibt der Künstler Herman de Vries Einblicke in seine Kunstphilosophie. Herman de Vries stammt aus den Niederlanden. Er lebt jedoch schon seit Jahrzehnten am Nordrand des Steigerwalds. Die Wälder hinter seinem Wohnort sind sein Atelier. Hier erhält er die Inspirationen für seine Werke, die dem Grundsatz folgen: Die Natur ist bereits ein Kunstwerk. Sie muss dem Menschen lediglich präsentiert werden.

    Der Künstler stellt gemeinsam mit Ulrich Mergner, dem Leiter des Forst-betriebs Ebrach, das Magazin vor. Ort: Die Kaisereiche am Fuße des großen Knetzbergs ganz in der Nähe des früheren Forsthauses Neuhaus. Nur wenige Meter entfernt von der mächtigen Methusalemeiche befindet sich die Inschrift „Veritas existentiae“ (Die Wahrheit der Existenz oder die Wahrheit des Seins) aus dem Herman de Vries-Projekt „Spuren im nördlichen Steigerwald“.

    Ein besonderes Highlight fehlt noch im Magazin „Wald erleben“: Das Trekkingerlebnis Steigerwald. Bei Drucklegung war noch nicht bekannt, wie erfolgreich das Trekkingkonzept ist und wie gut das Trekkingangebot angenommen wird. Waren es im kurzen Zeitraum von September bis Oktober 2018 bereits 100 Buchungen, so sind es für 2019 bereits 400 Buchungen. Es gebe in Deutschland kein weiteres Gebiet, welches zehn Trekkingplätze anbietet, so dass auch mehrtägige Wanderungen von einem Platz zum anderen möglich sind. Die Initiatoren des Trekkingerlebnisses Steigerwald, die Gemeinde Rauhenebrach, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Forstbetrieb Ebrach werden demnächst eine Pressemitteilung über den aktuellen Stand versenden.

    Forstbetriebsleiter Ulrich Mergner erläuterte bei der Vorstellung der Broschüre, so die Mitteilung, dass es den Bayerischen Staatsforsten schon seit Jahren nicht allein darum ging, möglichst viel Holz zu produzieren. Es würde allen Bedürfnissen der Gesellschaft in optimaler Weise Rechnung zu tragen. „Wir haben in den letzten Jahren siebenstellige Beträge für die Erholungsfunktion ausgegeben. Für den Waldnaturschutz bleibt Biotopholz in großem Umfang liegen und stehen, auf dessen Vermarktung verzichtet wird“, so Mergner. Dank des integrativen Konzepts könnten trotzdem die örtlichen Sägewerke und Forstunternehmen mit dem ökologisch hochwertigen Rohstoff Holz versorgt werden. (wos)

    Das Magazin „Wald erleben“ kann über die Internetseite der Bayerischen Staatsforsten kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden: www.baysf.de

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