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    Kreis Haßberge

    Berater sollen mehr Verständnis für Wespen und Hornissen wecken

    Andreas Gagel (links) und Uwe Hegenbart aus Hofheim teilen sich die ehrenamtliche Aufgabe als Wespen- und Hornissenberater im Landkreis Haßberge.
    Andreas Gagel (links) und Uwe Hegenbart aus Hofheim teilen sich die ehrenamtliche Aufgabe als Wespen- und Hornissenberater im Landkreis Haßberge. Foto: Moni Göhr/Landratsamt Haßberge

    Im Sommer sind Wespen, Hornissen, Bienen und Hummeln besonders fleißig. Sie bestäuben Wild- und Kulturpflanzen und regeln den Bestand von Forst- und Ernteschädlingen.  Trotz ihres Nutzens kommt es durch Wespen und Hornissen immer wieder zu Belästigungen für uns Menschen. Doch sie sind friedfertige Tiere, solange sie in Ruhe gelassen werden.

    Befindet sich ein Nest in Hausnähe oder an anderen, häufig begangenen Stellen von Hof und Garten, lässt sich durch Beachtung einfacher Verhaltensregeln sowie zusätzlicher Hilfsmittel die kurze Zeit bis zum Ende des Wespen- oder Hornissenvolkes in der Regel problemlos überstehen. Wo ein Wespen- oder Hornissennest jedoch eine Gefahr darstellt, kann es durchaus notwendig werden, es umzusetzen oder zu beseitigen. Hier darf aber nicht voreilig gehandelt werden, schließlich sind einige der Insekten besonders geschützt, schreibt das Haßfurter Landratsamt in einer Pressemitteilung.

    Jedes Jahr Anrufe wegen Wespen und Hornissen

    Die untere Naturschutzbehörde erhalte jedes Jahr zahlreiche Anrufe besorgter Bürgern, die nicht wissen, wie sie sich im Umgang mit Wespen, Hornissen und Co. verhalten sollen. „Aufklärung ist hier das A und O“, weiß Ramona Hauck. „Dadurch können wir die Bevölkerung gegenüber ihrer Umwelt sensibilisieren.“ Der Landkreis intensiviert nun sein Beratungsangebot und hat zum 1. Mai erstmals zwei ehrenamtliche Hornissen- und Wespenberater benannt.

    Sie beantworten Fragen, leiten notwendige Maßnahmen ein, etwa die Umsiedlung eines Hornissennests. Das erledigen sie allerdings nicht selbst. Die Bürger müssen auf die örtliche Feuerwehr oder einem Schädlingsbekämpfer zurückgreifen, die die Maßnahmen gegebenenfalls gegen eine Gebühr durchführen.

    Berater sind keine Kammerjäger

    Der Wespen- und Hornissenberater soll kein Kammerjäger sein und die Feuerwehr nicht ersetzen, sondern ein Bindeglied zwischen Bürgern, Behörde und Wehr darstellen, so das Landratsamt. Er soll in erster Linie umfassend beraten, die richtigen Ansprechpartner vermitteln und gegebenenfalls die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen beschleunigen. Weil Wespen und Hornissen saisonal auftreten, wird die ehrenamtliche Wespen- und Hornissenberatung von Anfang April bis Ende September im Einsatz sein.

    Wespen- und Hornissenberater kann jeder werden, der Sachkenntnis nachweisen kann oder diese bei einer Schulung der Bayerischen Akademie für Natur und Landschaftspflege in Laufen erwirbt. Auf Grund der Corona-Krise fanden keine Schulungen statt. Daher wurde auf bereits sachkundige Personen zurückgegriffen, berichtet das Landratsamt.

    Zwei Feuerwehrleute übernehmen Aufgabe

    Mit Uwe Hegenbart und Andreas Gagel konnte man zwei erfahrene Feuerwehrmänner als Berater gewinnen. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und bin mir sicher, dass ich durch meine jahrelange Erfahrung bei der Feuerwehr Hofheim den Bürgern bei ihren Wespen- und Hornissenproblemen mit Rat und Tat zur Seite stehen kann“, so Uwe Hegenbart. Aus beruflichen Gründen teilt er sich den Posten mit Andreas Gagel, schließlich sind die Berater ausschließlich ehrenamtlich in ihrer Freizeit tätig.

    Wer sich von Wespen, Hornissen und Co. belästigt fühlt und mit einfachen Maßnahmen keine Abhilfe schaffen kann, kann mit den Wespen- und Hornissenberatern Kontakt aufnehmen (Uwe Hegenbart, Tel.: (0 95 21) 27-91 01, Andreas Gagel, Tel.: (0 95 21) 27-91 00). Darüber hinaus ist während der Dienstzeiten des Landratsamtes auch Manfred Husslein, Fachkraft für Naturschutz, zur Verfügung, Tel.: (0 95 21) 27-3 21.

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    Bearbeitet von Michael Mahr

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