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    Kreis Haßberge

    Zahl der Corona-Fälle im Landkreis Haßberge steigt weiter

    Mittlerweile steht die Zahl bei 36 Personen, die positiv getestet wurden. Das Landratsamt informiert auch, was die häufigsten Fragen an das Bürgertelefon sind.
    Der Großteil der Bevölkerung hält sich an die Ausgangsbeschränkungen zum Schutz vor Corona-Infektionen. Doch dieses Bild aus Haßfurt belegt, dass sich nicht jeder an die Regeln hält.
    Der Großteil der Bevölkerung hält sich an die Ausgangsbeschränkungen zum Schutz vor Corona-Infektionen. Doch dieses Bild aus Haßfurt belegt, dass sich nicht jeder an die Regeln hält. Foto: René Ruprecht

    Im Landkreis Haßberge sind laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes zwei weitere Personen positiv auf das neuartige Cornavirus getestet worden. Damit liegt die Gesamtzahl bei 36 bestätigten Fällen. 257 Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

    Alle Hände voll zu tun haben die Mitarbeiter des Bürgertelefons, das unter (09521) 27-600 zu erreichen ist – an Wochentagen von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 9 bis 14 Uhr. Es wird um Verständnis gebeten, dass die Mitarbeiter zu medizinischen Fragen keine Auskunft geben können.

    Einzelfallentscheidung der Polizei

    Viele Fragen drehen sich noch immer um die vorläufige Ausgangsbeschränkung. Mehrfach kam die Frage auf, ob es erlaubt ist, in den Wald zu gehen, um dort Holz zu machen oder geschlagenes Holz abzutransportieren, oder ob man angeln darf. Zuständig für die Überwachung der Ausgangsbeschränkungen ist die Polizei. Ob solche Tätigkeiten als triftige Gründe anerkennt, bleibt jedoch eine Einzelfallentscheidung. Vor diesem Hintergrund bittet das Landratsamt um Verständnis, dass das Bürgertelefon keine rechtssicheren Auskünfte geben kann. Weitere Informationen zu diesen Fragen gibt es auf den Internetseiten des Landwirtschaftsministeriums und des Innenministeriums.

    Auch die Frage, ob es erlaubt ist, Gräber auf dem Friedhof zu besuchen, sei aufgetaucht, berichtet Landratsamts-Pressesprecherin Monika Göhr. "Es ist ja auch erlaubt, spazieren zu gehen", sagt sie. So spreche auch nichts dagegen, wenn ein Spaziergang auf den Friedhof führt. "Wenn man dort jemanden trifft, gelten die gleichen Abstandsregeln wie überall." Eine weitere Frage war, ob Umzüge in ein neues Haus oder eine neue Wohnung möglich sind. Hierzu teilt die Staatsregierung mit, dass Umzüge möglich sind, denn Umzugsunternehmen dürfen weiter arbeiten. Freunde als Umzugshelfer anzuheuern, ist allerdings nicht erlaubt.

    Appell an die Vernunft

    „Auf Grund der Ernsthaftigkeit der Lage sollte sich Jeder wirklich genau überlegen, welche Erledigungen oder Tätigkeiten er jetzt macht und abwägen, was auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden kann – ganz unabhängig davon, ob eine Tätigkeit aktuell noch erlaubt ist“, appelliert Landrat Wilhelm Schneider an die Vernunft der Bevölkerung.

    Zum Spaß mit dem Auto oder dem Motorrad zu fahren, sei derzeit von der Polizei verboten, denn für jede Fahrt müsse ein triftiger Grund vorliegen, etwa die Fahrt zur Arbeitsstelle, zum Einkaufen oder zur Apotheke. Dabei verweist die Polizei auf die Situation in den Kliniken: Die Intensivstationen werden dringend für Corona-Patienten gebraucht, Unfallopfer würden das Problem verschärfen.

    Die Polizei berichtet außerdem, dass in Zeil und Eltmann bei Kontrollen Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz festgestellt wurden. Für das Wochenende hat die Polizei verstärkte Kontrollen angekündigt.

    Schutzkleidung dringend gesucht

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist eine geeignete Schutzausrüstung das Allerwichtigste, um zu vermeiden, dass Ärzte, Pfleger, Sanitäter und Rettungskräfte selbst zu Überträgern des Virus werden. Allerdings sind laut der Pressemitteilung Schutzanzüge, Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Masken und anderer Gesichtsschutz immer noch Mangelware.

    Der Landkreis Haßberge ruft deshalb seine Firmen auf: Wer Schutzanzüge, Masken, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel hat, die zurzeit nicht benötigt werden, möge bitte ein Angebot per E-Mail an fuegk-material@landratsamt-hassberge.de senden.

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