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    Knetzgau

    Gemeinderat: Die Funklöcher in Knetzgau schließen

    Auf einem Feld am Flurweg zwischen Oberschwappach und Wohnau soll ein neuer Mobilfunkmast für besseren D1-Empfang in der Umgebung sorgen.
    Auf einem Feld am Flurweg zwischen Oberschwappach und Wohnau soll ein neuer Mobilfunkmast für besseren D1-Empfang in der Umgebung sorgen. Foto: Christian Licha

    Den Weg frei gemacht für eine neue Mobilfunkbasisstation hat der Knetzgauer Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag. Nahe Oberschwappach soll ein 30 Meter hoher Stahlgittermast entstehen, der den Mobilfunkempfang im dortigen Umkreis verbessern soll.

    Immer wieder wurden Beschwerden an die Gemeinde herangetragen, dass in Oberschwappach besonders das D1-Netz große Funklöcher aufweist, sagte Bürgermeister Stefan Paulus. Die Deutsche Funkturm GmbH will nun Abhilfe schaffen. Das Unternehmen, das Teil der Deutschen Telekom Gruppe ist und deutschlandweit  rund 31 200 Funkstandorte betreibt, hat sich einen Standort auf einem Feld am Flurweg Richtung Wohnau ausgesucht.

    Bernhard Jilke bemängelte, dass es sich hierbei um ein Grundstück in Privatbesitz handelt. Er und einige weitere Gemeinderäte hätten den Funkmast lieber auf einem gemeindeeigenen Grundstück gesehen. Ebenfalls diese Meinung vertrat Sebastian Schierling, der das Vorhaben als gemeinschaftliche Aufgabe sieht und deshalb ebenfalls für einen Standort in Gemeindehand plädierte.

    Paulus entgegnete, dass man sehr wohl einige Gemeindegrundstücke angeboten hätte, diese jedoch von der Deutschen Funkturm GmbH als nicht geeignet befunden wurden. In Bezug auf die Höhe des Turmes zog Konrad Pfister den vergleich mit einem Hochhaus, das man mitten in die Landschaft stelle. Es sei für ihn unverständlich, warum hier 30 Meter benötigt werden, obwohl die Funkmasten an der Autobahn nach seiner Aussage nur 15 Meter Höhe aufweisen.

    "Wir sitzen am kürzeren Hebel", stellte Paulus fest, warb aber gleichzeitig für Verständnis. Es sei schließlich nicht selbstverständlich, dass sich der Bauherr entschlossen habe, hier zwischen einem mittelgroßen (Oberschwappach) und einem kleinen Ort (Wohnau) zu investieren. Mit 15:5 Stimmen gab der Gemeinderat sein Einverständnis zu dem Projekt, wobei letztendlich der geplante Bau  noch vom Landratsamt genehmigt werden muss.

    Profitieren von den touristischen Höhepunkten im Steigerwald will auch die Gemeinde Knetzgau. Das sagte Bürgermeister Paulus in Bezug auf die Finanzierungsbeteiligung der Gemeinde am "Bier- und Wein-Express". Gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN), dem Landratsamt, dem Haßberge Tourismus, dem Allianzmanagement der Lebensregion plus und dem Management des Deutschen Burgenwinkels hat das Regionalmanagement des Landkreises in den vergangenen Monaten die Planungen für zwei Freizeitlinien im nördlichen und südlichen Landkreis aufgenommen.

    Vorerst an Sonn- und Feiertagen sollen die Busse verkehren, deren Linienverläufe auf Sehenswürdigkeiten, Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und Gastronomie abgestimmt werden. Befristet auf drei Jahre wird sich die Gemeinde Knetzgau mit den maximal tatsächlichen Kosten von 8000 Euro an der Linie beteiligen, die in den Steigerwald führt. Mit zwei Gegenstimmen sprach sich der Gemeinderat dafür aus.

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