• aktualisiert:

    SAND

    Wie kann ein Seniorenleiter so jung bleiben?

    Gerhard Zösch wurde für zehn Jahre Seniorenleiter in Sand geehrt. Das Bild zeigt (von links) Bürgermeister Bernhard Ruß, Gerhard Zösch und Pastoralreferent Norbert Zettelmeier.
    Gerhard Zösch wurde für zehn Jahre Seniorenleiter in Sand geehrt. Das Bild zeigt (von links) Bürgermeister Bernhard Ruß, Gerhard Zösch und Pastoralreferent Norbert Zettelmeier. Foto: Inge Seelmann

    Am Weinfestmontag trafen sich die Senioren im Pfarrsaal Sand, um mit Seniorenleiter Gerhard Zösch dessen zehnjährige Tätigkeit als Seniorenleiter zu feiern. Pastoralreferent Norbert Zettelmeier stellte in der Andacht den Heiligen Geist als Gabengeber mit verschiedenen Liedern und Gebeten dar, heißt es in der Mitteilung des Seniorenkreises. In seiner Ansprache stellte Zettelmeier heraus, dass „wenn ein Mensch Verantwortung übernimmt, er immer neue Ideen und neue Impulse benötigt. Mit zehn verschiedenen Früchten, das heißt für jedes Jahr ein gesundes Obst, bedankte sich Norbert Zettelmeier im Auftrag der Pfarrei bei Gerhard Zösch. Als Überraschung sang am Ende der Andacht Reinhold Schütz das „Ave Maria“ von Bach.

    Bürgermeister Bernhard Ruß bedankte sich ebenfalls bei Seniorenleiter Gerhard Zösch für seine wichtige Tätigkeit: „Besonders Euch Senioren gebührt großes Dankeschön, denn Eure Generation war verantwortlich für den Aufbau Deutschlands und unserer Gemeinde.“

    In einer bewegten Rede dankte Gerhard Zösch seiner Vorgängerin Juliane Selig für ihre 25-jährige aufopfernde Arbeit für die Senioren. 1972 wurde der Seniorenkreis von Emma Barent gegründet und sie gab ihr Amt im Jahre 1984 an Juliane Selig ab. Er habe ja gehofft, so Zösch, „dass Julchen bei der Jubiläumsfeier noch dabeisein könnte“. Aber leider sei sie vor kurzem verstorben.

    Gerhard Zösch beantwortete die Frage, wie man zu dem Posten als Seniorenleiter kommt. „Ganz einfach, es war im Fasching, ja genau am Seniorenfasching.“ Nach einem fröhlichen Faschingsnachmittag seien die Verantwortlichen noch in geselliger Runde beisammengesessen, dabei habe Juliane Selig gesagt: „Na, Gerhard, du bist a gscheit?s Bürschla, du könntest die Senioren mal übernähm‘.“ Er habe zugesagt für die Zeit, „wenn ich mal Rentner bin“. Und im Juli 2009 war es dann soweit. In einer feierlichen Andacht wurde Gerhard Zösch vom damaligen Pfarrer Stefan Schwab und Pastoralreferentin Barbara Heinrich eingeführt.

    „Seit der Einführung als Seniorenleiter habe ich in den rund 120 Seniorentreffen versucht, ein sehr abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen. Wobei ich auch immer Wert darauf lege, dass auch unser christlicher Glaube wie zum Beispiel mit Andachten und Gottesdiensten bei der Erntedankfeier, Muttertagsfeier, Adventsfeier, Segensgottesdiensten, Käppele am Hermannsberg und mehr gepflegt wird. Natürlich dürfen die geselligen Veranstaltungen wie Wirtshaussingen, Seniorenfasching, Ausflüge und Kaffeerunden nicht fehlen.“

    Gerhard Zösch ging auch auf das Jahresmotto des Seniorenforums ein: „Brücken bauen – überbrücken.“ Genau dies sei die Aufgabe. Auch im Alter sollte man täglich neue Brücken bauen, zum Beispiel in der Familie oder in der Pfarrei. Jede neue Brücke bringe neue Freunde und neue Erfahrungen: „Damit wir stabile Brücken bauen können, wird ein starkes Fundament benötigt und das ist unser Seniorenkreis.“

    Um die vielfältigen Aufgaben lösen zu können, benötige man viele Helfer und Unterstützer. Gerhard Zösch bedankte sich bei der Pfarrei und dem Pfarrbüro und insbesondere bei Bürgermeister Bernhard Ruß und der Gemeindeverwaltung für die große Unterstützung. Ohne deren Hilfe wäre so eine Arbeit für die Senioren nicht möglich. Einen besonderen Dank richtete Gerhard Zösch auch an Musiker Dieter Dürnhöfer, der immer bereit sei, die Veranstaltungen musikalisch zu unterstützen, und an Inge Seelmann mit ihren Damen der Gymnastikgruppe, stellvertretend für viele Helfer, die stets im Hintergrund arbeiten.

    Mit einem Sektempfang bedankte sich Gerhard Zösch bei allen Senioren für die gute Zusammenarbeit und den Zusammenhalt. Die Gymnastikgruppe unter Inge Seelmann bereicherte den Empfang mit einem flotten Tanz im Hof. (wos)

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Haßberge-Newsletter!

    Bearbeitet von Wolfgang Sandler

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!