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    WONFURT

    Wonfurt bekommt ein neues Baugebiet

    Das wird ein Großprojekt: In der Sonnenstraße (im Bild) und in der Dr. Steinmüller-Straße in Wonfurt beginnt nächstes Ja... Foto: Ulrike Langer

    „Wir haben zwar ein Förderprogramm für die Innenentwicklung, aber es gibt natürlich auch junge Bürger, die gerne ein neues Haus bauen wollen“, sagte Bürgermeister Holger Baunacher vor gut 50 Interessierten bei der Bürgerversammlung im Wonfurter Pfarrsaal, bei der die Dorfbewohner auch selbst zu Wort kamen. „Weil aber bestehende, nicht genutzte Bauplätze partout nicht verkauft werden, wollen wir in Wonfurt im Anschluss an das Bodenfeld ein neues Baugebiet ausweisen.“

    Im Gegenzug habe man andere Wohngebiete aus dem Flächennutzungsplan herausgenommen. Auch in Dampfach stehe das neue Baugebiet kurz vor der Vollendung.

    800 000 Euro für Kanalsystem

    Eine große Aufgabe ist laut Baunacher die Kanalsanierung in Wonfurt und Steinsfeld, die in mehreren Bauabschnitten erfolgen soll. Zunächst sollen im kommenden Frühjahr die Kanäle in der Sonnenstraße und in der Dr.-Steinmüller-Straße in Wonfurt angegangen werden. „Dabei reden wir von Kosten von 800 000 Euro, wobei die Kanäle mit rund 300 000 Euro zu Buche schlagen werden“, so Baunacher. Bei den Arbeiten müsse dann auch der Breitbandausbau berücksichtigt werden. „Was nicht so schön ist, ist die Tatsache, dass wir dann auch Verbesserungsbeiträge von den Bürgern erheben werden müssen“, erklärte der Bürgermeister. Allerdings sollten die Beiträge vertretbar sein. Für die nötige Transparenz werde man dann eine eigene Bürgerversammlung für Wonfurt und Steinsfeld anberaumen, in der die Bürger über die Kosten und die Form der Beitragserhebung informiert würden. Straßenausbaubeiträge würden jedenfalls nicht mehr erhoben werden.

    Ausbau der Straße nach Hainert

    Was die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße nach Hainert betrifft, so steht die Planung inzwischen. Allerdings sind noch Feinabstimmungen mit der Regierung notwendig. Denn es steht zwar eine Förderung von rund 60 Prozent im Raum, aber dafür müsste die Straße nach dem Stand der Technik ausgebaut werden. Außerdem soll vor dem Waldbereich eine Umtrassierung der Straße erfolgen, was die Gemeinde Wonfurt verhindern will. Weiterhin bereitet die Entwässerung der Autobahn A70 über die Gräben der Gemeindeverbindungsstraße Probleme. Zuletzt muss wiederum erst die Zufahrt für das geplante Neubaugebiet in Wonfurt geprüft werden, da hier ein Gehweg mit eingeplant werden muss.

    Noch in diesem Jahr erweitert die Gemeinde ihr Gewerbegebiet in Wonfurt für die Ansiedlung eines Betriebs (wir berichteten). Wie Baunacher mitteilte, werde sich 2019 ein weiterer Betrieb dort niederlassen.

    Er gab an, dass man sich damit beschäftige, ob und unter welchen Voraussetzungen die Kläranlage Wonfurt auch die Sickerwässer des Kreisabfallzentrums sowie die Abwässer aus Dampfach mit verarbeiten könnte. Dies wäre mit einer Erweiterung der Kläranlage verbunden. Auch die Frage der künftigen Klärschlammentsorgung muss der Gemeinderat noch klären. Das Gremium wird sich zudem überlegen müssen, in welchem Umfang der Kindergarten in Wonfurt saniert werden soll. In Frage kämen ein Ersatzneubau, eine Generalsanierung – und dabei geht es um einen siebenstelligen Betrag – oder nur punktuelle Sanierungen.

    Fragezeichen hinter Turnhalle

    Trotz vieler gestellter Förderanträge hat die Gemeinde immer noch keinen positiven Bescheid für die Sanierung der Turnhalle in Wonfurt. Im Oktober soll daher entschieden werden, ob die Turnhalle auch ohne Fördergelder saniert werden soll. Unter anderem ging Baunacher auch auf die Gestaltung der Friedhöfe ein, da seit einiger Zeit vor allem kleinere Gräber, Urnenbestattungsmöglichkeiten sowie Grabstellen ohne Pflegefläche nachgefragt würden. In Wonfurt habe man Probleme mit der Barrierefreiheit und der Unkrautbekämpfung und so sei angedacht, einen befestigten Weg vom Haupteingang zur Aussegnungshalle anzulegen.

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