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    EBERN

    Wie ein „bisschen Intelligenz“ nach Ebern kommt

    Viel Publikum – nicht nur in der Aula, sondern auf dem ganzen Schulgelände – war beim Schulfest am Samstag dabei. Foto: Rudolf Hein

    Am Freitag leitete ein Festakt in der Aula des Friedrich-Rückert-Gymnasiums Ebern die Festlichkeiten zum 50. Gründungsjubiläum der Schule ein. 41 Jahrgänge haben hier bisher ihre gymnasiale Laufbahn abgeschlossen, unter ihnen auch Landrat Wilhelm Schneider 1978 und MdL Steffen Vogel 15 Jahre später.

    Schulleiter Martin Pöhner begrüßte in Aula neben dem Kollegium auch viele ehemalige Lehrkräfte und Schüler.

    In ihren Grußworten ließen der Landrat und die Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Unterfranken Monika Zeyer-Müller die bewegte Geschichte der „Vollanstalt“ von den ersten Anfängen in der Realschule bis hin zu einer bestens funktionierenden Bildungseinrichtung, die „total lebt und sich bewegt“ Revue passieren.

    Beeindruckende Aufnahmen

    Der Schüler Martin Würstlein (9b) präsentierte das neue Video zum Schulsong, das die Film-AG anlässlich der Feier frisch produziert hat, mit beeindruckenden Aufnahmen aus dem Schulleben und starken Luftaufnahmen des Gebäudes.

    Schülersprecherin Pauline Behnke (10b) moderierte eine Gesprächsrunde mit Lehrer- und Schülergeschichten, in der Karlheinz Krebs erzählte, wie er im Jahre 1972 seinen Dienst im gerade neu erbauten Schulgebäude antrat und erinnerte sich daran, dass schon 1989 die erste Sanierungssitzung anberaumt wurde, weil es hereinregnete. Jörg Röder schwelgte in Erinnerungen an mehr als 45 Jahre Skikurse auf dem Mooshof und hatte amüsante statistische Daten parat: Wilhelm Schneider war bei einem Rennen 11. von 32, Steffen Vogel 7. von 32.

    MdL Vogel dachte gerne an seine erste Klassenleiterin Irmingard Hellmer zurück und auch an die Handstände auf dem Tisch des Physiklehers Karl-Otto Lettmaier. Heinz Bauerfeind, pensionierter Mathelehrer und langjähriger Computerbetreuer, zeigte die Entwicklung der informationstechnischen Ausrüstung. Die ehemaligen Schülersprecher Jan Batzner und Laura Blum wussten Erheiterndes und Peinliches aus ihrem Schulleben zu berichten.

    Alles, nur das nicht!

    Das Mittelstufentheater zeigte Szenen aus der Schulgeschichte. Friedrich Rückert träumt 1819 von einer Schule, die „Intelligenz in dieses Städtchen zu bringen vermag“. Was aus diesem Traum wurde, erzeugte Lachsalven und tosenden Beifall, vor allem die Szene, in der eine Frau Schneider ihren Sohn Wilhelm in der Schule anmeldet und sich wünscht, dass aus ihm alles, bloß kein Politiker werden solle.

    Nach einer Gesprächsrunde, unter anderen mit den früheren Schulleitern Kilian Popp und Klauspeter Schmidt gab es dann bei einem Sektempfang noch viel zu erzählen. Am Samstag wurde das Jubiläum noch mit einem großen Schulfest gefeiert.

    Die Bigband des Friedrich-Rückert-Gymnasiums wurde verstärkt von einigen ehemaligen Mitgliedern. Foto: Rudolf Hein
    Geschichten aus der Schulzeit: Karlheinz Krebs, Steffen Vogel und Heinz Bauerfeind. Foto: Rudolf Hein

    Von Rudolf Hein

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