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    ZEIL

    Zeil: Welche schweren Entscheidungen es zu treffen galt

    Fast bis zum letzten Platz gefüllt war die Zeiler Pfarrkirche St. Michael. Foto: Christian Licha

    Trotz der kalten Witterung war das Interesse der Bevölkerung am Neujahrsempfang auf dem Zeiler Marktplatz sehr groß. Auch die Pfarrkirche St. Michael war zuvor beim Ökumenischen Jahresanfangsgottesdienst fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Gelebte Ökumene bewiesen wieder einmal beide Konfessionen, indem der evangelische Pfarrer Hans-Christian Neiber und sein katholischer Kollege Pastoralreferent Norbert Zimmermann gemeinsam den Gottesdienst gestalteten. In der Predigt rief Pfarrer Hans-Christian Neiber dazu auf, sich ehrlich den anstehenden Debatten wie Gerechtigkeit zwischen den Generationen in Bezug auf Rente und Klima oder zwischen den Völkern dieser Erde im Hinblick auf die Migration zu stellen.

    In seinem Schlusswort resümierte Bürgermeister Thomas Stadelmann das vergangene Jahr. Neben dem Beginn der Erschließung des Baugebiets Mittelsetz II wurden viele Verbesserungsmaßnahmen im Bereich der Gehwege, Straßen und dem Kanal durchgeführt. Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED in Teilgebieten wurde mit 25 Prozent Bundesmitteln gefördert und spart zukünftig 80 Prozent Strom. Weiterhin wurde der Abbau der Schulden fortgesetzt, deren Stand nun noch rund 5,5 Millionen Euro beträgt. Damit liegt die Pro-Kopf-Verschuldung erstmals seit 2005 unter 1000 Euro je Einwohner. Mit der Schließung des Hallenbades und des Fotomuseums mussten Dinge umgesetzt werden, die auch für den Stadtrat nicht leicht zu entscheiden waren, so Stadelmann.

    Für die kommenden Jahre stehen weiterhin große Projekte an. Ein Schwerpunkt wird der Beginn der Sanierung des Caritashauses zur Schaffung von vier neuen Krippengruppen sein. In diesem Zusammenhang wird auch in der Caritas-Kindertagesstätte ein Speisesaal angebaut. Größere Einschränkungen wird es durch die Sanierung der Sander Straße geben, erklärte Stadelmann. Im Zuge der Straßensanierung durch den Landkreis würden Kanal, Wasser- und Stromleitungen sowie der Gehweg erneuert. Die Maßnahme werde im März/April beginnen und sich über zwei Bauabschnitte bis ins Jahr 2021 ziehen. Der genaue Zeitplan werde in Kürze vorliegen und dann entsprechend kommuniziert, sagte der Bürgermeister.

    In Bezug auf die Bürgermeisterwahl sagte Stadelmann, dass Demokratie von Kandidaten lebe: „Ich flehe zwar nicht nach einem Gegenkandidaten, aber ich finde es schade, dass sich kein anderer Bewerber bereit erklärt hat, zu kandidieren.“

    In der Kirche und auch später auf dem Marktplatz erfreuten die Neujahrsbläser die Gäste. Die gemischte Bläsergruppe, bestehend aus Musikern der Stadtkapelle Zeil, der Heimatkapelle Ziegelanger, der lustigen Dorfmusikanten aus Krum sowie der Abt-Degen-Bläser und des evangelischen Posaunenchors spielten besinnliche wie auch fröhliche Lieder. Viele Helfer der katholischen und evangelischen Pfarrgemeinde sorgten für das leibliche Wohl.

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