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    KREUZTHAL

    Wie Riedbach ohne neue Schulden auskommt

    Als größter Posten im Riedbacher Haushalt steht als Restbetrag in Höhe von 80 000 Euro der gemeindliche Eigenanteil zum barrierefreien Ausbau des Gemeindehauses Alte Schule in Humprechtshausen mit geplanten Gesamtkosten in Höhe von 375 000 Euro. Im neuen Anbau (links im Bild) wurden die behindertengerechten Sanitäranlagen und ein Personenaufzug untergebracht. Foto: Ulrich Kind

    In der August-Sitzung des Riedbacher Gemeinderates im Kreuzthaler Gemeindehaus Alte Schule wurde mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 4,76 Millionen Euro der Haushaltsplan der Gemeinde für das Jahr 2019 einstimmig verabschiedet.

    In einer vorherigen Klausursitzung wurden die Eckpunkte des Haushaltsplanes 2019 eingehend vorberaten und von Stefan Hellfeier von der Kämmerei ausgearbeitet.

    Der Verwaltungshaushalt umfasst 3,15 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt wird mit 1,61 Millionen Euro angegeben (siehe Grafik).

    Ein Sonderposten sind die Rückstellungen der vergangenen Jahre für die anstehende Kläranlagensanierung in Mechenried. Diese stammen aus den Sonderumlagen der Anschluss-Teilnehmer in Höhe von jährlich 100 Euro, die sich in den vergangenen Jahren angesammelt haben. Hier wird ein Betrag in Höhe von rund 600 000 Euro angegeben.

    Die wichtigsten Punkte bei den Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind die minimal gestiegenen Schlüsselzuweisungen in Höhe von 763 400 Euro (Vorjahr: 763 196 Euro) sowie der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer mit 980 000 Euro (Vorjahr: 977 117 Euro). Das sei eine erfreuliche Entwicklung trotz der zahlreichen laufenden Projekte, so die einhellige Meinung der Ratsmitglieder.

    Die BayKiBiG-Zuweisungen des Freistaates für die Betriebskostenförderung für die Kindertagesstätte in Kleinsteinach und den Kindergärten in Mechenried und Humprechtshausen liegen bei 280 000 Euro. Unverändert sind die Einnahmen durch die Kanalbenutzungsgebühren in Höhe von 200 000 Euro und Trinkwasserverbrauchsgebühren mit 169 000 Euro. Ein stärkerer Rückgang um rund 50 000 Euro wird bei der Gewerbesteuer erwartet. Diese wird für 2019 mit 95 000 Euro angegeben, so Stefan Hellfeier.

    Weniger Geld für das Holz

    Beim Holzverkauf aus den Gemeindewäldern wird der Ertrag durch das momentane Überangebot von Käferholz auf 95 000 Euro (Vorjahr: 151 000 Euro) erwartungsgemäß zurückgehen. Die Pachteinnahmen bei Grundstücken (darunter drei Windkraftstandorte sowie die Brennholzlagerplätze und Anbauflächen) und Jagdpacht werden mit 70 000 Euro beziffert.

    Die wichtigsten Ausgaben des Verwaltungshaushaltes sind die um fast 50 000 Euro gestiegene Kreisumlage in Höhe von 691 453 Euro. Keine Veränderung wird erwartet bei der Umlagezahlung für die Verwaltungsgemeinschaft Hofheim in Höhe von 250 000 Euro. Um knapp 25 000 Euro gesunken ist der Anteil zur Betriebskostenförderung zur Kinderbetreuung, der für 2019 mit 495 000 Euro angegeben wird.

    Des weiteren sinkt wegen rückläufiger Schülerzahl die Umlage an den Schulverband Hofheim um rund 12 000 Euro auf 135 000 Euro. Bei der gemeindlichen Abwasserbeseitigung wird mit einer Steigerung zum Vorjahr um 16 000 Euro auf 81 700 Euro gerechnet. Ebenso werden sich durch den Klimawandel die Kosten der Waldbewirtschaftung um 50 000 Euro auf 151 000 Euro erhöhen.

    Wie Stefan Hellfeier von der Kämmerei der Verwaltungsgemeinschaft feststellte, werden im Jahr 2019 aus dem Verwaltungshaushalt 129 400 Euro erwirtschaftet und dem Vermögenshaushalt zugeführt. Es ist wie im Vorjahr auch keine Darlehensaufnahme notwendig. Die ordentliche Schuldentilgung für 2019 wird mit einem Betrag in Höhe von 14 930 Euro angegeben, die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 86 Euro pro Einwohner.

    Nach den fünf wichtigsten Investitionen für das Jahr 2019 (siehe Grafik) gehört auch der Fördertopf für private Investitionen zur Nutzung vorhandener Bausubstanz in den Altort-Bereichen im Rahmen des Leerstandsmanagements. Er ist mit einem Betrag in Höhe von 17 500 Euro gefüllt. Des weiteren sind für die Planungskosten zur Fortentwicklung der städtebaulichen Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen für die Kirchengaden in Mechenried und der Umfeldgestaltung „Am Bach“ in Kleinmünster jeweils 10 000 Euro eingeplant. Für die Ersatzbeschaffung und Erneuerung von Spielgeräten der Kinderspielplätze sind 10 000 Euro eingeplant.

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