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    KÖNIGSBERG

    Wie die Integration Europas auf lokaler Ebene gelingt

    War für die Zuschauer eine Augenweide der Tanzbeitrag von der Modern-Jazz-Tanzgruppe des VBW Königsberg.
    War für die Zuschauer eine Augenweide der Tanzbeitrag von der Modern-Jazz-Tanzgruppe des VBW Königsberg. Foto: Gerold Snater

    Über 40 Jahre besteht die partnerschaftliche Verbindung zwischen den Städten Königsberg und Donzere in Südfrankreich. Seit vielen Jahren besuchen sich Delegationen aus diesen Gemeinden gegenseitig. Heuer waren wieder die französischen Gäste an der Reihe, der Regiomontanusstadt einen Besuch abzustatten. Inzwischen sind aus Partnern in vielen Fällen auch Freunde geworden, wie man bei der Begrüßung feststellen konnte. Aber auch Gäste, die zum ersten Mal nach Königsberg kamen, wurden herzlich aufgenommen.

    Die rund 1000 Kilometer Busfahrt nahmen die französischen Freunde gern auf sich, um zwei Tage in Königsberg verweilen zu können. Nach der Ankunft am Abend des Himmelfahrtstages und der Unterbringung in den Gastfamilien wurde ein Ausflug nach Würzburg mit vielen Angeboten unternommen. Rechtzeitig nach Königsberg zurückgekehrt, traf man sich am Abend zu einem deutsch-französischen Abend in der Rudolf-Mett-Halle.

    Hier begrüßte Bürgermeister Claus Bittenbrünn offiziell die Freunde aus der Partnerstadt, die auch viele Mitglieder der dortigen Musikschule und Tänzerinnen der Majorettes mitgebracht hatten. Besonders willkommen hieß er die Vizepräsidentin des Comitees der Städtepartnerschaft, Virgine de Jésus, die Vertreterinnen und Stadträtinnen des Bürgermeisters von Donzere, Marie Fernandez und Malika Yahiaoui, die Chefin der Majorettes, Cindy Palud, sowie die Verantwortliche der Musikschule, Edith Flacher. In seiner kurzen Ansprache ging Bittenbrünn auch auf die Bedeutung von Städtepartnerschaften ein, die er als Kinder der jüngsten Geschichte bezeichnete: „Annäherung, Aussöhnung und Verständigung waren und sind immer noch die Beweggründe, sich zu verbinden und eine Städtepartnerschaft zu machen. Und ich denke, unsere Städtepartnerschaft ist als kommunale Partnerschaft mehr denn je ein unverzichtbares Instrument der Zusammenarbeit in Europa. Städtepartnerschaften sind ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie Bürger die Integration Europas auf lokaler Ebene vorantreiben und gestalten können. Und gerade heute sind Freundschaften und persönliche Beziehungen, die durch Städtepartnerschaften entstanden sind und entstehen, gute Grundlagen für einen dauerhaften Frieden, vor allem vor dem Hintergrund der immerwährenden Bedrohung durch Terror und Fremdenhass.“

    „Partnerschaften sind gute Grundlagen für einen dauerhaften Frieden“
    Claus Bittenbrünn, Bürgermeister

    In diesem Zusammenhang bedankte sich das Stadtoberhaupt auch bei den Männern, die vor über 40 Jahren die Partnerschaft ins Leben riefen, den Bürgermeistern Rudolf Mett und Marcel Rodet. Aber auch bei den Motoren, die diese Partnerschaft in all den Jahren mit Leben füllten. All seine deutschen Worte übersetzte ins Französische der stetige Unterstützer dieser Partnerschaft, Kreisrat Kurt Sieber, der als Moderator auch durch das Programm führte.

    Gestaltet wurde der Abend auf deutscher Seite mit drei eindrucksvollen Tänzen der Ballettgruppe und der Modern-Jazz-Tanzgruppe des Volksbildungswerkes Königsberg. Französische Beiträge gab es mit Klavier-, Gitarren- und Querflötenstücken sowie einer Sologesangsdarbietung durch die Musikschule in Donzere und verschiedenen Tanzdarbietungen der französischen Majorettes. Diese beeindruckten durch ihre große Unterschiedlichkeit hinsichtlich Choreografie und Kostümen.

    Unterbrochen wurden die Darbietungen von einem Buffet, das sich alle schmecken ließen, einer angenehm und ohne Verstärker dargebotenen Blasmusik durch die Urlesbacher Musikanten und offiziellen Beiträgen. Dabei überreichten die Stadträtinnen Marie Fernandez und Malika Yahiaoui als Zeichen der Freundschaft an Bürgermeister Bittenbrünn einen großen Olivenbaum und sprachen die Einladung zum Gegenbesuch im Jahr 2020 aus, die gerne angenommen wurde. Bittenbrünn revanchierte sich mit einem Korb voll regionaler Spezialitäten bei den für den Austausch und das Programm Verantwortlichen und einer deutsch-französisch gestalteten Tasse für alle französischen Gäste. Diese wiederum hatten für die Königsberger Volksvertreter ein Weingeschenk als Präsent dabei. Mit den Nationalhymnen beider Länder endete der beeindruckende Abend.

    Den nächsten Tag verbrachten die französischen Gäste in ihren deutschen Gastfamilien, bis es am Sonntagmorgen zurück in die französische Heimat ging. Wobei in vielen Fällen der Abschied dann doch sehr schwer fiel.

    Die französischen Freunde hatten für die Königsberger Volksvertreter ein Weingeschenk als Präsent dabei.
    Die französischen Freunde hatten für die Königsberger Volksvertreter ein Weingeschenk als Präsent dabei. Foto: Gerold Snater
    Ist gar nicht so leicht gleichzeitig zu tanzen und mit Stäben zu jonglieren, wie es die Majorettes darboten.
    Ist gar nicht so leicht gleichzeitig zu tanzen und mit Stäben zu jonglieren, wie es die Majorettes darboten. Foto: Gerold Snater
    Einen Olivenbaum überreichten als Gastgeschenk die Stadträtinnen Marie Fernandez und Malika Yahiaoui im Auftrag des Bürgermeisters von Donzere an Bürgermeister Claus Bittenbrünn.
    Einen Olivenbaum überreichten als Gastgeschenk die Stadträtinnen Marie Fernandez und Malika Yahiaoui im Auftrag des Bürgermeisters von Donzere an Bürgermeister Claus Bittenbrünn. Foto: Gerold Snater
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