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    Eltmann

    Digitalisierung der Eltmanner Schulen schreitet voran

    Am Schulzentrum Eltmann schreitet die Digitalisierung voran. Als Sachaufwandsträger für Grund- und Mittelschule (rechts) beschloss der Stadtrat Eltmann am Mittwoch, schnellstmöglich das 'Sonderbudget Leihgerät' im Digitalpakt Schule umzusetzen.
    Am Schulzentrum Eltmann schreitet die Digitalisierung voran. Als Sachaufwandsträger für Grund- und Mittelschule (rechts) beschloss der Stadtrat Eltmann am Mittwoch, schnellstmöglich das "Sonderbudget Leihgerät" im Digitalpakt Schule umzusetzen. Foto: Sabine Weinbeer

    Für die Digitalisierung der Grund- und der Mittelschule hat die Stadt Eltmann bereits den Digitalpakt Schule genutzt. Schon vor Jahren habe die Stadt beispielsweise interaktive Tafeln besorgt. Jetzt hat der Freistaat im Digitalpakt Schule ein Sonderbudget aufgelegt für Leihgeräte, also Tablets oder Laptops, die den Schülern das digitale Lernen erleichtern. Auslöser für dieses Programm war das Homeschooling durch Corona – und der Stadtrat Eltmann nahm dieses Angebot in seiner Sitzung am Mittwoch gerne an.

    "Sonderbudget Leihgeräte" heißt das Programm, über das Kultusminister Michael Piazolo informierte. Das Budget richtet sich nach Anzahl der Schüler und beläuft sich für Eltmann auf 25 850 Euro für die Grund- und Mittelschule. Wie Bürgermeister Michael Ziegler informierte, habe die Stadt bereits beide Etappen des Digitalpakts mitgemacht. Im Digitalpakt I wurden 19 500  Euro an der Grundschule und 36 600 Euro an der Mittelschule investiert. Im zweiten Schritt sind 250 700 Euro an Ausgaben geplant, dazu gibt es 225 594 Euro. Den Zuschlag hat die Stadt, die Ausschreibung ist für Beginn des kommenden Schuljahres geplant.

    In einigen Familien gibt es keine Computer

    Während dieses Investitionspaket auf zwei Jahre ausgelegt ist, soll das Sonderbudget des Freistaats schnellstmöglich umgesetzt werden. Als die Schulen schlossen und die Schüler zuhause digitalen Unterricht erhalten sollten, stellte sich schnell heraus, dass es in manchen Familien an Endgeräten fehlt. Dem soll nun entgegengewirkt werden, indem die Schulen Leihgeräte zur Verfügung stellen können.

    Auf Anfrage von Stadtrat Paul Kremer bat Bürgermeister Ziegler die Leiterin der Grundschule, Stadträtin Jutta Aumüller, einen Bericht aus der Schule zu geben. Er wie Jutta Aumüller lobten die gesamten Teams, die sehr engagiert und motiviert die neue Situation angenommen und gestaltet hätten. Auch die Eltern hätten sehr gut kooperiert, so Jutta Aumüller, auch wenn die Herausforderungen groß gewesen seien. Die Notbetreuung musste organisiert werden, dann die schrittweise Rückkehr der Kinder. Der Organisationsaufwand sei massiv, doch habe man auch sehr gut mit der Mittelschule kooperiert und sich ausgetauscht.

    Sonderlob für den Hausmeister

    Ein Sonderlob ging an Hausmeister Reiner Reitz, der unermüdlich gearbeitet habe, um alle Hygienevorschriften umzusetzen. Im jetzt rollierenden Unterricht bemühe man sich, die Stofflücken aufzufüllen, die sich im Homeschooling aufgetan hätten, so Jutta Aumüller. Nochmals eine riesige Herausforderung sei die Rückkehr zum Regelunterricht nach den Sommerferien "von denen wir noch nicht wissen, ob und wie sie stattfinden werden".

    Wenn wieder alle Schüler gleichzeitig beschult werden sollen, ein Drittel der Lehrkräfte aber weiterhin als Risikogruppe ausfällt, "dann habe wir flächendeckend ein Problem, in Eltmann wie überall", so Aumüller weiter. Allerdings sei es wichtig, dass Kindergärten und Schulen wieder die Betreuung sicherstellen, denn "das Problem für die Eltern wird ja immer größer, wenn es am Arbeitsplatz wieder normal läuft, die Kinder aber nicht regelmäßig in die Schule gehen."

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