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    KREIS HAßBERGE

    Zeit für kleine und große kreative Aktionen

    Plötzlich waren einige Jugendliche „mittendrin, statt nur dabei”. Bei der Eröffnung der „72-Stunden-Aktion” im Zelt des Zirkus Lauenburger sorgten einige „Handwerker” für viele Lacher. Foto: Ralf Naumann

    Vorsicht im Dekanat Haßberge! Noch bis zum späten Sonntagnachmittag sind an vielen Spiel- oder Dorfplätzen, in Seniorenheimen, an Bushaltestellen, in Pfarr- und Schlossgärten oder auch Friedhöfen etwa 350 junge und jung gebliebene Handwerker im Einsatz. Es wird gehämmert, gesägt, gebohrt, gemauert, geschliffen, geschaufelt, gestrichen, gepflanzt oder gesäubert, was das Zeug hält. Und das Beste daran: Die „Auftraggeber“ müssen nicht einmal dafür bezahlen.

    Glauben in die Tat umsetzen

    Gibt es nicht? Doch, gibt es. Möglich macht das Ganze der Bund der deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) mit seiner „72-Stunden-Aktion – Uns schickt der Himmel“, die nach der gelungenen Premiere vor sechs Jahren zum zweiten Mal bundesweit stattfindet. Zum Startschuss der dreitätigen Sozialaktion am Donnerstagabend um exakt 17.07 Uhr waren dazu neben den jugendlichen Hobby-Handwerkern aus vielen Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften im Dekanat, den Mitgliedern des ehrenamtlichen Koordinierungskreises mit Regionaljugendseelsorger Matthias Vetter an der Spitze auch Sparkassenchef Peter Schleich als Sponsor, Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus, Sands SPD-Vorsitzender und Kreisrat Paul Hümmer sowie Landrat Wilhelm Schneider und Dekan Stefan Gessner (Baunach) gekommen, die beide als Schirmherren fungieren. Nicht in einen einfachen Gemeindesaal, sondern in die „Manege“ des Zirkus Julius Lauenburger, der aktuell sein Zelt in Knetzgau aufgeschlagen hat und mit einigen spektakulären Nummern für ein ganz tolles Ambiente sorgte und gleichzeitig beste Stimmung in das weite Rund brachte.

    72 Stunden sind laut Wilhelm Schneider „genügend Zeit, um an vielen Orten in kleinen und großen kreativen Aktionen vielen Menschen eine Freude zu machen, um solidarisch zu sein mit Bedürftigen, um andere zu motivieren und den Glauben in die Tat umzusetzen.“ Der Kreischef bedankte sich bei allen für ihre große Bereitschaft, sich ein ganzes Wochenende zu engagieren. „Mit Eurem Engagement setzt Ihr ein starkes Zeichen in unserer Kirche und Gesellschaft“, sagte er und fügte hinzu: „Man kann dies gar nicht genug loben, dass Ihr solche Aktionen macht.“

    Insektenhotel und Barfußweg

    Jetzt bleibt bloß abzuwarten, ob es die 21 „Macher-Kids“ (Kommunionkinder) aus Haßfurt tatsächlich innerhalb von drei Tagen schaffen, ein Insektenhotel zu bauen und Müll auf Spielplätzen zu beseitigen, ob die mehr als 40 jungen Sander „Rothelme“ einen Barfußweg in Form eines Bocksbeutels am Allwetterplatz kreieren oder die 60 „Minis“ der Pfarreiengemeinschaft Aidhausen/Riedbach den Friedhofszaun in Kleinmünster neu gestalten. Auch die zwölf Auszubildenden der Sparkasse Schweinfurt/Haßberge, die 14 „Bewegungslegasteniker“ aus Buch, die 72 Mädchen und Jungen aus Gädheim, die 25 Kinder- und Jugendfeuerwehrler aus Steinsfeld sowie die 39 „Mini-Firm-Worker“ aus Wonfurt wollen ihre bereits im Vorfeld selbst ausgewählten Projekte rechtzeitig vollenden. Bleiben noch die 15 Jugendlichen und ihre Betreuer aus der Pfarrei Pfarrweisach sowie die 18 Jugendlichen der Pilgerjugend Knetzgau, die ihre Aufgaben – Einrichten einer „Chill“-Ecke im Kraisdorfer Freibad sowie Pflastern des Labyrinths im Schlossgarten Oberschwappach – erst am Donnerstag erfahren haben. Aber mal ehrlich: Nach den tollen Erfahrungen bei den „72-Stunden-Aktionen“ 2013 und 2016 gibt es daran doch keinerlei Zweifel.

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