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    BUNDORF

    Ziel für Bundorf: in 40 bis 50 Jahren nur eine Kläranlage

    Der an den Spielplatz in Walchenfeld angrenzende Garten, soll von der Gemeinde erworben werden. Foto: Stefanie Brantner

    Es sei in den vergangenen Jahren leider immer nur geplant, aber am Ende nichts davon realisiert worden, so Bürgermeister Hubert Endres auf der Sitzung des Gemeinderats, als es um eine neue Gebührensatzung für die öffentlichen Entwässerungseinrichtungen der Gemeinde ging, die am 1. Januar 2019 in Kraft treten soll. In der Folge ist an den einzelnen Einrichtungen ein teilweise enormer Sanierungsbedarf gegeben.

    Solidarprinzip

    Die Kosten seien jedoch von den angeschlossenen Grundstücksbesitzern der einzelnen Einrichtungen kaum zu tragen. Aus diesem Grund soll nun künftig das Solidaritätsprinzip greifen. Also alle zahlen bei allen Sanierungsvorhaben mit.

    Die Sanierung in Walchenfeld ist abgeschlossen. Die Beitragsrechnungen erfolgen im kommenden Jahr, so Endres. „Unser Ziel muss es sein, dass die Gemeinde in 40 bis 50 Jahren über eine einzige Kläranlage versorgt wird“, so Endres. Auf noch längere Sicht gelte es wahrscheinlich sogar sich diesbezüglich mit anderen Kommunen zusammenzuschließen.

    Ebenfalls um die Zukunft ging es beim Antrag der Firma Agrokraft GmbH. Sie braucht eine Stromtrasse zur Übergabe, von einer Fotovoltaikanlage aus. Diese Trasse soll ein Stück weit im Gemeindegebiet verlaufen. Grundsätzlich standen die Räte dem positiv gegenüber. Allerdings wollen sie die Kabel im Spülbohrverfahren verlegt wissen. Außerdem soll die Genehmigung an noch extra zu vereinbarende Ausgleichszahlungen gebunden sein. Der Bürgermeister möchte hier längerfristig eine Einnahmequelle für die Gemeinde generieren. Schließlich sei hier in der nächsten Zeit nicht mit der Einnahme von Gewerbesteuern zu rechnen.

    Bestattungsgebühren steigen

    Ab August steigen die Gebühren für Bestattungen kräftig an. Zum einen haben die Bestattungsunternehmen ihre Gebührensätze angehoben, zum anderen sind die Kosten für die Gemeinde in den vergangenen Jahren gestiegen und die Einnahmen gesunken. Urnenbestattungen bringen beispielsweise weniger Geld in die Kasse.

    Gestiegen sind zudem die Kosten für die Abfallentsorgung. Leider seien hier nach wie vor beim Grünabfall viele Fremdstoffe zu verzeichnen, so Endres. Wie sich die Gebühren nach der Erhöhung darstellen, will die Gemeinde, nach in Kraft treten der Satzung, im August, bekannt geben.

    Zum Ausbau eines Kernweges, zur nördlichen Umfahrung Bundorfs, ist inzwischen zwar eine Planung erstellt worden, aber der Ausbau wird in nächster Zeit wohl nicht realisiert werden. Die Kosten würden sich auf rund 400 000 Euro belaufen, so Endres. Eigentlich hatte man für den Ausbau mit einer hohen Fördersumme gerechnet. Dies sei nun nicht der Fall, sondern die Gemeinde müsse rund 50 Prozent der Kosten tragen. Dies lasse die Haushaltssituation nicht zu. Die Räte stimmten zu, den Ausbau zurückzustellen.

    Sanierungskosten der Kimmelsbacher Kirche

    Ebenfalls zurückgestellt wurde, ob und in welcher Höhe sich die Gemeinde an den Sanierungskosten der St. Nikolaus Kirche in Kimmelsbach beteiligt. Die Gemeinde hat hier keine Baulast und es soll zunächst abgewartet werden, wie hoch sich die Sanierungskosten tatsächlich gestalten. Bisher liegt einzig eine Kostenschätzung vor.

    Den vorliegenden Bauanträgen wurde zugestimmt und so kann in Stöckach eine Garage mit Hebebühne gebaut werden. Auch der Tekturplan zum Bau eines Milchviehstalles wurde bewilligt. Hier hatte sich zum eigentlichen Plan nur der Standort der Güllegrube geändert. In Stöckach wurde im Baugebiet nun das letzte Grundstück verkauft. Nun wird das Baugebiet erschlossen. Die Kosten, rund 67 000 Euro, werden zu 80 bis 90 Prozent auf die Anlieger umgelegt.

    Im Vorlauf zur Sitzung hatten sich die Räte in Walchenfeld einen Garten betrachtet. Dieser liegt neben dem Spielplatz und hat eine Größe von 333 Quadratmetern. Für einen Bauplatz zu klein, aber die Räte beschlossen den Grund zu erwerben und eventuell als Ausgleichsfläche zu nutzen. Außerdem besah sich das Gremium vier Bauplätze in Kimmelsbach und außerdem die St. Nikolauskirche an. Hier muss die Elektrik erneuert werden und der Innenraum saniert.

    bra

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