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    LIMBACH

    Wie ein Fest an längst vergangene Zeiten erinnert

    Zweiter Bürgermeister Hans-Georg Häfner (links) und Braumeister Christian Merklein (rechts) stoßen mit den Vereinsvorsitzenden und Stadträten auf ein gutes Gelingen des Festes an. Foto: Günther Geiling

    Das „Flößerfest“ von Limbach hat Tradition und ging am Wochenende zum 24. Mal über die Bühne. Bei schönstem Sommerwetter war auf dem Festplatz am Main durch die Vereinsgemeinschaft viel los und die Besucher waren begeistert von der Gemütlichkeit und den fränkischen Schmankerln, die geboten wurden.

    Dabei hat sicherlich die Verlegung des Festplatzes von der Dorfmitte „am Knock“ zum neuen Festplatz am Mainufer ihre Wirkung nicht verfehlt, vor allem auch für auswärtige Gäste und Besucher. Alois Böhnlein erinnerte bei seiner Begrüßung an den Initiator des Festes, Werner Geisel, der wegen eines Krankenhausaufenthaltes diesmal nicht dabeisein konnte. Ziel sei es bei der Gründung gewesen, auch in Limbach ein gemeinschaftliches Fest der Ortsvereine ins Leben zu rufen. Das sei mit dem Umzug des Festes im Jahre 2002 an den Platz am Main auf jeden Fall gelungen.

    Der Festplatz hätte auch nicht besser gewählt werden können, weg von der Straße im Dorf hinein in die idyllische Landschaft des Mainufers. Direkt am Festplatz führt nämlich auch der Main-Radweg vorbei, der gerade am Wochenende sehr befahren ist und viele Radfahrer zu einem Einkehrschwung verführt, um sich für die Weiterfahrt zu stärken. Von den zahlreichen Schiffen grüßen aber auch die vorbeifahrenden „Flusskreuzfahrer“, denen der Rauch von der „Sau am Spieß“ oder den „Grillfischen“ um die Nase weht. Die Kulisse eines solchen Dorffestes wird sicherlich von vielen auf der Kamera verewigt.

    Im Vordergrund steht dann im Bild auch das kleine Floß mit der Treidelhütte als Symbol für die Flößerei auf dem Main und die in unmittelbarer Nähe erfolgte Zusammenstellung der Flöße. Dies war zum letzten Male in den 50er Jahren der Fall und seitdem ist der Beruf des Flößers ausgestorben. Man sagt aber, dass den Nachkommen dieser Flößer eines geblieben ist, nämlich der Stolz auf ihre Wurzeln.

    Die Limbacher wecken auf jeden Fall mit ihrer Namensgebung „Flößerfest“ die Erinnerung an die Bedeutung der Flößerei in früheren Zeiten und mit der „gegrillten Sau“ beim Fest wird zum Ausdruck gebracht, dass die Flößer auf ihre lange Fahrt lebende Schweine mitnahmen haben, die sie unterwegs schlachteten und brieten. Die „Sau am Spieß“ ist somit von Anfang an der besondere Leckerbissen neben fränkischem Schäuferla oder Steckerlfisch.

    Auf dem Festplatz herrschte bei sommerlichem Wetter an allen Tagen beste Stimmung, für die auch die Bands „Tutti Frutti“ aus dem Steigerwald und das „Duo con Brio“ aus der Rhön sorgten. Zum Abschluss dachte man dabei auch schon an das Fest im nächsten Jahr, bei dem man das 25-jährige Jubiläum des „Flößerfestes“ feiern kann. (gg)

    Bearbeitet von Günther Geiling

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