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    HASSFURT

    Wolfgang Buck singt von Gwärch und Geduh

    Der Liedermacher Wolfgang Buck begeisterte am Freitagabend in der Stadthalle in Haßfurt seine Fans. Foto: Christiane Reuther

    Über die Unordnung und das Meer machte sich der Liedermacher Wolfgang Buck am Freitagabend in der Stadthalle in Haßfurt so seine Gedanken. Mit seinem neuen Soloprogramm „Des Gwärch und des Meer“ begeisterte der dialektische Songkünstler aus Bamberg auf Einladung des Kulturamtes Haßfurt zahlreiche Fans. Mit seinem neuen Album geht Buck neue Wege mit akustischen Gitarrenklängen und warmen Sounds.

    Mit seinem Song „Di Sunna douder goud“, mit dem er bereits vor 36 Jahren im Dialekt sang, startete er in ein Abendprogramm, für das sich die Zuhörer entspannt hinsetzen und nicht lange nachdenken mussten. Der Mundart-Lyriker besang Orte, Momente und Situationen, nach denen sich viele Menschen sehnen, etwa das Meer und einen Fluss, das Wochenende, die milde Sonne oder sanft dahinziehenden Wolken.

    Sinnlose Rennerei

    Aber auch „des Gwärch und des Geduh“, wie es Buck bezeichnete, das viele selber fabrizieren oder dem viele schutzlos ausgeliefert sind, arbeitete der Songwriter musikalisch auf, ebenso den närrischen Zirkus der Wichtigtuer und Sprücheklopfer, das Gehetztsein, die sinnlose Rennerei und die Allgegenwart von Leistungsdruck sowie Arbeit und Zahnweh. Mit nachdenklichen Texten ging er auf gesellschaftskritische Themen ein. „Des Glügg“, die Liebe und das Lachen findet man laut Buck nicht im Wegrennen und in der Sehnsucht, sondern – wenn überhaupt – im richtigen Leben.

    Für jeden Sound die richtige Gitarre

    Buck sprach die Genießer der Kuriositäten des fränkischen Dialekts mit all seinen skurrilen, zarten, gefühlvollen, hinterhältigen und witzigen Feinheiten genauso an, wie die Liebhaber handgemachter Akustik-Gitarrenmusik. Wozu vier Gitarren abwechselnd den passenden Sound zu den jeweiligen Texten lieferten.

    Die Fans, die die wunderbar humorvollen und tiefgründigen Songs von Wolfgang Buck schon immer lieben, kamen voll auf ihre Kosten. Die Zuhörer, die bisher noch nie die Gelegenheit hatten, sie kennenzulernen, zeigten sich wie die eingefleischten Fans begeistert von einem entspannten Abend und bedankten sich mit viel Applaus bei dem Künstler, der mit Zugaben nicht geizte. Einen besonderen Dank sprach Buck abschließend Petra Zirkler und ihrem Team vom Kulturamt Haßfurt zu. (CR)

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