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    ELTMANN

    Wie ein Stück Weltkirche nach Eltmann kam

    Einer der „Höhepunkte“ in seinen Jahren als Priester in der Pfarreiengemeinschaft Main-Steigerwald war für Mark Odah die Weihe der Eltmanner Drehleiter vom Korb aus – als Ministrant fungierte Bürgermeister Michael Ziegler. Am Sonntag wird er aus der Wallburgstadt verabschiedet. Foto: Sabine Weinbeer

    Abschied nehmen heißt es am kommenden Sonntag beim Familiengottesdienst, der in Eltmann das Pfarrfest eröffnet. In diesem Gottesdienst um 10.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche verabschiedet sich nämlich die Pfarreiengemeinschaft Main-Steigerwald von Mark Odah, der 2015 als Pfarradministrator nach Eltmann kam und in den letzten Jahren als mitarbeitender Priester eingesetzt war.

    Mark Odah „brachte ein Stück greifbare Weltkirche in unsere Gemeinden“, so beschrieb es die Pfarrgemeinderatsvorsitzende von Oberschleichach, Sabine Weinbeer, als sich die Schleichacher Gläubigen von Mark Odah verabschiedete. Er stammt nämlich aus Nigeria und freute sich immer, wenn Menschen sich für das Leben und das Glaubensleben in seiner Heimat interessierten. Nach der schweren Erkrankung des früheren Pfarrers Thomas Klemm wurde Mark Odah im September 2015 in die Pfarreien Eltmann, Limbach und Oberschleichach.

    Immer mit der Stadt verbunden

    Auch als Pfarrvikar Michael Weck und Pfarrer Bernhard Öchsner nach Eltmann kamen, blieb Mark Odah hilfreiche Stütze, obwohl er mittlerweile in Pfarrweisach eingesetzt war. Daneben schrieb er an seiner Doktorarbeit. Nun ist seine Promotion abgeschlossen und da sein Heimatbischof zugestimmt hat, bleibt er in Franken und wird Pfarrvikar in Marktheidenfeld.

    In der Bevölkerung hatte Mark Odah mit seiner freundlichen und bescheidenen Art schnell die Herzen erobert, deshalb soll der Familiengottesdienst auch Gelegenheit geben, sich zu verabschieden. Noch bis August wird er in Eltmann im Benefizium wohnen.

    Mark Odah stammt aus dem Bistum Idah in Nigeria. Dort leben 1,46 Millionen Menschen, davon sind 202 000 Katholiken. In Nigeria dauert ein Gottesdienst schon mal drei Stunden, schließlich nehmen die Menschen auch einen weiten Weg dorthin in Kauf. Ein bisschen Umstellung habe es schon bedeutet, sich in Deutschland auf eine Stunde zu beschränken, erzählte Mark Odah einmal im Gespräch mit Gläubigen, doch in Eltmann und den Steigerwald-Orten kamen keinerlei Beschwerden, dass es einmal zu lange gedauert hätte. (swe)

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