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    UNFNDEN

    Werner Geisel legt nach 29 Jahren sein Amt nieder

    Mit zwei Liedern unter der Leitung von Roland Kraft begrüßte der Gesangverein 1864 Unfinden die Teilnehmer der Gruppentagung der Sängergruppe Haßberge. Foto: Gerold Snater

    Nach Unfinden in den „Schwarzen Adler“ hatte die Vorstandschaft der Sängergruppe Haßberge am Samstag zur Gruppentagung eingeladen.

    Als Gastgeber fungierte der Gesangverein Unfinden 1894, der seine Gäste auch zum einen durch Vorsitzende Antje Bergmann und dann auch musikalisch begrüßte.

    Werner Geisel, der Vorsitzende der Sängergruppe, kritisierte, dass von 27 dem Fränkischen Sängerbund gemeldeten Vereinen nur 20 einen Vertreter entsandt hatten. Bevor Geisel auf die positiven und negativen Erscheinungen in der Sängergruppe einging, wandte sich Bürgermeister Claus Bittenbrünn in einem Grußwort an die Vereinsvertreter.

    Werner Geisel übte Kritik daran, dass Chorvereine schon viele Jahre durch Abwesenheit glänzen und sich nicht um die Gemeinschaft und Solidarität der Sängergruppe kümmern. „Manchmal frage ich mich, hat diese Veranstaltung eigentlich noch einen Sinn, wenn nur die Hälfte der Vereine Interesse zeigt?“ Sorge bereite ihm die Zukunft der Chöre. So beginne ein kulturelles Ableben von Chören, die fast hundert Jahre lang kulturell mit der Heimat von Stadt oder Gemeinde verbunden waren. Der Wohlstand von heute habe viele der Chöre, aber auch andere Verbände und Vereine, eingeholt.

    Er forderte die Chöre auf, wieder öfters zusammenzukommen, um den Chorgesang an Nachmittagssingen oder Abendserenaden chorisch zu gestalten und aufzutreten. „Nur so können wir auf uns aufmerksam machen und Werbung betreiben. Wir brauchen neuen Mut, um wirksam und erfolgreich in die Zukunft zu schauen“.

    Nach dem Bericht über die Veranstaltungen und Ereignisse in der Sängergruppe im laufenden Jahr, der teilweise auch nicht sehr positiv ausfiel, endete sein Bericht mit der Aussage: „Dieser Bericht von mir sollte keine Trauerrede sein. Momentan ist es schwierig, den richtigen Tritt zu fassen, damit man nicht stolpert. Sondern man muss gemeinsam versuchen das Beste aus unseren Chören zu machen.“

    Einen Ausblick auf das Jahr 2020 gab es durch Gruppenchorleiter Roland Kraft. Ein besonderes Ereignis wird es am 17. Oktober 2020 mit einem Konzert in der Stadthalle in Königsberg geben. Mit diesem feiert die Sängergruppe Haßberge ihr 60-jähriges Bestehen.

    Nach dem Kassenbericht durch Kassier Herbert Büttner informierte Wolfgang Sittler, Mitglied der Vorstandschaft des Sängerkreises Schweinfurt, über besondere Termine im kommenden Jahr. So wird es unter anderem am 28. Juni als ein besonderes Chöretreffen das Kreuzbergsingen in der Rhön geben. Außerdem informierte er über Vorschriften und Lehrgänge. Besonders hob er dabei das Kopierverbot von Notenmaterial hervor.

    Mit einer Abstimmung über einen Antrag auf eine vorzeitige Neuwahl der Sängergruppe am 7. November 2020, der einstimmig angenommen wurde, endete die Sängergruppentagung in Unfinden.

    Grund für die vorgezogenen Neuwahl ist die Erklärung des derzeitigen Vorsitzenden Werner Geisel, der nach 29 Jahren in diesem Amt zurücktreten wird. (sn)

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